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Do, 08:24 Uhr
12.02.2026
55. Südharz-Hunderter

Schneematsch-Hunderter

Es gab Eis-Hunderter, Kälte-Hunderter, Schnee- und Sturm-Hunderter, je nach den besonders auffälligen Wettererscheinungen. Die 55. Ausgabe der seit zwei Jahrzehnten regelmäßig stattfindenden Langstreckenwanderung „Südharz-Hunderter“ war vor allem von viel Schneematsch geprägt. Wanderleiter Bodo Schwarzberg berichtet...

Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Roy Hartig) Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Roy Hartig)
Irgendwann versagt bei Tauwetter auch der beste Goretex-Schuh und die Füße werden von eisigem Schneewasser umspült. Bis zu unserer Ankunft am S-Bahnhof Halle-Nietleben am vergangenen Sonntag gegen 13:20 hatte es jeden von uns fünf Wanderern getroffen.

Denn unsere Tour vom vergangenen Wochenende fand am Ende der jüngsten Frost- und Schneeperiode statt. Verbreitet ging das Wasser vom festen in den flüssigen Aggregatszustand über, was wir zu spüren bekamen. Während zwischen Nordhausen und Grillenberg bei Sangerhausen zunächst noch der gefrorene, allenfalls schwach tauende Schnee überwog, waren die Wege zwischen Eisleben und Halle zunehmend schwierig zu passieren. Das beim Gehen auf vielen Wegen kontinuierlich erzeugte „platsch“ „platsch“ „platsch“…werden alle Teilnehmer noch eine Weile in ihren Ohren behalten.

Auch die rein körperliche Anstrengung, also die Herausforderungen für Sehnen, Muskeln und Bänder, sowie an den Gleichgewichtssinn, waren entsprechend groß.
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Darüber hinaus hatte der 55. Südharz-Hunderter weitere Besonderheiten: Statt wie sonst um 11:30, starteten wir am vergangenen Sonnabend erst kurz nach 13 Uhr, da die nächtliche Einkehr in Grillenberg nach 48 Kilometern urlaubsbedingt weggefallen war.

Verpflegungsstellen beziehungsweise Einkehren gab es diesmal nur nach 30 Kilometern in der Gaststätte Zur Queste in Questenberg, nach 70 Kilometern privat bei einem Wanderfreund in Eisleben und nach 80 Kilometern im Strandhotel am Süßen See in Aseleben. Hinzu kam noch ein kurzes, aber erfrischendes Wanderbier in der Sportlergaststätte Langenbogen im Saalekreis nach 88 Kilometern.

Die 40 Kilometer zwischen Questenberg und Eisleben, also etwa zwischen 20 Uhr 30 und 4 Uhr, waren problemlos zu überbrücken, denn wir hatten uns gut auf Rucksackverpflegung eingestellt.

Eine weitere Besonderheit waren die ersten zwei Kilometer der Tour nach dem Start am Nordhäuser Bahnhof: Da einige Teilnehmende bei früheren Touren in Halle per GPS mitunter knapp unter 100 Kilometer gemessen hatten, wollten wir diesmal auf Nummer sicher gehen: Statt den kürzeren Weg über Sangerhäuser Straße und Ammerberg in Richtung Nordhausen Ost zu nehmen, gingen wir eine größere Schleife über Hallesche Straße und Stresemann-Ring. Dadurch konnten wir 24 Stunden später dann alle auf unseren GPS-Geräten mindestens 100 Kilometer ablesen. Hundert Meter vor dem Bahnhof Nietleben sprang mein GPS-Gerät auf diese Zahl um.

Nicht zuletzt zeigte sich der Süße See während unserer Wanderung nach Jahren mal wieder zugefroren. Dies erlebten wir zuletzt 2021 und davor 2010.

Erfreulich war, wie schon beim 54. Südharz-Hunderter im Dezember, dass alle 100 Kilometer-Aspiranten ihr Ziel und dass wir Starter den S-Bahnhof Halle-Nietleben gemeinsam erreichten.

Teilnehmer waren Antje Otte-Hartig aus Nordhausen, Dr. Christian Richter aus Jena, Frank Steinert aus Dresden, Lutz Hollerbuhl aus Sangerhausen und der Wanderleiter ebenfalls aus Nordhausen. Dr. Christian Richter war bereits 26 Mal dabei, Antje Otte-Hartig 14 Mal.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es unterwegs trotz verbreiteter Glätte nicht einen einzigen Sturz gab. Einzelne Blasen an unseren Füßen sind kaum der Rede wert.

Unser besonderer Dank gilt unserem Wanderfreund Harald und seiner Frau Angela aus Eisleben, die wegen uns wie schon so oft früh um vier ihre warmen Betten im Stich ließen, um uns verrückte Wanderer mit Kaffee, Tee und Kuchen zu bewirten. Auch Liane Gast, die rührige Wirtin von der Gaststätte Zur Queste in Questenberg, hatte ihre Türen an diesem Tag nur für uns geöffnet.

Der 56. Südharz-Hunderter ist für den 11. und 12. April geplant. Wie schon 2025, geht es dann auf eine abwechslungsreiche 100 Kilometer-Rundstrecke unter dem Thema „Zwischen Josephskreuz und Kyffhäuserdenkmal.“ Anmeldungen unter bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Bodo Schwarzberg
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)
Die Wanderer erreichten den S-Bahnhof in Halle-Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)


Autor: red

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Kommentare
Warren
12.02.2026, 11:17 Uhr
Ein Stock dabei
ist immer gut, den Wildschweinen geht's im Walde nicht so gut doch hat uns der Artikel als treue Leser amüsiert, mal sehen was da als nächstes passiert
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