Do, 16:19 Uhr
29.01.2026
nnz-Forum:
Immer beiden Seiten zuhören
Die nnz hatte am Montag über den Neujahrsempfang der Firma Knauf berichtet. Dazu gab es viele, meist kontroverse Kommentare. Die Redaktion bekam heute noch eine Zuschrift einer Leserin...
Um die ganze Diskussion mal auf einen Punkt und vielleicht auch zu einem vorläufigen Ende zu bringen (Danke NNZ). Es gibt hier zwei Argumentationslinien. Die Linie Weiter so!, technokratisch unbekümmert: Wir brauchen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wachstum und müssen dafür auch Opfer bringen.
Die Natur wäre so ein Opfer. Knauf würde hier noch ergänzen, dass Gewinn auch wichtig ist. Einige Vertreter der technokratischen Argumentationslinie werfen den Umweltschützern Scheinheiligkeit, Sektierertum und Weltuntergangsstimmung vor, sehen aber durchaus auch die Gefahren, die von einer Ausweitung des Rohstoffabbaus (v.a. seltene Erden ausgehen). Hier nähern wir uns an. Egal, wo abgebaut wird, in Billiglohnländern oder bei uns vor der Haustür: Die Probleme kommen immer näher.
Wir dürfen nicht zulassen, dass sie uns beherrschen, sondern müssen schlaue Lösungen parat haben. Und die gibt es ja! Die Linie "Knauf hör auf!" sieht die Gefahren des ungebremsten Abbaus, in diesem Falle von Gips. Die Hauptgefahr: Die Ressourcen unseres Planeten sind endlich. Irgendwann wird auch Knauf zu dem Punkt kommen, wo konstatiert werden muss: "Der Gips ist weg."
Und dann? Spätestens dann muss man umstellen auf andere Materialien, zum Beispiel nachwachsende Rohstoffe wie Stroh und Hanf, gemischt mit Lehm oder anderen (eventuelle recycelten) Materialien. Warum also nicht gleich umstellen und das letzte Stückchen wundervoller Gipskarstlandschaft im Südharz nicht für die Nachwelt erhalten?
Das wäre ein Kompromiss, und nicht das immer weitere Zurückweichen der Naturschützer und das stückchenweise Preisgeben der letzten naturnahen Landschaften. Kreislaufwirtschaft ist das Zauberwort. Und wenn Knauf sich hier an die Spitze setzen würde, könnten sie locker die Anzahl ihrer Arbeitsplätze verdoppeln.
Dagmar Schreiber
Autor: psgUm die ganze Diskussion mal auf einen Punkt und vielleicht auch zu einem vorläufigen Ende zu bringen (Danke NNZ). Es gibt hier zwei Argumentationslinien. Die Linie Weiter so!, technokratisch unbekümmert: Wir brauchen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wachstum und müssen dafür auch Opfer bringen.
Die Natur wäre so ein Opfer. Knauf würde hier noch ergänzen, dass Gewinn auch wichtig ist. Einige Vertreter der technokratischen Argumentationslinie werfen den Umweltschützern Scheinheiligkeit, Sektierertum und Weltuntergangsstimmung vor, sehen aber durchaus auch die Gefahren, die von einer Ausweitung des Rohstoffabbaus (v.a. seltene Erden ausgehen). Hier nähern wir uns an. Egal, wo abgebaut wird, in Billiglohnländern oder bei uns vor der Haustür: Die Probleme kommen immer näher.
Wir dürfen nicht zulassen, dass sie uns beherrschen, sondern müssen schlaue Lösungen parat haben. Und die gibt es ja! Die Linie "Knauf hör auf!" sieht die Gefahren des ungebremsten Abbaus, in diesem Falle von Gips. Die Hauptgefahr: Die Ressourcen unseres Planeten sind endlich. Irgendwann wird auch Knauf zu dem Punkt kommen, wo konstatiert werden muss: "Der Gips ist weg."
Und dann? Spätestens dann muss man umstellen auf andere Materialien, zum Beispiel nachwachsende Rohstoffe wie Stroh und Hanf, gemischt mit Lehm oder anderen (eventuelle recycelten) Materialien. Warum also nicht gleich umstellen und das letzte Stückchen wundervoller Gipskarstlandschaft im Südharz nicht für die Nachwelt erhalten?
Das wäre ein Kompromiss, und nicht das immer weitere Zurückweichen der Naturschützer und das stückchenweise Preisgeben der letzten naturnahen Landschaften. Kreislaufwirtschaft ist das Zauberwort. Und wenn Knauf sich hier an die Spitze setzen würde, könnten sie locker die Anzahl ihrer Arbeitsplätze verdoppeln.
Dagmar Schreiber
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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