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So, 18:39 Uhr
14.12.2025
Steuerregelungen 2026:

Für viele Haushalte wird es teurer

Im neuen Jahr müssen viele Steuerzahler mit höheren Belastungen rechnen, wie neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen. Besonders Gutverdienende zahlen 2026 mehr. Steigende Sozialbeiträge und ein höherer CO₂-Preis zehren einen Großteil der steuerlichen Entlastungen auf...

Steuern (Foto: Alex Barcley auf Pixabay) Steuern (Foto: Alex Barcley auf Pixabay)
Zum Jahresbeginn greifen zahlreiche Änderungen, die die Haushalte belasten: Der CO₂-Preis erhöht sich, die Sozialbeiträge steigen weiter. Zwar gleicht die Bundesregierung bei der Einkommensteuer die kalte Progression aus und hebt die Pendlerpauschale sowie Kinderfreibeträge und Kindergeld an – in vielen Fällen reichen diese Entlastungen jedoch nicht aus.

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So wird etwa ein Single mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro nur um 11 Euro entlastet, wie neue IW-Berechnungen zeigen. Erst bei einem Arbeitsweg von 20 Kilometern bringt die höhere Pendlerpauschale ein schmales Plus von 121 Euro.

Gutverdienende und Alleinerziehende werden belastet
Besonders für Haushalte mit hohem Einkommen wird es teurer: Wer 100.000 Euro im Jahr verdient, muss mit einem Minus von 239 Euro rechnen; selbst Pendler zahlen netto drauf. Auch Alleinerziehende mit einem höheren Einkommen müssen mehr zahlen. Bei einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro hat eine alleinerziehende Person 216 Euro weniger auf dem Konto.

Familien profitieren hingegen vom höheren Kindergeld: Ein Paar mit zwei Kindern und einem gemeinsamen Einkommen von 90.000 Euro, bei dem ein Partner zwei Drittel und der andere ein Drittel davon erwirtschaftet, hat am Ende des Jahres 126 Euro mehr. Bei Pendlern sind es 231 Euro. Ist das gemeinsame Einkommen höher, kommt es auch bei Familien zu zusätzlichen Belastungen.

Mit einem Wachstumsimpuls ist nicht zu rechnen
Trotz steuerlicher Entlastungen bleibt für viele Haushalte unterm Strich kaum mehr übrig: Steigende Sozialbeiträge und höhere Energiepreise heben die Entlastungen teilweise wieder auf – was die eine Hand gibt, nimmt die andere. Punktuelle Maßnahmen der Bundesregierung wie steuerfreie Überstunden oder die Aktivrente begünstigen zudem nur einzelne Gruppen. Eine in die Breite gehende Senkung der Einkommenssteuer wäre deutlich wirksamer und könnte der angeschlagenen Wirtschaft einen spürbaren Wachstumsimpuls verschaffen.
Grafik (Foto: IW Köln)
Grafik (Foto: IW Köln)
Grafik (Foto: IW Köln)
Autor: psg

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Kommentare
P.Burkhardt
14.12.2025, 19:44 Uhr
Ich darf ergänzen...
...die Pendlerpauschale von 38ct gilt ab 2026 ab dem ersten Kilometer... Ein Pendler, der täglich 20 km fährt, braucht also etwa 1.900 EUR (250 Arbeitstage im Jahr) seines Einkommens nicht zu versteuern, was bei einem Einkommenssteuersatz von 30 Prozent etwa 570 EUR p.a. ausmacht.

0,38 EUR x20 km x250 Tage = 1.900 EUR/p.a.
1.900 EUR x 30 Prozent Steuersatz = 570 EUR Steuerersparnis, was einem mehr von etwa 120 EUR gegenüber der bisherigen Regelung entspricht (0,30 EUR x 20km x 250 Tage x 30 Prozent = 450 EUR/p.a.).

steuerlich ist das übrigens besser, als die Homeoffice-Regelung (pauschal 5 EUR pro Tag) ... was bei 250 Homeoffice-Tagen im Jahr nur zu einem nicht zu versteuernden Einkommen von 1.250 EUR/p.a. führt.

Im Grunde vereinfacht es einfach nur die Rechnerei... für Fernpendler gab es die 28ct bisher auch... ab dem 21. Kilometer. Profitieren alle, die eben weniger als 21km an die Arbeit fahren.

abermals ist das keine Belehrung, sondern einfach nur die Übermittlung von Tatsachen an Menschen, die das ggf. noch nicht wussten.
Hallogemeinde
15.12.2025, 06:46 Uhr
bisschen kurzsichtig gerechnet vom Vorkommentator
Sie vergessen beim Vergleich zum Homeoffice aber auch die erhöhten Kosten beim Fahrzeug. Rechnen Sie den Mehrverbrauch Strom usw. bei Homeoffice gegen die Kosten die man mit einem Auto hat (Steuern, Versicherung, Tanken, Reparatur usw.) haben sie bei Homeoffice mehr im Geldbeutel! Einnahmen gegen Ausgaben... ganz einfach. Soll aber keine Belehrung sein.
P.Burkhardt
15.12.2025, 09:41 Uhr
deswegen @Hallogemeinde...
...bezog ich mich auch ausschließlich auf die steuerliche Wirkung und nicht auf die finanzielle.

Wenn Sie das genau rechnen möchten, dann müssten Sie die Kosten im Homeoffice auch einbeziehen (Sie heizen mehr, verbrauchen Strom, mussten ggf. Technik anschaffen, bezahlen für Ihre Internetverbindung, zahlen ggf. Miete, etc.)

Ich denke, das die Homeoffice-Pauschale das ähnlich abdeckt, wie die Kilometerpauschale - viel nehmen wird es sich auf dem Konto insgesamt nicht, die steuerliche Entlastung ist jedoch in meinem Beispiel für Pendler größer.
Feldgieker
15.12.2025, 11:06 Uhr
Klimageld ?
Wo bleibt denn die versprochene Entlastung ? Bei der Einführung der CO² Abgabe wurde jedem eine Entlastung durch Zahlung eines Klimageldes versprochen. Wer viel Auto fuhr hat weniger Entlastung als jener der zu Fuß ging. Wer viel geheizt hat auch. Eigentlich ein guter Ansatz. Schlecht ist es nur weil ja keine Entlastung, Klimageld, ausgezahlt wurde.
diskobolos
15.12.2025, 16:32 Uhr
Natürlich wird es teurer
Das war und ist in fast jedem Jahr so. Das Gegenteil wäre Deflation und ist sehr schädlich für die Wirtschaft. (Will ich jetzt nicht begründen). Über 100 € mehr oder weniger im Jahr bei Leuten, die mehr als 50 000 verdienen,muss man sich nicht auslassen.

Demgegenüber stehen natürlich auch die Verdienst- und Rentenerhöhungen. Gilt vermutlich nicht für jeden, aber für die meisten.

Die Pendlerpauschale halte ich grundsätzlich für fragwürdig: Sie fördert weite Arbeitswege und die Zersiedlung der Landschaft. In der DDR gab es so etwas
nicht. Man hat sich i. d. R. eine Arbeit in der Nähe der Wohnung oder umgekehrt gesucht.

Vielen ist gar nicht klar, dass sie über die ESt. nur einen kleinen Teil der Fahrtkosten zurück bekommen, nämlich ca. 1/6. Die übrigen 5/6 zahlen sie ohnehin aus ihrem Netto-Einkommen. Ein Auto kostet nämlich nicht nur Treibstoff!
Franz Haarkamm
15.12.2025, 17:44 Uhr
Das Klimageld wurde abgewählt! @Feldgieker
Das Klimageld war - meiner Erinnerung nach - eine Idee der Ampelregierung (stand im Koalitionsvertrag, die CO2-Bepreisung stammte noch von der Vorgängerregierung).
Noch im Dezember 24 hat die Restampel die Voraussetzungen für die Auszahlung geschaffen. Aber da die Grünen ja- wie man hier ständig lesen konnte - so furchtbar waren, wurden sie abgewählt. Vielleicht war doch nicht alles schlecht beim Habeck?
diskobolos
16.12.2025, 10:11 Uhr
Ganz richtig Franz.
Hätten der Ampel nur 10 Prozent von dem, was sich jetzt die neue Regierung aus der Schuldenkiste genehmigt hat, zur Verfügung gestanden, dann hätte man das Klimageld (und vieles andere) machen können. Aber jetzt wird das Geld erstmal für die Aufrüstung gebraucht.

Tatsächlich wählt ein großer Teil der Unterschicht rechts-konservativ und damit gegen ihre eigenen Interessen . . .
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