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So, 10:00 Uhr
15.12.2019
Gesetzesänderung angemahnt

ADAC fordert größere Anstrengung bei Ladesäulen

Um bis 2030 zehn Millionen E-Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, wie es der „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung vorsieht, braucht es nach Ansicht des ADAC wesentlich größere Anstrengungen als bisher. Nur eine größere Zahl an Ladesäulen reicht nicht...

Der Club fordert insbesondere Schnellladesäulen an Fernverkehrsstrecken und Erleichterungen beim privaten Einbau von Ladesäulen.

Das Laden von E-Autos muss alltagstauglicher und komfortabler werden. Dazu gehört, dass der Verbraucher schnell darüber informiert wird, wo es Ladesäulen gibt und ob diese frei, belegt oder gar defekt sind. Auch Ladeleistung und Tarife müssen vorab erkennbar sein. Eine Untersuchung des ADAC im Bundesgebiet ergab, dass die untersuchten Säulen technisch in Ordnung waren, jedoch Schwächen im Service zeigten: Bedienkomfort, Informationen und Preistransparenz sind noch weit entfernt von den Standards herkömmlicher Zapfstellen.

Parallel dazu müssen Wohnungseigentumsgesetz und Mietrecht schneller als geplant geändert werden, die den Einbau von Lademöglichkeiten in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern aktuell erheblich hemmen. Bisher müssen alle Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft einer Installation zustimmen, auch nur eine Gegenstimme kann dies verhindern.

Ebenso müssen Mieter einen Anspruch auf die Installation einer Lademöglichkeit bekommen. „Unter den jetzigen Umständen wird es kaum gelingen, die Elektromobilität für alle Interessierten nutzbar zu machen“, kritisieren die ADAC Vizepräsidenten für Verkehr und Technik Gerhard Hillebrand und Karsten Schulze. Für Verbraucher sei es essentiell, dass sie ihr Fahrzeug unkompliziert zu Hause laden können. Der Großteil der Ladevorgänge von Privatnutzern fände zu Hause statt. „Es ist deshalb notwendig, die Installation von Ladeinfrastruktur in Bestandsimmobilien zu erleichtern und das Miet- und Wohneigentumsrecht anzupassen.“
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Kommentare

15.12.2019, 10.18 Uhr
Wolfi65 | Super
Da kann man auch mal das Smartphone außerhalb der Wohnung und oder des Hauses aufladen, um ständig erreichbar sein zu können oder zu müssen.

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15.12.2019, 11.55 Uhr
Kobold2 | Der Zustand ist
derzeit doch gewollt, damit man lange genug noch fette Profite einfährt und Entwicklungskosten vermeiden kann.
Dann wundert man sich, das man international wieder den Anschluß verloren hat. Das darf dann der Staat, genauer der Steuerzahler, wieder richten.

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