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So, 15:07 Uhr
13.01.2019
Investition in die Zukunft des Standortes

Neues CASEA-Technikum in Dorste

An ihrem niedersächsischen Standort Dorste hat die Casea GmbH – eine Tochter der Remondis-Gruppe - ihr neues Technikum eröffnet. Mehr als 500.000 Euro wurde in die Erweiterung des Standortes investiert...

Technikum in Dorste (Foto: Casea) Technikum in Dorste (Foto: Casea)
„Wir tun das, weil wir hier in Dorste eine gesicherte Rohstoffversorgung und ein freundliches politisches Umfeld haben“, sagt der Geschäftsführer der Remondis Production GmbH, Silvio Löderbusch. Casea ist mit etwa 200 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro an vier Standorten in Deutschland tätig, unter anderem mit einem Spezialgips-Werk im benachbarten thüringischen Ellrich. „Auch dort sind weitere Investitionen geplant, wenn die Frage der Rohstoffsicherheit geklärt ist“, sagt Löderbusch. Casea vertreibt bis zu einer Million Tonnen Gipsprodukte im Jahr.

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Auf einer Fläche von 210 Quadratmetern können nun vor Ort direkt Anwendungstests und Versuche sowie Schulungen für Kunden und eigenen Mitarbeitern durchgeführt werden. „Dieses Technikum ist ein Investition für die Qualität und Zukunft des Standortes Dorste“, so Oliver Florenske weiter. „Wir müssen unsere Produkte immer wieder anpassen und verbessern. Vor allem durch die Herausforderungen der zukünftigen Rohstoffsituation müssen wir unsere Produkte oder veränderte Rezepturen immer wieder auf Herz und Nieren prüfen und unseren Kunden vorstellen.“

Neben dem vor Ort abgebauten Naturgips wird in dem Werk auch REA-Gips, ein Recycling-Rohstoff aus der Rauchgasentschwefelung, eingesetzt. Zudem wird gerade geprüft, inwiefern Material aus recycelten Gipsprodukten verarbeitet und eingesetzt werden kann.

„In Dorste produzieren wir vor allem Produkte für das Bauhandwerk und den Baustoffhandel“, so Werkleiter Oliver Florenske. Dabei handelt es sich um Baufertigprodukte wie Putze oder gebrannter Gips, der als Rohstoff für die Gipsplattenindustrie dient. Sie werden vor allem im Bau von Wohnungs- und Gewerbeimmobilien eingesetzt.

„Gipsprodukte finden sich vielfältig in einem Haus wieder“, erläutert der kaufmännische Geschäftsführer Carsten Ketteler, „in Putz- oder Spachtelprodukten, in Gipsbauplatten oder auch im Estrich.“ Die Bundesregierung habe angekündigt, dafür zu sorgen, dass in den nächsten drei Jahren rund 1,5 Millionen neue Wohnungen gebaut werden. „Dafür werden auch die Produkte der Casea benötigt“, so Carsten Ketteler, „die wir auch hier in Dorste entwickeln, produzieren und jetzt auch direkt testen und vorstellen können.“
Auch in den folgenden Jahren soll der Standort mit weiteren Investitionen für die Zukunft fit gemacht werden.
Autor: red

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Kommentare
der_böhse_onkel
13.01.2019, 16:12 Uhr
Dann bleibt mal schön da drüben....!
Schade um den Westharz, da ich bin froh - das die Politik HIER nicht ganz so freundlich ist!!!!!!
Gips
13.01.2019, 17:41 Uhr
CASEA
Nur mal kurz zum vorhergehenden Kommentar. Bitte stehen sie mal dazu. Kommen Sie bitte in unser Werk nach Ellrich und bringen Sie dort ihre Argumente vor. Alles andere was sie da schreiben ist egoistisch und vorallem feige.
Bodo Schwarzberg
13.01.2019, 23:31 Uhr
CASEA sollte hier verschwinden - oder nachaltiger werden
Ich kann den Erstkommentatoren nur unterstützen. Die Gipsindustrie hat den niedersächischen Gispkarst ökologisch gesehen weitestgehend erledigt - und sie schreckt auch vor weitergehenden Plänen in naturnahen Landschaften nicht zurück. Bestsellerautorin Marita Vollborn vom BUND Osterode hat dazu publiziert. Die nnz berichtete.

In Thüringen stehen tatsächlich alle politischen Parteien von links bis AfD gegen die fortschreitende Zerstörung unserer Jahrmillionen alten Landschaft durch einen zweifelhaften Naturgipsabbau zusammen.

Der obige Beitrag lässt, vielleicht auch als Ergebnis des überwältigenden Widerstandes in der ostdeutschen Bevölkerung, einen Hoffnungsschimmer erahnen: Casea beschäftigt sich angeblich verstärkt mit REA-Gipsen und mit Gipsrecycling. Das könnte zukunftsträchtig sein und CASEA täte gut daran, diesen Weg weiter zu gehen.

Damit könnte die Gipsfirma mehr Akzeptanz in der nicht in der in der Gipswirtschaft tätigen Bevölkerung erreichen, die weiter nichts will, als die sie umgebende Landschaft, ihre Heimat, zu erhalten.

Ressourcenverschleuderung ist angesichts der ökologischen Situation unseres Planeten zerstörerischer Größenwahn - auch ökonomisch gesehen. Wir sehen das überall in der Welt.

Das schreiben uns auch immermehr Wirtschaftswissenschaftler ins Stammbuch der menschlichen Zivilisation.

Eine Gipsfirma, die sich für den Erhalt unserer Landschaft stark macht, durch Innovationen, die den Naturgips und damit unsere Landschaft schonen, die also keine neuen Steinbrüche oder Steinbrucherweiterungen erfordern, das könnte die Zukunft für Casea sein.
Bodo Bagger
14.01.2019, 06:30 Uhr
@Bodo Schwarzberg
vorab, ich bin auch kein Freund sich ausweitender Gipsabbaugebiete, allerdings steht dem die unternehmerische Freiheit und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten dieser Unternehmen entgegen.

Ehe Sie Firmen, die sich innerhalb erteilter, bergrechtlicher Genehmigungen bewegen, vorschreiben wo, wie und wie "nachhaltig" diese arbeiten, sollten Sie sich zum einem erst einmal "nachhaltig" mit ihrem Wissen beschäftigen. Desweiteren ist es schon recht fragwürdig, wie Sie in einem anderen Artikel der HSB vorschreiben wollen, wann und wie sie zu verkehren habe. Vorschlag an Sie, zur Nachhaltigkeitssteigerung dieser Unternehmen können Sie sich doch unentgeltlich als deren Nachhaltigkeitsexperte anstellen lassen... Unentgeltlich deshalb, da der wirtschaftliche Schaden, den Sie verursachen ja irgendwie aufgefangen werden muss.

REA Gips ist so tot, wie die gesamte Kohleverstromung tot ist. Und dieser Gips fällt nun mal nur bei schwefelhaltigen Verbrennungsgasen an, sprich Kohleverstromung an. Und nein Rauchgasentschwefelung bei Gaskraftwerken lohnt nicht, denn das Erdgas wurde bereits beim Wäscheprozess entschwefelt um Korrosion an den Leitungsnetzen zu verhindern. Zu dem wird für REA Anlagen Kalkmilch benötigt, sprich das "Problem" wird lediglich vom Gipsabbau zum Kalksteinabbau verlagert.

Gipsrecycling wird immer allenfalls eine Nische bleiben. Die Gipsnachfrage wird zum einen primär über die Nachfrage aus der Chemie generiert, zum anderen wird das Aufkommen aus Recyclingmaterial nie den Bedarf decken, mal ab von der Frage der energetischen Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens.
murmeltier
14.01.2019, 06:45 Uhr
Deindustrialisierung ist das Ziel
Selbstverständlich, Herr Schwarzberg, hat die Gipsindustrie zu verschwinden. Warum nicht auch noch die, die den Kies und di Sande im Landkreis Nordhausen fördert? Alles weg, braucht keiner. Genauso wenig, wie eine Automobil-Industrie gebraucht wird. Warum auch - macht nur Dreck, Lärm und verpestet die Umwelt. Es ist kaum zu glauben, wie diese links-grünen Spinnerreien immer mehr um sich greifen.

Die Länder rings um diese BRD lachen sich schief und krumm, bauen neue AKW, kümmern sich nicht um Feinstaub und NOX. Aber vielleicht ist die Abschaffung der Deutschen Industrie ja das, was die EU-Oberen sol wollen: angleichen von wirtschaftlichen Gegebenheiten im EU-Raum. Natürlich nicht nach oben, das dauer noch 200 Jahren, sondern nach unten. Das könnte schneller gehen. Und fast alle machen mit.
Latimer Rex
14.01.2019, 10:00 Uhr
Murmeltier/Anders herum
Schlecht gemurmelt, Murmeltier. Mit überzogener Satire
macht man sich lächerlich. Bei der EU und der deutschen
Industrie verhält es sich nämlich anders herum. Statt Rück-
fall in ein Agrarland soll nach Brüsseler Vorstellung ganz
Europa am wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands
genesen.
der_böhse_onkel
14.01.2019, 10:15 Uhr
Ach - Hallo @Gips :))
Ob ihr mit mir dort was anfangen könnt, das glaube ich nicht.
Denn - ICH STEHE ZU MEINER MEINUNG.
Wenn man vor vielen Jahrzehnten schon über Alternativen nach gedacht hätte - die auch was bringen, wäre man heute nicht von diesen SCH... abhängig!
Also: WER IST JETZT WOHL HIER EGOISTISCH ??!!!!!!!! :((((

(Denkt mal darüber nach!!!!! Aber nicht erst in 10 Jahren - JETZT!)
Aber BITTE nicht verwechseln: ich bin kein "Grüner" - aber das Thema hier nervt mich einfach!
Glaskugel
14.01.2019, 11:13 Uhr
Schuss ins eigene Knie
Was möchte dieser Herr Löderbusch von Casea den Menschen hier im Landkreis Nordhausen denn mitteilen? Investiert wird nur da, wo das gemacht wird was die Gipsfirma möchte? So sieht dieser Artikel jedenfalls aus. Letztendlich bestärkt dieses Verhalten nur die, die sagen dass man hier nur mit Umweltzerstörung den billigen Rohstoff abbaut und die Gewinne und Investitionen woanders, nämlich im konkreten Fall in Dorste, Niedersachsen, landen.

Und von "Deindustrialisierung" hier im Kommentar zu schreiben ist auch ein klein wenig mehr als daneben. Jeder gut aufgestellte Einzelhändler bietet im Landkreis mehr Arbeitsplätze als das Gipswerk in Ellrich. Die ganze Argumentation der Gipsfirmen und ihrer nutznießenden Freunde ist falsch und auf Profit für Wenige ausgelegt. Die Hinterlassenschaften werden dann für die Steuerzahler vergesellschaftet. Nein Danke.
murmeltier
14.01.2019, 11:46 Uhr
An den Wolf
Wie verzweifelt muss man sein, um solch krude Theorien wie mit den Einzelhändlern aufzustellen. Wenn ich richtig liege, dann werden in Ellrich rund 70 Mitarbeiter beschäftigt. Wenn ich mir die gut aufgestellten Einzelhändler entlang der Nordhäuser Rautenstraße so ansehen, fehlen da bei einigen 66 Beschäftigte. Oder meinen Sie etwa die großen in der Marktpassage, wo Verkäuferinnen Zuhause auf Abruf warten, wenn Arbeit da ist. Fragen Sie mal nach den Verdiensten im Einzelhandel und nach den Arbeitszeiten.

Die drei Gipser im Südharz zahlen Tarif und zum Teil mehr.
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