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Mi, 15:04 Uhr
03.05.2017
Helios-Klinik Hettstedt

Allergiker können vorbeugen

Silke Rosner, Chefärztin HNO Helios Hettstedt (Foto: Helios, Dagmar Mansfeldt) Silke Rosner, Chefärztin HNO Helios Hettstedt (Foto: Helios, Dagmar Mansfeldt)
Blühende Bäume und Sträucher: Für die einen ist der Frühling etwas Wunderbares, für Allergiker jedoch beginnt eine qualvolle Zeit. Etwa 16 Millionen Deutsche leiden an einer wiederkehrenden Pollenallergie. Völlig schutzlos steht heute aber niemand mehr dem blühenden Frühling gegenüber. Dr. med. Silke Rosner, Chefärztin der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Helios-Klinik Hettstedt, gibt Tipps gegen "das große Niesen".

Schnupfen, tränende Augen, Juckreiz in den Schleimhäuten oder unaufhörliches Niesen – manche Menschen merken die Ankunft des Frühlings besonders schnell. Sobald Erle, Hasel, Eiche, Esche, Buche oder Birke blühen, treten die ersten Beschwerden auf. Der Grund: Bei Pollenallergien handelt es sich um sogenannte Sofortreaktionen, die bereits wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem auslösenden Stoff, dem Allergen, auftreten. Etwa 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden unter Heuschnupfen, wobei jüngere Menschen häufiger betroffen sind als ältere. Die Zahl der Pollenallergien ist in den letzten beiden Jahrzehnten angestiegen.

"Werden Allergien nicht behandelt, können sie chronisch werden", warnt Dr. med. Rosner. Weil der Auslöser der meisten Symptome der Botenstoff Histamin ist, muss vor allem seine Wirkung blockiert werden. Die Behandlung erfolgt mit sogenannten Antihistaminika. Das Problem: Sie lindern zwar die auftretenden Symptome, können aber nichts gegen die zugrundeliegende Krankheit ausrichten.

"Die meisten Soforttyp-Allergien, etwa gegen Pollen oder Hausstaub, können mit einer Hyposensibilisierung behandelt werden", erklärt die Chefärztin. Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten mit stetig steigenden Dosen des unverträglichen Stoffs an das Allergen zu gewöhnen. Bei einer regelmäßigen und ausreichend lange durchgeführten Hyposensibilisierungstherapie sprechen rund 60 Prozent der Patienten darauf an, die Symptome werden geringer, der Medikamentenverbrauch kann gesenkt werden.

Eine frühzeitige Behandlung mit dieser Methode verhindert oft auch den Übergang des Heuschnupfens in ein allergisches Asthma. Dieser sogenannte Etagenwechsel wird bei zehn bis 40 Prozent der Allergiker beobachtet. Empfindet der Allergiker die beschriebenen Symptome als sehr unangenehm und einschränkend, handelt es sich beim allergischen Asthma um eine ernsthafte Erkrankung, die dauerhafte Schäden an den Atmungsorganen zur Folge haben kann. Die auffälligsten Symptome hierbei sind Kurzatmigkeit oder Giemen, das sind pfeifende Geräusche beim Ausatmen.

Wie kann man als Allergiker einem chronischen Asthmaleiden vorbeugen? Und was sollte man als Allergiker beachten? Sieben Tipps machen in der Pollenzeit das Leben leichter:

  • Wenn die Ursache für Ihre Allergie oder Ihr allergisches Asthma gefunden worden ist: Versuchen Sie jeglichen Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz zu vermeiden.
  • Eine frühzeitige Hyposensibilisierung hilft, Ihr Immunsystem gegen die Pollen zu stärken (Beginn: etwa sechs Monate vor Pollenflug)
  • Pollenflugvorhersagen helfen Ihnen, den Tag zu planen
  • Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte mit ausreichender Bewegung und gesunder Ernährung
  • Wechseln Sie täglich Ihre Kleidung und regelmäßig Ihre Bettwäsche
  • Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol
  • Planen Sie Urlaubsreisen während der Heuschnupfenzeit – am besten ans Meer!


Autor: msh

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