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Mi, 13:48 Uhr
15.03.2017
Aus der Polizeistatistik

Leichter Rückgang bei Straftaten

Die Polizeidirektion Süd, auch zuständig für den Landkreis Mansfeld-Südharz, hat heute die Kriminalstatistik für 2016 veröffentlicht.

Im Jahr 2016 wurden 67362 Fälle in der Polizeilichen Kriminalstatistik registriert, das sind 3174 Fälle (minus 4,5 Prozent weniger als 2015). Die Aufklärungsquote liegt bei 51,1 Prozent. Insgesamt wurden 34410 Straftaten aufgeklärt.

Im Jahr 2016 wurden 56,2 Prozent der aufgeklärten Straftaten des besonders schweren Fall des Diebstahls und 78,8 Prozent der aufgeklärten Fälle des Diebstahls gesamt durch Konsumenten harter Drogen begangen, die das Diebesgut umgehend veräußern, um aus dem Erlös ihre Sucht zu finanzieren. Ein Großteil der Einbruchsdiebstähle ist unter diesen Gesichtspunkten der indirekten Beschaffungskriminalität zuzuordnen.

Die Entwicklung der einzelnen Deliktsbereiche verlief nicht homogen. So zeichneten sich Rückgänge bei den Straftaten gegen das Leben, den Diebstahls- sowie Vermögens- und Fälschungsdelikten ab, andererseits Zunahmen bei den Rohheitsdelikten, Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie den sonstigen Straftatbeständen.

Straftaten gegen das Leben nehmen einen geringen Anteil an der Gesamtkriminalität 0,03 Prozent ein. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 19 Fälle erfasst, das sind zwölf Fälle weniger als 2015. 84,2 Prozent davon wurden aufgeklärt. 2015 lag die Aufklärungsquote bei 77,4 Prozent.

Öffentlichkeitswirksam wurde der Fall des Totschlags in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz), bei dem die Geschädigte am 24. August 2016 durch ihren ehemaligen Freund mit dem Auto umgefahren wurde, so dass sie mit dem Körper unter dem Auto lag. Dieser sei dann rückwärts zurückgefahren und habe sich vom Ort entfernt. Trotz vor Ort erfolgter Reanimationsmaßnahmen durch die hinzugerufenen Rettungskräfte verstarb die Geschädigte noch am Tatort. Der Beschuldigte wurde im Stadtgebiet Sangerhausen angetroffen und vorläufig festgenommen. Bei der ersten Inaugenscheinnahme seines Fahrzeuges wurden im unteren Front- und Heckbereich des Fahrzeuges Anhaftungen bluttypischer Substanzen in größerer Menge festgestellt. In seiner Beschuldigtenvernehmung schilderte der Beschuldigte die Tat als Unfall.
Am 20. Januar 2017 wurde der Mann wegen Totschlags sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mit 45 Prozent nehmen die Diebstahlsdelikte insgesamt einen Großteil der Gesamtkriminalität ein. Im Jahr 2016 ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Fallzahlen des Diebstahls um 6,37 Prozent festzustellen. Aufgeklärt wurden 25,5 Prozent.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität gibt es eine leichte Abnahme um 6,6 Prozent. Die Aufklärungsquote beträgt 91,8 Pozent.

Insgesamt wurden 10639 Opfer einer Straftat registriert. Davon waren 6480 männlich und 4159 weiblich. 8067 Opfer sind Erwachsene, 772 Heranwachsende, 893 Jugendliche und 907 Kinder.

Im Jahr 2016 wurden 473 Polizeibeamte Opfer einer Straftat und somit 95 Polizeibeamte mehr als 2015. Dabei erlitten 85 von ihnen Verletzungen. Das sind 18 mehr als im Jahr 2015. 55 Polizeibeamte wurden bei Widerstands- und 30 Beamte bei Angriffshandlungen verletzt.


Autor: msh

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