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Sa, 14:35 Uhr
21.01.2023
Mastjahr und warme Temperaturen

Droht 2023 die Zeckenplage?

Vieles spricht dafür, dass dieses Jahr zu einem der stärksten Zeckenjahre wird. Und die kleinen Sauger sind schon jetzt aktiv, melden Meteorologen nach Felduntersuchungen...
 
Normalerweise ist es Mitte Januar noch ruhig im Unterholz. Normalerweise ist zu dieser Jahreszeit noch keine Zecke aktiv. Doch bei den genormten Zählungen fanden die Meteorologen des Wetterservice Donnerwetter.de statt null schon ganze fünf Exemplare innerhalb von 15 Minuten. „Für diese frühe Zeit des Jahres eine extrem hohe Zahl“, sagt Dr. Karsten Brandt von Donnewetter.de.

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Das schon jetzt rege Zeckentreiben kommt nicht von ungefähr: Vor allem das insgesamt sehr warme Jahr 2022, und hier vor allem der sehr warme Winter, der im Dezember nur kurz von einer Kaltphase unterbrochen wurde, half den Zecken. Dazu kamen noch die häufigen Niederschläge der vergangenen Wochen, so dass die für Zecken idealen feucht-milden Lebensbedingungen entstehen konnten.

Da Zecken schwere Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können, empfehlen Experten, sich auf das höhere Risiko in diesem Jahr einzustellen und zum Beispiel auch den FSME-Impfstatus zu überprüfen.

Doch nicht nur für das aktuelle, auch für das folgende Jahr 2024 stehen im Moment alle Zeichen auf Zeckenplage - aus einem auf den ersten Blick überraschenden Grund: „2022 war ein sogenanntes Mastjahr der Buche, also eines der Jahre, in denen die Bäume besonders viele Früchte tragen“, erklärt der Donnerwetter.de-Meteorologe. Was sich erst einmal positiv anhört, hat jedoch eine Schattenseite: Durch die hohe Anzahl von Bucheckern können sich mehr Wild- und Nagetiere satt fressen. Und mit ihnen kommen die Zecken nun deutlich leichter und häufiger in den Genuss einer Blutmahlzeit und können gestärkt und ihr größerer Zahl in die kalte Jahreszeit gehen. „Wie in den vergangenen Jahren beobachtet, ist zwei Jahre nach einem Mastjahr mit einem deutlichen Anstieg der Zeckenzahlen zu rechnen“, sagt Dr. Brandt.

Mastjahr, zu warme Temperaturen und möglicherweise mehr Niederschläge als in den letzten Jahren - die Bedingungen für zwei starke Zeckenjahre 2023 und 2024 sind aktuell günstig wie selten, meint der Experte von Donnerwetter.de: „Da Zeckenprognosemodelle seit Jahren auch über längere Zeiträume sehr zuverlässig funktionieren, können wir uns jetzt also schon einmal auf zwei widrige Zeckenjahre einstellen.“
Autor: red

Kommentare
tannhäuser
21.01.2023, 15.56 Uhr
Schon wieder Panikmache!
Südliche Bundesländer sind seit Jahrzehnten Risikogebiete und die Menschen gehen ihrem gewohnten Alltag nach.

Das ganze Leben ist ein einziges Risiko und endet mit dem Tod. Eine Zecke ist gefährlich, aber kein unbedingt tödliches Alien aus einen Ridley-Scott-Film.

Und bei Verdacht auf einen Biss sollte man zum Arzt gehen, aber das kann auch nach einem Wespenstich nötig sein. Droht jetzt auch eine Invasion durch alle Insekten, die herumfliegen?

Plage? Heuschrecken, die Felder leerfressen, sind eine Plage. Davon würde ich erst reden, wenn uns die Zecken die Lebensmittelgewinnung streitig machen.
jo jau
21.01.2023, 19.48 Uhr
Aha
Also ich habe nur gelesen ,daß es wegen bestimmter Umstände mehr Zecken geben soll.Von Panik machen stand da nichts.Bleibt mal ein bißchen geschmeidiger und gelassener.
Kitty Kat
22.01.2023, 13.28 Uhr
Warum...
...sollen heutzutage normale Informationen immer etwas mit Panikmache zu tun haben ??? Hat Corona dieses Gen eingepflanzt bei manch einem ??? Immer ruhig durch Hose atmen und gelassen bleiben.
Es wurde doch nur sachlich erläutert, warum es zu erhöhten Zeckenzahlen kommen könnte....so wie es ähnliche Informationen schon mal zu Maikäfern, Borkenkäfern oder Mäusen usw. gegeben hat. Nicht mehr und nicht weniger.
Was die Zecken betrifft ist die Info doch hilfreich. Wer viel in Wald und Wiese unterwegs ist, vielleicht auch mit Kind und Hund, der schaut eben mal noch genauer hin, vielleicht auch schon nach kurzem Aufenthalt. Und gut ist es. Völlig ruhig und ohne Panik.
Kobold2
22.01.2023, 17.45 Uhr
Man kann es drehen wie man will
Wenn geschrieben steht, daß es mehr Zecken geben könnte, ist es Panikmache.
Wenn man schreibt, es gibt genügend, Klopapier, Nudeln Mehl und Öl, bricht Angst und Panik aus....
tannhäuser
22.01.2023, 18.01 Uhr
Natürlich ist es Panikmache...
...jedes Jahr vor etwas zu warnen was wir alle kennen!

Wenn ich einen Waldspaziergang mache weiß ich, dass mir eine Zecke oder ein Ast auf den Kopf fallen kann. Ach je, es könnte ja noch ein Wolf oder tollwütiger Fuchs deherspaziert kommen...Bleiben wir lieber gleich zuhause, um das Risiko zu minimieren.

Dauernd neue Warnungen vor alltäglichen Lebensrisiken...Das ist nervig und nichts anderes wollte mein Kommentar ausdrücken.
Kobold2
22.01.2023, 21.22 Uhr
Immerhin
Ist man statistisch gesehen, beim Waldspaziergang sicherer, als beim Auto fahren.....
jo jau
23.01.2023, 06.42 Uhr
Tannhäuser,
dann sollten Sie wissen das Zecken nicht von Bäumen fallen.
Gehard Gösebrecht
23.01.2023, 08.57 Uhr
Man sollte auch nicht übersehen
Dass jedes Jahr immer mehr DSL WLAN-Modem- Router sich in deutschen Haushalten befinden und damit sich die Gefahr erhöht an einer Strahlenvergiftung durch elektro-magnetische Strahlung zu versterben.
Auch soll es wohl dieses Jahr noch mehr Kommentare in der NNZ geben. Da kann es u.U. zu einer Reizüberflutung kommen, die im ungünstigen Fall zu einen allergischen Schock führen kann.
Auch ist es einer südländischen Spinnenart gelungen bis in das Thüringer Becken vorzudringen.
Ich rate daher zu großflächigen Evakuierungen.
Spartan
23.01.2023, 14.15 Uhr
Wer das als Panikmache sieht, liegt falsch
Womit habt ihr ein Problem? Panikmache ist das sicher nicht. Ich bin 2018 schwer erkrankt, wochenlange Suche nach der Ursache im Krankenhaus. Gelaufen bin ich noch in die Notaufnahme, im Rollstuhl nach Hause.
Zeckenbiss, vorher keine Zecke gefunden am Körper und auch keine Wanderröte.
Fazit: schwere Neuroborreliose, Polyneuropathie, schwere Hirnhautentzündung, Gesichtslähmung usw..
An vielen Folgen leide ich noch heute. Polyneuropathie werde ich nie wieder verlieren, dafür wurde es zu spät erkannt. Selbst die Mediziner sind hier noch nicht dafür sensibilisiert. Weil, ja wie man so oft denkt, es kommt wohl eher in den südlichen Gebieten vor. Wohl falsch gedacht, war zu keinem Zeitpunkt dort.
Und für die ganz Schlauen, nein dagegen gibt es keine vorbeugende Impfung.
In diesem Sinne, passt auf euch auf, vor allem die Skeptiker.
Spartan
23.01.2023, 14.33 Uhr
Gösebrecht, noch ein Wort hierzu
An Borreliose stirbt man nicht, man verliert sein Leben.
Denk mal nach, bevor du solche Dinge schreibst.
Danke.
Paulinchen
23.01.2023, 17.44 Uhr
@Spartan...
... zuerst möchte ich Sie beglückwünschen, dass Sie die schwere Hirnhautentzündung überlebt haben. Auch ich war daran erkrankt. Als ich wieder halbwegs laufen gelernt habe, und man von Bekannten oder Nachbarn befragt wurde, sagte man mir, dass es im unmittelbaren Familienkreis nicht selten Todesfälle gab. Wann immer ich so etwas hörte, habe ich tief durchgeatmet.
Allerdings war bei mir nicht die Zecke die Ursache. Vom Stationsarzt des Krankenhauses in Halle bekam ich die Antwort auf meine Frage, wo ich mir das denn eingefangen habe, sagte er mir, dass es zu 100Prozent eine Schmierinfektion war. Diese kann man sich am Handlaufband einer Rolltreppe, am Einkaufswagen im Supermarkt, im Personenaufzug und Türgriffen einfangen. Mir ging der Heilungsprozess zu langsam. Darauf hin, ging der Arzt mit mir in ein Nebenzimmer. Dort lag ein Patient im Wachkoma und ein anderer war völlig gelähmt. "Haben Sie immer noch Fragen?" fragte mich der Oberarzt.
Kopf hoch @Spartan, Sie und ich leben noch, wenn auch mit der einen oder anderen Einschränkung. In diesem Fall hatten wir beide einen Schutzengel.

Vielleicht wird mein Wunsch an Sie, von der Redaktion ja durchgewunken.
Wenn ja, Danke dafür.
Gehard Gösebrecht
23.01.2023, 18.28 Uhr
Also @Spartan
Erstens: Das "Du" ist 1989 auf dem Bebelplatz gestorben.
Zweitens: Ihre Krankheitsverläufe sind sehr bedauerlich, wenn sie dann bei Ihnen zutreffen.
Und drittens: Ich habe den Begriff Zecken in meinen Kommentar wohl nicht angeführt.
Also nehme ich Ihren Kommentar mal unter die Rubrik:
"Draufhauen ohne nachzudenken, Hauptsache drauf in die Tasten.'
Natürlich sehe ich das als Spätfolge eines Zeckenbisses bei Ihnen.
Und um es ganz unmissverständlich auszudrücken.
Mit der südländischen Spinnenart meine ich keine Zecke sondern die Nosferatu-Spinne
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