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Fr, 10:50 Uhr
29.05.2020
Unhaltbare Zustände

Immer mehr Gewalt gegen Polizisten

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek hat die anhaltende Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten in der Bundesrepublik als alarmierend bezeichnet...


„Meine Kolleginnen und Kollegen erleben fast täglich Situationen, in denen ihnen unvermittelt Brutalität entgegen schlägt“, betonte Radek am Freitag in Berlin nach Veröffentlichung des Bundeslagebildes „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte“.

Der GdP-Vize sagte: „Üble Beleidigungen oder körperlicher Widerstand gehören schon fast zum Dienstalltag. Wenn Beamtinnen und Beamte heutzutage beispielsweise um Ausweise bitten, müssen sie damit rechnen, mit Fäusten geschlagen oder gefährlichen Werkzeugen angegriffen zu werden. Da es auch immer öfter vorkommt, dass Radmuttern privater Fahrzeuge unserer Kolleginnen und Kollegen gelockert werden, ist das Maß übervoll.“

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden im vergangenen Jahr 36.126 Fälle von „Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“ polizeilich registriert, fast 3.000 Fälle mehr als 2018. Demzufolge werden an jedem Tag in Deutschland durchschnittlich 200 Polizistinnen und Polizisten Opfer von Gewalt...

Wer Polizeibeamtinnen und -beamte angreife, so Radek weiter, attackiere den Staat. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende forderte in diesem Zusammenhang die Justiz auf, dass ermittelte Straftäter mit aller Konsequenz bestraft werden. "Damit setzt die Gesellschaft ein Zeichen, dass solche Angriffe vom Staat nicht geduldet werden." Zugleich erklärte er: „Was die Angreifer offensichtlich immer noch nicht verstanden haben, ist, dass sich hinter der Unform Mütter, Väter, Töchter, Söhne, Freunde, Nachbarn, also Menschen verbergen. Menschen, die die schwierige Aufgabe übernommen haben, unseren Rechtsstaat zu schützen.“
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Kommentare

29.05.2020, 11.54 Uhr
LAGE | Gewalt gegen Polizei
Da hat unser Staat doch selbst Schuld, immer nur den Finger heben und nicht durchgreifen bringt bei verschiedenen Mitbewohnern eben nichts. Ich möchte keinen Polizeistaat, aber die Gesetze sollten eingehalten und durchgesetzt werden und das bei allen, ohne Ausnahmen!

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29.05.2020, 12.49 Uhr
Wolfi65
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
29.05.2020, 12.57 Uhr
mich | an der Zeit ...
...ist es, dass die Strafen für Angriffe auf Polizisten drastisch erhöht werden. Gut wäre es, wenn der Staat da mal nach Großbritannien schaue würde. Hier sind wenig Taten , weil die Strafen sehr streng sind, die auf Angriffe der Polizei gehen.
Verabschieden kann man ja auf Bundeseben schnell so ein neues Gesetz - wie es auch mit anderen Gesetzen geht - ist das erforderlich und machbar.
Es sind ja DIE Menschen, die gegen ein PAAR Gewaltbereite immer wieder ihnen Kopf und Körper hinhalten müssen.

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29.05.2020, 19.05 Uhr
tannhäuser | Bitte mal googeln...
...ist ja ohne direkte Verlinkung erlaubt:

"Dietzenbach".

Klingt nach bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Meine Theorie, dass irgendwann die Bundeswehr im Inland in Marsch gesetzt werden muss, scheint langsam real zu werden.

Zivile Kräfte können dem Chaos scheinbar nicht mehr Herr werden.

Man beachte, dass sich die Gewalt inzwischen nicht nur gegen Polizisten, sondern auch Rettungskräfte wie Feuerwehr und Sanitäter richtet.

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29.05.2020, 19.49 Uhr
PIMI | Lieber Herr Tannhäuser
es wäre gut zu wissen, wer diese Vorgänge dort verursacht hat. Wenn ich lese ,,Steinewerfer", dann habe ich eine ganz andere Befürchtung über die Herkunft der Täter.
Der Vergleich GB-D ist schon besser, denn im Brexit-Land werden Demonstranten von den Bobbys ohne Vollschutz abgeführt, wenn es anders nicht gehen soll.
Hier bekriegt man friedliche Demonstranten gegen die jetzige Politik genauso schwerbewaffnet wie gegen Fussball-Hooligan-Gewalttäter. Und das ist genauso unangemessen wie dieser Maskenzwang in unserem Landkreis, der kein einziges Corona-Todesopfer hat.
Noch schlimmer ist es derzeit in den USA- da haben US-Cops das Pech gehabt, dass man deren Mord an einem (farbigem) Verdächtigen filmte und dadurch brennt dort die Luft und ein verrückter Trump lässt gern schießen.
Bei uns kommt das erst wenn man ,,Europa nicht den Leyen überlassen" doch wahr wird mit Enteignungen.

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29.05.2020, 20.41 Uhr
Landarbeiter | Treppenwitz
"Man beachte, dass sich die Gewalt inzwischen nicht nur gegen Polizisten, sondern auch Rettungskräfte wie Feuerwehr und Sanitäter richtet."

Und das monieren hier ganz genau die, die den ganzen, lieben langen Tag damit beschäftigt sind, den demokratischen Staat mit samt seiner Exekutive und Rettungskräften ad Absurdum zu führen. Woher kommt sie bloß, diese Gewaltbereitschaft gegen Polizei und Rettungskräfte?

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29.05.2020, 20.56 Uhr
Bubo bubo | Der Ton macht die Musik...
Beleidigungen, Gewalt und sonstiges finden nicht nur in eine Richtung statt. Der kleine aber feine Unterschied liegt jedoch darin begründet, dass Polizeibeamte, als Vertreter der Staatsmacht, gesonderte Schutzmechanismen in Anspruch nehmen können.
Der von Polizisten häufig "fehlbehandelte" Durchschnittsbürger kann sich hingegen 10 mal vergeblich im Kreise drehen, um sein verbrieftes Recht gegenüber der blauen Zunft durchzusetzen.
#Kennzeichnungspflicht für Polizisten! Abschaffung des Corpsgeistes! Für ein friedliches Miteinander!

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29.05.2020, 21.23 Uhr
tannhäuser | Ganz dünnes Eis...
...Landarbeiter!

Was Sie hier behaupten, wäre strafrechtlich relevant gegen mich als auch die NNZ als Meinungsplattform.

Kollege Oberlehrer hat hier neulich PIMI wegen vermeintlicher selbsterklärter Raserei gewarnt. Er hatte damit Recht.

Ich habe in meinem Kommentar keinerlei politisches Statement bezüglich Verursacher oder Ausführende dieser Gewalttaten abgegeben.

Also heben Sie sich bitte Ihre haltlosen Unterstellungen für eine passende Gelegenheit auf.

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30.05.2020, 10.36 Uhr
Wolfi65
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
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