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Mo, 07:30 Uhr
06.04.2020
BAUER Regionale Fleischspezialitäten in Sundhausen

Tradition und Qualität, die zu schmecken ist

Während die Sinnhaftigkeit globaler Lieferstrecken gerade in der bestehenden Krise wieder heftig diskutiert wird, zeigt ein regionales Unternehmen am Rande von Nordhausen, wie es auch anders geht. Kürzeste Wege vom Erzeuger zum Endverbraucher, klimafreundlich und ökologisch wertvoll …

Team BAUER (Foto: Bauer GmbH) Team BAUER (Foto: Bauer GmbH)
Das Team in Sundhausen erwartet seine Besucher

Der Name BAUER ist in der Südharzer Region seit mehr als einem Vierteljahrhundert verbunden mit Wildspezialitäten aus erster Hand. Ehemals unter dem Namen Wildhandel Bauer GmbH garantierte das Unternehmen professionelle und qualitativ hochwertige Verarbeitung von Wildfleisch. Vor einem halben Jahr wurde das Sortiment erweitert …

Speziell geschultes Fachpersonal arbeitet seit 2019 im Geschäft am Sundhäuser Scheunenhof bei Nordhausen in großzügigen Räumen und an modernsten Geräten. Vorausgegangen war die Entscheidung der Firma BAUER, ihr Sortiment um Produkte von Rind und Schwein zu erweitern und sich den Stamm- und Neukunden unter neuem Namen und in neuem Gewand zu präsentieren. Die Grundphiliosophie des mittelständischen Unternehmens „Alles aus einer Hand und wissen, wo es herkommt!“ lässt sich nirgendwo besser anwenden als hier.

Eine transparente Herkunft der Tiere und die effektiven Abläufe von der Schlachtung bis zum Endprodukt garantieren kontinuierlich höchste Qualität und besten Geschmack aller Fleisch- und Wurstprodukte.

Dafür wurden eine eigene Herde Rinder der Rasse Angus in Wolkramshausen beheimatet, die den größten Teil des Jahres freilaufend auf den Weiden zwischen Hain- und Windleite verbringt. Aus der Kooperation mit einem Familienbetrieb aus dem Mansfelder Land stammen die Schweine, die auf Stroh und mit Auslaufmöglichkeiten gehalten und speziell gefüttert werden. Nach strengen Vorgaben erhalten alle Tiere ausreichend Zeit für das Wachstum. Weitere Zeit zur Reifung erhält das Fleisch in den firmeneigenen Reiferäumen und teilweise in den Dry Agern, speziellen Trockenreifeschränken.

Trockenschrank (Foto: Bauer GmbH) Trockenschrank (Foto: Bauer GmbH)
In den Trockenschränken reifen Schinken, Wurst und Steaks
Das Tierwohl steht ganz oben auf der Agenda und ist zum Markenzeichen des Unternehmens geworden. Kurze Wege vom Jäger oder Züchter in die eigene Schlachterei, professionellste Bearbeitung des Fleischs und zeitnaher Verkauf im angeschlossenen Laden sorgen für den guten Ruf, den sich das Unternehmen über die Jahre mit erstklassiger Qualität erworben hat.

Nachdem die Fastenzeit beendet ist, starten die elf Mitarbeiter im Scheunenhof einen Angebotsmarathon, der sich bis zu den Pfingstfeierlichkeiten erstrecken wird. Über in Handarbeit hergestellte regionale Wurstspezialitäten von Wild, Rind und Schwein bis zu saftigen Steaks, Rouladen und anderen Fleischspezialitäten wird die Palette reichen. Zusätzlich bietet das Geschäft am Scheunenhof einen Partyservice und einen Lieferdienst an. Kalte Buffets mit köstlichen Hirsch- oder Wildschweinschinken, aromatische Hirschsalami oder Wild- und Krustenbraten sind exklusive Delikatessen aus eigener Produktion.

Angus Rinder (Foto: Bauer GmbH) Angus Rinder (Foto: Bauer GmbH)
Angus Rinder in Wolkramshausen
Handgefertigt, ohne Massentierhaltung, aus der Region und in einer deutlich nachvollziehbaren Produktionskette hergestellt - das sind die Kriterien, die der vor kurzem leider verstorbene Firmengründer Hartmuth Bauer als Erfolgskriterien angesetzt und seinen Betrieb zu einer regionalen Attraktion entwickelte. In dieser Traditionslinie werden seine Nachfolger das erweiterte Geschäft fortführten.

In Zeiten der Corona-Krise muss im Sundhäuser Laden kein Kunde Befürchtungen hegen. Die Hygienestandards der Firma entsprechen ohnehin höchsten Ansprüchen, die Mitarbeiter sind bestens geschult und auch im Hofladen gilt derzeit natürlich, einen Mindestabstand zu halten und möglichst mit der EC-Karte zu zahlen.

Zusätzlich bietet BAUER aufgrund der aktuellen Lage ab sofort einen Lieferservice für Privatkunden in einem Umkreis von bis zu 20 km an. Die Bestellungen können bequem per Telefon unter der Nummer 03631 4738825 aufgeben werden und die Lieferung erfolgt immer freitags per Kühlfahrzeug direkt an die Haustür. Bezahlt wird hygienisch und kontaktlos per mitgelieferter Rechnung. Genauere Informationen zu diesem Angebot enthält auch die Website der Firma www.bauerfleisch.com.
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Kommentare

06.04.2020, 08.23 Uhr
Fönix | Uneingeschränkt zu begrüßen!
Ein weiterer Baustein in unserer Region, dem Globalisierungswahnsinn zu entgegnen und unnötigen logistischen Aufwand und somit auch schädliche Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Es liegt jetzt an den Bürgern, also an uns, von diesem Angebot rege Gebrauch zu machen, damit sich dieses Geschäftsmodell trägt und weitere Nachahmer auch für andere Produktgruppen ermutigt werden, diesem Beispiel zu folgen.

Obst aus Gierstädt und vom süßen See statt Äpfel aus Neuseeland, Mineralwasser aus dem Harz oder dem Thüringer Wald statt aus der Eifel oder aus Frankreich oder auch Bier aus Hasserode und Apolda statt aus Flensburg oder München, eigentlich ist es gar nicht zu so schwer. Die Liste ließe sich beinahe beliebig erweitern.

Wir haben es in der Hand, mit einer klugen Auswahl beim Einkaufen insbesondere bei den Waren des täglichen Bedarfs die Politiker und das Finanzkapital zukünftig immer mehr unter Druck zu setzen und Alternativen zur Globalisierung aufzuzeigen. Wie wichtig das ist, zeigen die aktuellen Engpässe bei lebensnotwendigen Artikeln wie Atemschutzmasken und vielen Medikamenten.

Der vom Finanzkapital angezettelte Teufelskreislauf, wo Produktion zu niedrigsten Kosten in der zweiten und dritten Welt mit geringsten Lohn-, Sozial- und Umweltstandards einhergeht mit die Welt überflutenden Warenströmen, um die so hergestellten Produkte möglichst gewinnbringend zu verhökern, muss endlich durchbrochen werden. Denn mittlerweile hat diese falsch verstandene "Weltoffenheit" jedes Maß verloren. China kauft in Afrika ganze Landstriche auf, Südamerika und Südostasien holzen ihre Urwälder ab und globale Finanzinvestoren übernehmen länderübergreifend ganze Branchen, wenn diese nur gewinnträchtig sind. Ingenieurtechnischer Sachverstand oder gar Moral und Ethik bleiben da außen vor, Humanität und Nachhaltigkeit sind gewichtige Störfaktoren beim maximalen Geldverdienen. Es wird höchste Zeit, dieser katastrophalen Entwicklung Einhalt zu gebieten. Der Einkauf von regionalen Lebensmitteln bei Anbietern aus der Region wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung und würde nebenher auch nachhaltig produzierende heimische Landwirte unterstützen.

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06.04.2020, 10.24 Uhr
Jörg Thümmel | @fönix.... 100% agree,
alles ausser Bier aus Hasserode oder Apolda....

Beim Rest bin ich vollkommen bei Ihnen!

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06.04.2020, 11.41 Uhr
Gehard Gösebrecht | Herr Tümmel
Wenn es nur noch Bier aus der Region gibt, trinken auch Sie dieses mit Genuss.

6   |  1     Login für Vote
06.04.2020, 13.20 Uhr
Fönix | Einheimische
Biere gibt es ja gottseidank noch mehr (z.B. aus Watzdorf, Pößneck, Altenburg, Saalfeld, Dingsleben, Eisenach usw. usw., da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Hasserode und Apolda hatte ich nur als Beispiel genannt. Hasserode trinke ich seit geraumer Zeit kaum noch, das Domi aus Apolda nehme ich zur Abwechslung ganz gerne. Zur Zeit favorisiere ich das Harzer Urtyp (wird in Saalfeld gebraut und abgefüllt !), das Neunspringer Hefeweizen hat mich letztens angenehm überrascht.

Ich hoffe, dass ich damit in dieser Hinsicht erst einmal ausreichend Anregungen geben konnte. ;-)
Man sollte es übrigens gerade aktuell nicht übertreiben, Alkohol schwächt die Abwehrkräfte des Körpers!

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06.04.2020, 13.55 Uhr
Wolfi65 | Notfalls
Kann man sich den Mund zur leichten Desinfektion mit Bier ausspülen und dann wieder ausspucken, damit der Körper nicht unnötig geschwächt wird. ;-)
Oder mit Bier die Haare einreiben, dann liegen oder auch stehen sie besser.
Spart den Friseur, welcher jetzt sowieso nicht seinen Handwerk nachgehen kann.
Ist das nicht ein Jammer?
Ein Land des Überflusses fast am Ende.
__________________________________________________
Anm. d. Red.: Das ist jetzt der letzte Bier-Kommentar, der zugelassen wird. Bitte bleiben Sie beim Thema

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06.04.2020, 15.03 Uhr
reiner3000 | Einheimisch ist immer gut !
Danke für diesen Beitrag - werde ich mal besuchen. Ich glaube nicht, dass die Globalisierung oder der Kapitalismus, durch ein paar Viren zugrunde gehen. :-)

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06.04.2020, 15.34 Uhr
Wolfi65 | Genau
Deutsches Fleisch für deutsche Verbraucher.
Von der Region für die Region.
Jetzt bin ich doch fast beim schreiben dieser Zeilen eingeschlafen.
Waren aus der Region haben doch in den letzten Jahren niemanden interessiert.
Jetzt auf einmal besinnt man sich wieder.

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06.04.2020, 16.40 Uhr
Wiejerschderfer | Und das ist auch gut so...
... lieber Wolfi65. Ich für meinen Teil bezahle lieber 5€ mehr für Fleisch und Wurst, dafür weiß ich aber, das es regional ist. Und die Liste der Konservierungsstoffe hält sich in Grenzen.
Ist ne tolle Sache mit dem Wild und deswegen:
Weiter so und viel Erfolg...

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06.04.2020, 18.39 Uhr
tannhäuser | Wurst ist Wurst...
...und Bier ist Bier!

Ich sehe keinen Sinn in Querverweisen, nur weil es um Regionalität geht.

Mein Fleischer des Vertrauens hat schon vor 50 Jahren bei meiner Familie unsere Schweine geschlachtet und das reicht mir als Vertrauensbasis.

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