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So, 09:49 Uhr
06.10.2019
Automobilclub von Deutschland warnt:

E-Tretroller Bilanz ist verheerend

Es ist längst nicht mehr der Autoverkehr, von dem sich die Fußgänger in den Innenstädten unserer Städte bedroht fühlen. Längst sind rücksichtslose Radfahrer und seit Mitte Juni 2019 auch die E-Tretroller die viel gravierendere Bedrohung.



Sie rasen mit Höchsttempo durch Fußgängerzonen, nötigen Fußgänger zum Ausweichen oder verschaffen sich durch penetrantes Klingeln freie Fahrt auf Gehwegen. Es scheint, als würden die Fahrer die Verkehrsregeln komplett vergessen, sobald sie auf ihr Gefährt steigen. Rücksichtnahme? Nur wenn man sie für sich selbst einfordert. Die Fußgänger sollen sich gefälligst verkrümeln. Freie Fahrt für freie Radfahrer und Roller-Piloten! Und Verkehrsregeln sind ohnehin nur eine Empfehlung, aber keine verbindliche Anweisung.

Wer mit dieser Einstellung ein Auto bewegt, dem gehört völlig zu Recht der Führerschein entzogen. Wer aber auf einem Fahrrad oder einem Tretroller die gesetzlichen Vorschriften ignoriert und eine Gefährdung anderer billigend in Kauf nimmt, kann zumeist davon ausgehen, unbelangt zu bleiben. Die Polizei ist weder personell in der Lage derartige Verstöße regelmäßig zu ahnden, noch verfügt sie über die nötige Ausrüstung, wie zum Beispiel eine ausreichend große Flotte an Fahrrädern. Und die Politik verweigert die benötigten Mittel ebenso, wie die erforderliche Anpassung der Vorgaben für die Polizei. Im Rahmen der verschriebenen Mobilitätswende will man schließlich die Nutzung von Fahrrad und E-Tretroller fördern. Diese Ignoranz trägt aber erheblich zu den steigenden Unfallzahlen bei. Bei denen nicht selten Alkohol ebenfalls eine Rolle spielt.

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert daher die Politik auf, nicht länger die Augen vor den Problemen zu verschließen und die Ordnungskräfte mit Ausrüstung ebenso wie personell in die Lage zu versetzen, die geltenden gesetzlichen Regelungen auch gegenüber Rad- und E-Tretroller-Fahrern durchzusetzen. Darüber hinaus ermutigt der AvD die Polizeibeamten und Mitarbeiter der Ordnungsdienste Fehlverhalten nicht länger zu dulden, sondern sich zu bemühen, auch die Verkehrsrowdys auf zwei Rädern zur Rechenschaft zu ziehen.
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Kommentare

06.10.2019, 10.19 Uhr
5020EF | Radfahrer sollen Rowdys sein?
Das ist ja empörend solche Wahrheiten auszusprechen!
Wo ist denn der Staatsschutz, wenn man/frau/dings ihn braucht?
Wenn das Kobold liest, fällt ihm glatt das Sonntagsbrötchen aus dem Gesicht.

*Ironie.aus*

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06.10.2019, 10.44 Uhr
shershen834 | Verkehrsrowdys
Leider gibt es immer mehr Menschen,die der Meinung sind,das für sie keine Regeln mehr gelten.
Man findet sie in allen Teilen der Gesellschaft.
Das ist meiner Meinung nach des Pudels Kern.Dem entgegenzuwirken wird sehr schwer sein.
Viele sehen nur noch sich und vergessen dabei die anderen.
Autofahrer die der Meinung sind,sie haben Vorrechte gibt es genauso viele ,wie Radfahrer,die der gleichen Meinung sind.
Kraftfahrer aber ,sind leichter zu ermitteln,Radfahrer haben kein Kennzeichen am Rad.
Die Polizei ist aus vielen Gründen schon lange nicht mehr in der Lage hier wirksam einzuschreiten,das liegt vielfach wie bekannt an der verfehlten Politik.
Auch die Rechtsauslegungen bei Unfällen unter Beteiligung von Fahrrädern müssen eindeutig verändert werden,um auch hier den Anstoß zum Umdenken der Verkehrsteilnehmer zu geben.

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06.10.2019, 10.57 Uhr
Paulinchen | Nicht vergessen,...
...bei Kontrollen und festellen von Ordnungswidrigkeiten der Rollerpiloten, wer von denen einen Führerschein besitzt, sollte auch sein Punktekonto in Flensburg durchaus damit anreichern.

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06.10.2019, 11.04 Uhr
Stadtbewohner | Ganz einfache Lösung
Nehmt dem Auto den Platz und schon beruhigt sich die Lage auf Rad- und Gehwegen. Überall Parkplätze und kein Platz für die Schwächeren. Immer nur Rücksicht und Kontrolle fordern, aber nicht bereit sein abzugeben. Das funktioniert so nicht.

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06.10.2019, 12.13 Uhr
h3631 | @Stadtbewohner
Ihr Kommentar ist Schwachsinn.
Gegenseitige Rücksichtnahme sollte vorrangig sein.
Alle sollten sich an die Verkehrsregeln halten.

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06.10.2019, 12.21 Uhr
tannhäuser | Noch einfacher:
Alles abschaffen, was Räder hat und sich nur noch auf 2 bis 4 Beinen fortbewegen.

Natürlich durch Enteignung aller renitenten Besitzer von Fortbewegungsmitteln auf Rädern.

Wäre doch gelacht, wenn eine Zwangsmassnahme, die Wohnraum schaffen soll, nicht auch die Straßen mitsamt Nebeneffekt saubere Umwelt sicher machen könnte.

Das schafft dann Arbeitsplätze, denn irgendwer muss dann ja die tierischen Fäkalien von der Straße kratzen.

FFF2 = Fridays For Faeces.

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06.10.2019, 14.14 Uhr
Stadtbewohner | Warum...
muss die gegenseitige Rücksichtnahme immer erwähnt werden. Das versteht sich von selbst, denke ich. Und Kommentare als Schwachsinn abzutun zeigt, daß viele es nicht begriffen haben.
Es geht nur miteinander. Das kann sich aber nur ändern, wenn Autofahrer nicht 75% der Straße in Anspruch nehmen und auch noch jedem zeigen, daß sie die Könige sind. Leider wird von den "Automobil-Vereinen" jeder Vorschlag mit reflexartigem Strampeln abgelehnt. Es ist immer einfach auf die Schwächeren zu schimpfen. Hauptsache man muss selbst keine Abstriche machen.

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06.10.2019, 17.14 Uhr
Kobold2 | Tja Stadtbewohner
diesbezüglich habe ich hier auch schon reichlich Prügel an mir abprallen lassen müssen.
Solchen Äußerungen kommen i.d.R. von denen, die selbst kein Rad fahren und entweder nicht Willens, oder fähig sind, sich annähert mal in die Lage des Anderen zu versetzen.
Oder wenn sie vom Rad ins Auto steigen, alles vergessen haben, was sie vorher selbst erlebt haben.
Wenn man eine Sau immer wieder durchs Dorf treibt, finden sich immer wieder welche, die auch hinterher rennen.
Deppen gibt's an jeder Front und der prozentuale Anteil ist meist nur subjektiver Natur.

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07.10.2019, 15.53 Uhr
Paulinchen | Na da lag ich ja...
... gar nicht so weit daneben. 254 Rollerchaoten sind im Verlauf der Wiesn in München, den Führerschein los geworden. Warum? Zu tief in die Maß geschaut. Also sind die Roller doch kein Spielzeug.

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07.10.2019, 16.52 Uhr
5020EF | Paulinchen
Mich würde interessieren wieviele Fahrradfahrer ihren Führerschein abgeben mussten. Schade dass Sie darüber keine Zahlen liefern (können).

...ist vielleicht auch besser so. Sonst bekommen die Radliebhaber wieder Schnappatmung und reden von Einzelfällen...

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07.10.2019, 19.30 Uhr
Kobold2 | Wirklich ungerecht
wo man doch auch ich hier täglich, die vermeintliche Fehlerfreiheit der Autofahrer nachlesen kann. Sicher alles nur peinliche Einzelfälle. Drogen und Alkohol kommen da ja kaum vor.

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07.10.2019, 19.44 Uhr
tannhäuser | Besoffene Idioten...
...sind immer nur Einzelfälle.

Egal ob auf Schusters Rappen, per pedes, auf einem Vierbeiner reitend (Oder von ihm per Fuhrwerk gezogen) oder durch Scotty von einem schlimmen Ort zu einem besseren oder andersherum gebeamt!

Problematisch wird es, wenn der Einzelfall zur Gewohnheit mutiert.

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07.10.2019, 22.43 Uhr
5020EF | Ach Kobold
warum nur sind Sie so humorlos?

Liegt's an zuviel Fahrradfahren oder einer zu gesunden Ernährung? (Oder zu wenig Alkohol/Drogen?)

...dass Sie aber auch über jedes Stöckchen hüpfen, dass man Ihnen hinhält...

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08.10.2019, 08.37 Uhr
Kobold2 | Passt schon,
das sie den Hinweis auf einseitige Betrachtung und Pauschalisierung als humorlos empfinden.
Es ist halt manchmal nicht einfach, wenn das zurechtgelegte Weltbild einstürzt.
Aber Überbringer schlechter Nachrichten, haben es selten leicht. ;)
Falls sie es vergessen haben, ich bin mehr als der Durchschnitt unterwegs, nicht nur mit dem Rad, sondern verschiedenen Verkehrsmitteln. Da liegt es in der Natur, verschiedene Sichtweisen zu haben.

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08.10.2019, 09.29 Uhr
Psychoanalytiker | Gegenseitige Rücksichtnahme ...
... gilt in diesem, unseren Land doch schon lange nicht mehr. Da überholen (meist, aber nicht nur) Osteuropäer (Polen, Tschechen, Rumänen, Litauer u.s.w.) auf Autobahnen "gnadenlos" auf der rechten Fahrbahn, man will ja mal kurz nach Hause, oder wieder zurück auf Arbeit ins Ruhrgebiet oder andere Regionen. LKW-Fahrer ignorieren "Überholverbote" und schleichen über Kilometer hinweg eine leichte Steigung. Auch "blinkt" an Abzweigungen keiner mehr, und wenn dann abgebogen wird, gibt es den berühmten "Schulterblick" auch schon lange nicht mehr.

Radfahrer fahren in dunkler Kleidung und ohne Licht, man ist der Meinung "ich sehe den PKW, dann sieht mich der Autofahrer ja auch". Ich frage mich, warum überhaupt "Fahrräder" ohne Lichtanlage verkauft werden (dürfen). Klar, wer mit seinem Bike nur im Wald fahren will, braucht keine solche Anlage, aber wer fährt schon nur im Wald?

Andererseits, kann ich durchaus jeden "Radler" verstehen, der den Gehweg nutzen will. Das ist (meist) verboten, wer aber schon rechts und links von sich LKW (z.B. an Kreuzungen) "spürte", sollte dies nachvollziehen können.
Daher mein bereits an anderer Stelle geäußerter Hinweis, bei Überarbeitung von Straßen (z.B. Grimmelallee) nicht stur nach DIN oder Baurecht, sondern nach gutem Menschenverstand bauen. Damit meine ich z.B. breite und gut getrennte Rad- und Gehwege, bei denen auch an behinderte Menschen gedacht wird. (Warum dürfen KFZ auf Asphalt rollen, warum müssen Fußgänger oder Radfahrer Kopfsteinpflaster und Bordsteine überwinden).

Also nicht stur sein, sondern überlegt handeln (und bauen). ...

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08.10.2019, 15.22 Uhr
Paulinchen | Kobold2...
...damit Ihr Blutdruck wieder runter kommt, die Radfahrer wurden im Bericht der Münchner Polizei nicht aufgeführt. Nun können Sie es sich aussuchen, waren die Radfahrer tatsächlich alle nüchtern, oder waren keine Radfahrer auf der Wiesn, weil dort die Fahrräder aus Sicherheitsgründen verboten waren.

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