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Sa, 08:50 Uhr
12.01.2019
Gesetzliche Krankenversicherung bieten oft bessere Leistungen als Private

Wie kann gewechselt werden?

In den Bereichen der Palliativversorgung, der häuslichen Krankenpflege, der Psychotherapie und bei Impfungen hat die Gesetzliche Krankenversicherung oftmals das bessere Leistungsspektrum als private Krankenversicherungen. Noch mehr gilt das für den Bereich von Kuren und Rehabilitation. Das bestätigt eine Studie des Beratungsunternehmens PremiumCircle Deutschland GmbH...


Im Auftrag der Bundesfraktion von Bündnis 90/Die Grünen prüfte PremiumCircle 103 Mindestkriterien, 100 davon sind im Leistungskatalog der Gesetzlichen enthalten. Ergebnis: Sogar im Vergleich mit den Top-Tarifen der Privaten klaffen Lücken.
Die KNAPPSCHAFT, als eine der großen gesetzlichen Krankenkassen, bietet ihren Kunden einen umfangreichen Reiseschutz durch kostenlose Impfungen.

„Ich bin über das Ergebnis der Studie nicht überrascht. Uns ist es wichtig, unseren Kunden eine qualitativ hochwertige und innovative Versorgung anzubieten, die weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog hinausreicht“, notiert Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT.

„Wer einmal in die Privatversicherung gewechselt ist, kann nicht so einfach zurück“, weiß Antje Topf, Geschäftsstellenleiterin der KNAPPSCHAFT in Sondershausen. Grundsätzlich kann sich die Frage nach der Gesetzlichen oder der Privaten Krankenversicherung schon in jungen Jahren stellen. Wer dann schon viel verdient, selbstständig oder Beamter ist, kann in eine Private Krankenversicherung eintreten. Doch Vorsicht: Nichtarbeitende Ehegatten oder Kinder müssen separat versichert werden.

Mit chronischen Krankheiten kann es zudem erheblich teurer sein, in eine Private zu wechseln. Problematisch wird es oft für Privatversicherte, wenn sich die Lebensumstände ändern. Geringeres Einkommen, Kinder oder die Erhöhung der Versicherungsprämien können Gründe sein, warum die Private Krankenversicherung plötzlich zu teuer wird. Zudem können bestimmte Krankheitsbilder zum Ausschluss führen. Vielfach wollen Versicherte, die in jungen Jahren von niedrigen Beitragssätzen der Privaten profitierten, mit steigendem Alter wieder in die dann für sie oft preiswerter gewordenen Gesetzlichen zurück.

Dieses entspricht allerdings nicht dem Grundgedanken, dem Solidarprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung. „Daher ist die Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich“, berichtet die Geschäftsstellenleiterin der KNAPPSCHAFT.
Menschen, die älter als 55 Jahre sind, haben grundsätzlich keine Chance mehr zu wechseln. Einzige Ausnahme: Die Aufnahme in die Familienversicherung des gesetzlich versicherten Partners.

Dabei darf, neben weiteren Voraussetzungen, das eigene Einkommen (zum Beispiel Rente oder Mieteinahmen) nicht über 445 Euro liegen, beziehungsweise bei einem Minijob nicht über 450 Euro im Monat. Menschen bis zu einem Alter von 55 Jahren können in eine Gesetzliche Kasse wechseln, wenn ihr Jahres-Bruttoeinkommen unter 60.750 Euro liegt.
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