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Fr, 07:06 Uhr
12.10.2018
Neues aus dem Falkennest

Auswärts-Wochenende

Aufgrund der Ligenkonstellation mit 13 Teams darf immer mal eine Mannschaft aussetzen. Und das es an dem kommenden Wochenende die Harzer Falken trifft, ist wohl insofern bedauerlich, als dass daher kein Heimspiel stattfinden wird. Doch angesichts der zuletzt arg angeschlagenen personellen Lage sind zwei Tage mehr Ruhe wahrscheinlich eine Fügung des Schicksals...

Geordie Wudrick (Foto: privat)
Zwar sind bis auf den länger verletzten Adam Suchomer alle Spieler wieder zurück auf das Eis gekehrt und auch die vakante Kontingentstelle kann durch die vorliegende Spielgenehmigung durch Geordie Wudrick besetzt werden. Aber es waren doch einige Spieler, die zuletzt nicht im gewohnten Trainingsalltag standen und nun in mehr oder wenigen intensiven Schritten den Rückstand wieder aufholen bzw. den grippegeschwächten Körper wieder an die Intensität gewöhnen müssen.

Denn am Sonntag reist man zu einem Gegner, der bislang die gesamte Liga ordentlich durchgerüttelt hat. Wähnte man sich im Harz vor der Saison noch in der Position, die Rostock Piranhas wie in den Vorjahren irgendwo in Schlagnähe zu haben und vielleicht aufholen zu können, spricht das aktuelle Bild eine ganz andere Sprache. Mit Siegen gegen Duisburg, Herne, Erfurt (in der Verlängerung) und Preussen Berlin legten die Hanseaten einen Glanzstart hin und konnten erst in Halle und Tilburg in ihrem Triumphzug gestoppt werden. Dennoch wähnt man sich mit 11 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz.

Und auch wenn die Saison noch jung ist, ist dies erstmal ein Polster, das dem Team um Trainer Christian Behncke deutlich an Selbstbewusstsein gegeben haben dürfte. Und Behncke selber ist sicherlich ein ganz wichtiger Baustein dieser komfortablen Situation. Versuchten es die Rostocker in den letzten Jahren mit gestandenen Trainern wie zuletzt Sergej Hatkevitch oder Ken Latta, hat man nun dem 38-jährigen ehemaligen HSV-Spieler die Chance gegeben, sich seine ersten Sporen in der Oberliga zu verdienen. Und der Spaß, den er nach eigener Aussage an seine Spieler vermitteln will, scheint an der Ostsee Einzug gehalten zu haben.

Natürlich hat man mit Werner Hartmann (Essen), Viktor Beck (Duisburg), Thomas Voronov (Bayreuth) und vor allem Dominik Patocka (Leipzig) auch ordentlich nachgerüstet. Dass nun ausgerechnet Patocka noch nicht so richtig angekommen scheint (eine Torvorlage in 6 Spielen) ist dabei fast irrelevant. Denn die altgedienten Gregory Claasen, Michal Bezouska (jeweils 4 Tore und 6 Torvorlagen) und Constantin Koopmann (5 Tore und 2 Torvorlagen) spielen in alter Manier und tragen dazu bei, dass die Rostockfans erneut von den Playoffs träumen dürfen, die Rostock bis dato noch nie erreichen konnte.

Entsprechend wird das Harzer Team den Spagat schaffen müssen, defensiv stabil zu stehen und gleichzeitig offensiv die Zeichen wie zum Beispiel im ersten Drittel gegen die Hannover Indians zu setzen. Denn bei technisch starken Spielern wie einem Michal Bezouska oder eben auch Dominik Patocka reichen den Rostockern wenige Chancen zum Torerfolg, was die Trefferquote gemessen an den bislang abgegebenen Torschüssen deutlich unterlegt. Mit 13,3 % liegt man gleichauf mit Erfurt und lediglich die Hamburg Crocodiles (13,4 %) und Tilburg (15,5 %) verwerten ihre Torchancen noch besser. Nun sind die pro Spiel gezählten Torschüsse sicherlich ein sehr vager Wert, eine Tendenz im Teamvergleich lässt sich dadurch aber durchaus ableiten.

Dennoch Werte, die Trainer Arno Lörsch wahrscheinlich nur am Rande interessieren. Denn letztendlich wird auch das Spiel in Rostock bei Null beginnen und zu was auch die Harzer Falken im Stande sind zu leisten, wenn sie eben nicht mit einem Rumpfteam auskommen müssen, haben sie bereits zumindest phasenweise unter Beweis gestellt. Somit gilt, die Konzentration über die gesamte Spielzeit hoch zu halten, die Chanecnverwertung deutlich zu steigern (Trefferquote 5,4 %) und Rostock den Spaß am Spiel zu nehmen.
Steffen Heister
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