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Mo, 17:36 Uhr
03.07.2017
Passgenaue Hüftprothese aus dem 3-D-Drucker

Hüftgelenk nach Maß

Seit 2007 kann Günther Sorger nur noch mit Schmerzen und seinen Gehhilfen laufen. Mehrere Operationen an der Hüfte hatte der damals 55-Jährige über sich ergehen lassen. Ohne Besserung. Mit einer passgenauen Hüftprothese aus dem 3D-Drucker verhalfen ihm die Orthopäden der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben zu einer schmerzfreien Zukunft...

Maßgeschneidertes Implantat aus dem 3-D-Drucker (Foto: Helios Eisleben) Maßgeschneidertes Implantat aus dem 3-D-Drucker (Foto: Helios Eisleben)

Das Hüftgelenk spielt eine zentrale Rolle für Körperaufbau und Bewegung: Es lässt uns aufrecht stehen und sicher gehen. Bei Verschleiß bieten künstliche Hüftgelenke eine segensreiche Option, um in den Alltag wieder schmerzfrei zurückkehren zu können. So ging auch Günther Sorger optimistisch 2007 zur Operation. Leider funktionierte das Gelenk nicht wie gewollt. Es lockerte sich. Mehrere Operationen folgten. 2012 die letzte in Halle.

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Seit zehn Jahren ist der Werkstattmeister einer Autowerkstatt nun krank, kann kaum laufen und muss ständig starke Schmerzmittel nehmen. „Ich konnte mich nur mit meinen Stöcken fortbewegen. Ein normales Leben war nicht möglich. Ich war häufig auf Hilfe angewiesen“, beschrieb der heute 65-jährige Gerbstedter seinen Alltag.

So kam er zu Dr. med. Andreas Birke, Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie und Kinderorthopädie in die HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben. Erste Untersuchungen zeigen schon, dass durch die vorangegangenen Operationen zu viel Knochenmasse fehlt, um für herkömmliche Implantate eine stabile und dauerhafte Verankerung zu gewährleisten. Eine Sonderlösung musste gefunden werden. Dies wurde nach Auswertung aller Befunde mit dem Patienten ausführlich besprochen. „Deswegen haben wir ein individuelles Implantat für den Patienten anfertigen lassen“, so Dr. Birke. Dabei steht ein neuartiges Verfahren im Mittelpunkt, das im letzten Jahr nur rund 60 Mal in Deutschland angewendet wurde.

Dafür wurden zunächst per Computertomografie Aufnahmen der Hüfte angefertigt. Nach dieser Vorlage entstand in einem medizinischen 3-D-Drucker mit einer speziellen Lasertechnik Schicht für Schicht eine lebensechte Nachbildung des Beckens. Nach diesem Kunststoffmodell wurde schließlich die Titanprothese angefertigt. Das Implantat entspricht in der Form somit dem natürlichen Beckenknochen von Günther Sorger und passt exakt in den großen Defekt.

„Am Modell kann zusätzlich die Implantation des künstlichen Hüftgelenks simuliert und der optimale Sitz der Endoprothese ermittelt werden“, so Chefarzt Birke. „Das Verfahren zeichnet sich neben der passgenauen Form auch dadurch aus, dass computertomographisch die Knochendichte bestimmt wird und die Befestigung des Implantates in dem Bereich der besten Knochensubstanz erfolgt“, nennt der erfahrene Orthopäde weitere Vorteile.

Chefarzt Birke zeigt Günther Sorger die 3-D-Hüfte (Foto: Helios Eisleben) Chefarzt Birke zeigt Günther Sorger die 3-D-Hüfte (Foto: Helios Eisleben)

Den Eingriff überstand Günther Sorger problemlos: Schon am ersten Tag nach der Operation konnte er aufstehen und auch die drei Wochen Reha mit Physiotherapie und Muskelaufbautraining sind absolviert – und zwar alles ohne Schmerzen. Herr Sorger ist glücklich.
Autor: red

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