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Mi, 10:49 Uhr
28.06.2017
Helios-Klinik Eisleben

Chefarzt rät zur Vernunft bei Schokoladenverzehr

Bald beginnen die Fußballeuropameisterschaften der Frauen. Ob Deutschland wieder auf den Titel hoffen kann, ist offen. In einer anderen Disziplin sind wir auf jeden Fall schon Spitzenreiter in Europa: fast zehn Kilo Schokolade konsumierte jeder Deutsche laut einer Erhebung des statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr. Das ist mehr als das Doppelte des EU-Durchschnitts. Doch sind wir dadurch auch weniger anfällig für Herzinfarkte?

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Einige Studien aus der jüngeren Vergangenheit lassen zumindest annehmen, dass regelmäßiger Verzehr von Schokolade und anderen kakaohaltigen Produkten die Regeneration des Gefäßsystems positiv beeinflusst. Das Stichwort heißt Flavanole. „Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist in einigen Sorten Obst, Gemüse, Tee und eben auch im Kakao reichlich enthalten“, erklärt Dr. med. Ralph Kallmayer, Chefarzt und Kardiologe der Helios-Klinik Lutherstadt Eisleben.

Seit einiger Zeit weiß man, dass Flavanole die Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid in der inneren Wand der Blutgefäße verbessern und zur Entspannung und zum Weiten der geschmeidigen Muskelzellen der Blutgefäße beitragen, was den Blutdruck senkt. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass das Blut weniger klebrig ist. Dieser positive Effekt ist in Studien nicht nur bei gesunden Menschen aufgetreten. Auch bei Patienten, die bereits mit Diabetes mellitus oder Bluthochdruck vorbelastet sind, war nach der Aufnahme von flavanolhaltigem Kakao eine Verbesserung der Funktion der Gefäßinnenhaut zu erkennen.

Doch die Untersuchungen sind noch am Anfang und die Faktenlage noch sehr vage. Deshalb rät der Chefarzt zu Vernunft und Augenmaß: „Ein kleines Stück Schokolade am Abend ist in Ordnung. Aber es sollte, besonders wenn man bereits mit Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck vorbelastet ist, keine ganze Tafel sein. Wenn man sich gleichzeitig ausreichend bewegt und auch sonst auf eine gesunde Ernährung achtet ist der regelmäßige Genuss von Schokolade in Maßen kein Problem“.



Autor: msh

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