Mi, 10:06 Uhr
03.05.2017
Agentur für Arbeit
3882 Menschen länger als ein Jahr ohne Job
Die Arbeitslosenzahlen in der Region sind weiter gesunken. Das geht aus einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Sangehausen hervor.
Die Bilanz zum Arbeitsmarkt im vierten Monat des Jahres ist gut. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und der Markt ist aufnahmefähig, sagt die Vorsitzende der Arbeitsagentur Martina Scherer.
Die Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen lag im April bei 1472. Das waren insgesamt 45 weniger als im März 2017, aber 26 mehr als vor einem Jahr. Grund dafür war das Ende von Qualifizierungsmaßnahmen und damit verbunden die erneuten Arbeitslosmeldungen. Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im April 1864 Personen. Zum Vormonat ist das ein Rückgang um 149. Es konnten 767 Menschen eine Arbeit aufnehmen. Das waren zwar 86 mehr als im März
2017. Jedoch fällt der Vergleich mit dem Vorjahr weniger positiv aus. Im April 2016 gab es rund 200 mehr Abmeldungen in Erwerbstätigkeit. Insgesamt sind die Arbeitsaufnahmen aber nachhaltiger geworden. Das heißt: Wer den Schritt aus der Arbeitslosigkeit geschafft hat, wird nicht wieder so schnell entlassen. Damit ist die Arbeitslosigkeit in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 400 Personen auf 7927 gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,4 Prozent.
Bei den Ausländern liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 441 Personen. Während in der Agentur für Arbeit lediglich 68 arbeitslose Ausländer betreut wurden (März: 91) waren es im Jobcenter Mansfeld-Südharz 373 (März: 361). Die meisten der arbeitslosen Ausländer gab es im April 2017 im Geschäftsstellenbezirk Eisleben (216), gefolgt von Sangerhausen (150) und Hettstedt (75).
Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer sind 238 Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien und Afghanistan. Diese Zahl wird in den nächsten Monaten noch steigen, wenn diese Menschen ihre Integrationskurse beenden und danach weiter vom Jobcenter betreut werden.
Während die Langzeitarbeitslosigkeit in absoluten Zahlen gesunken ist, erhöht sich der Anteil an allen Arbeitslosen immer mehr. Derzeit sind 3882 Menschen und damit jeder zweite der Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Job. Und es gibt auch regionale Unterschiede. Im Geschäftsstellenbereich Eisleben sind derzeit knapp 53 Prozent der Arbeitslosen langzeitarbeitslos, in Sangerhausen sind es 44 Prozent.
Um für diese Menschen nachhaltig ein Perspektive zu schaffen, müssen alle Verantwortlichen eng zusammenarbeiten, um individuelle Lösungen zu erarbeiten. Dazu gehört die Wirtschaft genauso, wie soziale Einrichtungen und Behörden, betont die Agenturchefin.
Aktuell werden 27,7 Prozent aller Arbeitslosen durch die Agentur für Arbeit betreut. Im April 2017 betraf das 2196 Männer und Frauen, 320 weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in der Agentur für Arbeit um 17 Personen. Grund dafür ist die seit Jahresbeginn zwischen Jobcenter und Agentur gewechselte Zuständigkeit bei den Aufstockern.
Im Jobcenter Mansfeld-Südharz werden aktuell 72,3 Prozent der arbeitslosen Menschen betreut. Das waren im Berichtsmonat 5731 Männer und Frauen, 80 Arbeitslose weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Jobcenter im April 2017 insgesamt 1156 Personen weniger arbeitslos (-16,8 Prozent).
Im April zeigt sich ein für die Jahreszeit typisches Bild. Arbeitsstellen konnten erfolgreich besetzt werden, andere wiederum mussten wegen geringer Chancen für eine Besetzung storniert werden. Von Arbeitgebern wurden 267 neue Stellenangebote gemeldet, genauso viele wie im Vorjahr. Im Vergleich zum März 2017 ging die Zahl um 28 Stellenangebote zurück. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Dachdecker/in; Gerüstbauer/in; Koch/Köchin; Tischler/in.
Damit sind jetzt insgesamt 877 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 37 weniger als im März und 59 weniger als vor einem Jahr im April.
Neben der Zahl der Arbeitslosen werden auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der so genannten Unterbeschäftigung im April bei 10466. Eine berufliche Weiterbildung oder eine Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahme absolvierten insgesamt 843 Personen. In geförderten Arbeitsgelegenheiten befanden sich 243 Menschen. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von14,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote bei 15,9 Prozent.
Autor: mshDie Bilanz zum Arbeitsmarkt im vierten Monat des Jahres ist gut. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und der Markt ist aufnahmefähig, sagt die Vorsitzende der Arbeitsagentur Martina Scherer.
Die Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen lag im April bei 1472. Das waren insgesamt 45 weniger als im März 2017, aber 26 mehr als vor einem Jahr. Grund dafür war das Ende von Qualifizierungsmaßnahmen und damit verbunden die erneuten Arbeitslosmeldungen. Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im April 1864 Personen. Zum Vormonat ist das ein Rückgang um 149. Es konnten 767 Menschen eine Arbeit aufnehmen. Das waren zwar 86 mehr als im März
2017. Jedoch fällt der Vergleich mit dem Vorjahr weniger positiv aus. Im April 2016 gab es rund 200 mehr Abmeldungen in Erwerbstätigkeit. Insgesamt sind die Arbeitsaufnahmen aber nachhaltiger geworden. Das heißt: Wer den Schritt aus der Arbeitslosigkeit geschafft hat, wird nicht wieder so schnell entlassen. Damit ist die Arbeitslosigkeit in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 400 Personen auf 7927 gesunken. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,4 Prozent.
Bei den Ausländern liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 441 Personen. Während in der Agentur für Arbeit lediglich 68 arbeitslose Ausländer betreut wurden (März: 91) waren es im Jobcenter Mansfeld-Südharz 373 (März: 361). Die meisten der arbeitslosen Ausländer gab es im April 2017 im Geschäftsstellenbezirk Eisleben (216), gefolgt von Sangerhausen (150) und Hettstedt (75).
Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer sind 238 Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien und Afghanistan. Diese Zahl wird in den nächsten Monaten noch steigen, wenn diese Menschen ihre Integrationskurse beenden und danach weiter vom Jobcenter betreut werden.
Während die Langzeitarbeitslosigkeit in absoluten Zahlen gesunken ist, erhöht sich der Anteil an allen Arbeitslosen immer mehr. Derzeit sind 3882 Menschen und damit jeder zweite der Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Job. Und es gibt auch regionale Unterschiede. Im Geschäftsstellenbereich Eisleben sind derzeit knapp 53 Prozent der Arbeitslosen langzeitarbeitslos, in Sangerhausen sind es 44 Prozent.
Um für diese Menschen nachhaltig ein Perspektive zu schaffen, müssen alle Verantwortlichen eng zusammenarbeiten, um individuelle Lösungen zu erarbeiten. Dazu gehört die Wirtschaft genauso, wie soziale Einrichtungen und Behörden, betont die Agenturchefin.
Aktuell werden 27,7 Prozent aller Arbeitslosen durch die Agentur für Arbeit betreut. Im April 2017 betraf das 2196 Männer und Frauen, 320 weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in der Agentur für Arbeit um 17 Personen. Grund dafür ist die seit Jahresbeginn zwischen Jobcenter und Agentur gewechselte Zuständigkeit bei den Aufstockern.
Im Jobcenter Mansfeld-Südharz werden aktuell 72,3 Prozent der arbeitslosen Menschen betreut. Das waren im Berichtsmonat 5731 Männer und Frauen, 80 Arbeitslose weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Jobcenter im April 2017 insgesamt 1156 Personen weniger arbeitslos (-16,8 Prozent).
Im April zeigt sich ein für die Jahreszeit typisches Bild. Arbeitsstellen konnten erfolgreich besetzt werden, andere wiederum mussten wegen geringer Chancen für eine Besetzung storniert werden. Von Arbeitgebern wurden 267 neue Stellenangebote gemeldet, genauso viele wie im Vorjahr. Im Vergleich zum März 2017 ging die Zahl um 28 Stellenangebote zurück. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Dachdecker/in; Gerüstbauer/in; Koch/Köchin; Tischler/in.
Damit sind jetzt insgesamt 877 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 37 weniger als im März und 59 weniger als vor einem Jahr im April.
Neben der Zahl der Arbeitslosen werden auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der so genannten Unterbeschäftigung im April bei 10466. Eine berufliche Weiterbildung oder eine Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahme absolvierten insgesamt 843 Personen. In geförderten Arbeitsgelegenheiten befanden sich 243 Menschen. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von14,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote bei 15,9 Prozent.