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Fr, 22:37 Uhr
07.04.2017
Regelschule Berga

Auszeichnung für Zivilcourage

Am letzten Schultag vor den Osterferien konnte die
Bundespolizei drei Schüler der Staatlichen Regelschule Berga für gezeigte Zivilcourage auszeichnen...


Im Januar dieses Jahres bekamen die zwölf bis 13 Jahre alten Jungs mit, wie einer ihrer Schulkameraden von einem anderen Jungen geschlagen wurde. Die Kinder wollten gerade mit dem Zug nach Hause fahren, als der damals 13-jährige Täter den Geschädigten zunächst Schnee ins Gesicht drückte und danach mit der Faust auf den Kopf schlug. Die drei gingen dazwischen, halfen dem Opfer und unterbanden weitere Auseinandersetzungen.

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Für dieses mutige und couragierte Verhalten zeichnete die Bundespolizei die drei Jungs im Rahmen einer Schulversammlung am heutigen Tag aus. Neben Präsenten und einem Gutschein gab es auch eine Urkunde für Zivilcourage, die alle drei unter dem Applaus ihrer Schulkameraden entgegennahmen.

Seit einiger Zeit schon führt die Bundespolizei - nicht nur in Schulen - Informationsveranstaltungen zum Thema Zivilcourage durch. Ausgrenzung, Bedrohung und Diskriminierung sind mitunter Teil unseres Alltags. Doch nur wenige schauen hin oder greifen ein - oft bleibt es bei guten Absichten. Sich mutig für andere einzusetzen und couragiert zu handeln, lässt sich aber trainieren.

Die Bundespolizei unterstützt mit ihren Schulungen beim Erwerb von Handlungskompetenzen, damit Betroffene in Situationen von Bedrohung und Diskriminierung mutig eingreifen und dazu beitragen, dass Konflikte mittels Verständigung gelöst werden. Wichtig in derartigen Fällen ist es, Handlungsalternativen im Kopf zu haben, um zu helfen, ohne sich jedoch selbst zu gefährden.

Zivilcourage in dem Zusammenhang meint nicht die körperliche Auseinandersetzung mit den Tätern zu suchen. Vielmehr geht es darum, Hilfe zu organisieren, andere Unbeteiligte einzubeziehen und zum Helfen zu motivieren, sich um das Opfer zu kümmern und als Zeuge für die Polizei zur Verfügung zu stehen.

Wichtig ist auch, rechtzeitig die Polizei zu rufen und Straftäter konsequent anzuzeigen. Nur so wird Strafverfolgung erst möglich. Eine gute Täterbeschreibung ist dabei immer hilfreich. So kann jeder als Zeuge und Helfer seinen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Dabei gelten sechs praktische Regeln für mehr Sicherheit im Alltag:

1. Ich helfe ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
3. Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein.
4. Ich organisiere Hilfe unter 110.
5. Ich kümmere mich um Opfer.
6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Eine Initiative der Polizei für mehr Zivilcourage finden Sie auch im Internet unter www.aktion-tu-was.de.
Autor: red

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