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Mo, 13:32 Uhr
03.04.2017
Biosphärenreservat Karstlandschaft

Einfach mal Bärlauch aufs Brot

Kräuterwanderung (Foto: Biosphärenreservat, Heinz Noack) Kräuterwanderung (Foto: Biosphärenreservat, Heinz Noack)
Wildkräuter stehen in vielen Familien auch in diesem Jahr offensichtlich wieder ganz oben auf dem Speiseplan. Rund 75 Männer und Frauen aus dem gesamten Harz nutzten am vergangenen Sonntag die Gelegenheit, sich von Katharina Bolle-Katthöver und Annegret Laube in die Geheimnisse der Kräuterwelt in Feld und Flur einweihen zu lassen. Beide sind zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und bieten gemeinsam seit 2012 solche thematischen Wanderungen an. Viel gelaufen wurde an diesem Tag nicht. Die Streuobstwiesen am Roten Kopf bei Agnesdorf boten dafür aber schon viele leckere Kräuter an. Besonders jetzt, in der ersten Wachstumsphase sind sie noch nicht verunreinigt und enthalten die meisten Vitamine und Wirkstoffe.

Vorgestellt wurde von den beiden Spezialistinnen neben dem bekannten Löwenzahn, der sich übrigens sehr gut für einen Frühlingskartoffelsalat oder als Beilage für ein Butterbrot eignet, auch die „Leitpflanze der Südharzer Karstregion“ – der Bärlauch. Er ist jetzt in der besten Wachstumsphase und kann zu dieser Jahreszeit eigentlich kaum mit unverträglichen Doppelgängern verwechselt werden. Als Salatbeilage, in Brotaufstrichen, als Pesto bis hin zu Würzpulver ist er der Spitzenreiter unter den Wildkräutern. Wohl kaum eine Familie nutzt ihn nicht. Da hat es der Giersch schon etwas schwerer. Er ist im Allgemeinen unter den Hobby-Gärtnern sehr unbeliebt und gilt als hartnäckig. Dabei sollte man ihn lieber nutzen als ausrotten. Früher ein beliebtes Heilmittel gegen Gicht, Husten, bei Erkältungen und vielem anderen mehr, wird er heute von Insidern als Gemüsebeilage und in Tees geschätzt. Eine ebenso klassische und beliebte Heilpflanze war die Schafgarbe, angewendet bei Frauenleiden und Verdauungsbeschwerden. Als Tee findet sie heute noch ihre Verwendung.

Wer sich auf dieser lehrreichen Kräuterwanderung gut informierte, kann seinen künftigen Speisezettel wesentlich vielfältiger gestalten. Gesund und schmackhaft sind die Wildkräuter noch dazu. Vor dem Verzehr sollten sie, mit Einschränkung bei gesammelten Blüten, nach eigenem Ermessen gewaschen werden. Auch der Standort zum Sammeln sollte beachtet werden. So empfiehlt sich die unmittelbare Straßennähe nicht als Sammelort. Besser geeignet sind dagegen alte Obstberge und Ödlandflächen. Rezepte gibt es genügend.

Am 7. Mai 2017 laden Katharina Bolle-Katthöver und Annegret Laube zur Familienwanderung auf den Streuobstwiesen am Parkplatz Bauerngraben ein. Auch dabei wird das Thema Kräuter wieder eine Rolle spielen.
Autor: msh

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