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Fr, 11:35 Uhr
03.02.2017
Kampagne gegen Koma-Saufen

„bunt statt blau“ startet in Mansfeld-Südharz

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2017 zur Alkoholprävention im Landkreis Mansfeld-Südharz. Im achten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken...


Hintergrund: 2015 kamen bundesweit erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen insgesamt leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

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Der Wettbewerb informiert kreativ über die Gefahren von Alkohol. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Aktion für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren durch Landesschirmherrin Marina Kermer. Alle Schulen im Landkreis Mansfeld-Südharz können bis zum 31. März teilnehmen. Es können auch Teams, Schulklassen oder Einzelbilder teilnehmen. Das Plakat muss das Format DIN A2 haben. Beim „Komasaufen“ gab es 2015 im Landkreis Mansfeld-Südharz mit 26 Betroffenen einen Anstieg um 4 Prozent.

„Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar. Nur so kann sich die gute Entwicklung auch dauerhaft fortsetzen und die Zahl der Klinikbehandlungen deutlich zurückgehen“, sagt Uwe Hennemann von der DAK-Gesundheit. „Bei bunt statt blau werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht.“

Schüler bekennen Farbe

Seit 2010 haben bundesweit rund 80.000 Kinder und Jugendliche bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet, darunter auch viele Schüler aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben Alkohol gehöre zum Feiern und Spaß haben dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Marina Kermer, Bundestagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt. „Mit ihren Plakaten bekennen junge Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2017 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury unter Beteiligung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler und der Band „Luxuslärm“ den Bundessieger. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Neu Sonderpreis auf Instagram

„Mit einem Instagram-Sonderpreis wird bunt statt blau jetzt noch attraktiver“, beschreibt DAK-Chef Uwe Hennemann die neue Idee ein Bild vom Plakat oder ein Video in das soziale Foto-Netzwerk hochzuladen. Ergänzend zu einem Geldpreis wartet auf den Gewinner noch eine Eintrittskarte für die re:publica 2018 in Berlin. Weitere Informationen zum Instagram-Sonderpreis und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

Auszeichnung für „bunt statt blau“

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Bildquelle: lechenie-narkomanii/pixabay.com
Autor: psg

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