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Mo, 15:06 Uhr
14.11.2016
HELIOS Klinik Eisleben

Video-Dolmetscher helfen bei Verständigung

Schwester Martina sucht auf dem Tablet die Sprache aus (Foto: Helios/G. Lakomy) Schwester Martina sucht auf dem Tablet die Sprache aus (Foto: Helios/G. Lakomy)
Für nicht-deutschsprachige Patienten ist es oft schwer, sich bei einer notwendigen Behandlung im Krankenhaus zu verständigen. Migranten und auch Touristen aus dem Ausland können den behandelnden Ärzten oder dem Pflegepersonal ihre Anliegen mitunter nur sehr eingeschränkt vermitteln. Wichtige Fragen zu Vorerkrankungen oder Details zur Diagnosestellung und hilfreichen Therapie sind schwer vermittelbar, wenn nicht beide – Patient und Arzt – die gleiche Sprache sprechen.

Insbesondere Notfallsituationen erfordern oftmals schnelles, bis in alle Details abgestimmtes Handeln. Um besser mit nicht-deutschsprachigen Patienten zu kommunizieren und die Sicherheit für die Patienten und Mitarbeiter zu erhöhen, hat die HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben das „Videodolmetschen“ eingeführt. Die Videodolmetscher unterstützen Patienten, Ärzte und Pflegekräfte in mehr als 15 verschiedenen Sprachen und einer Vielzahl von besonderen Dialekten.
Knapp 750 qualifizierte DolmetscherInnen mit akademischem Abschluss stehen zur Verfügung und können bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit online zugeschaltet werden.

Patienten haben so die Möglichkeit, ihr Anliegen und ihre Beschwerden besser zu erklären. Die Mediziner können mittels Dolmetscher Fragen stellen und so optimal zu Diagnose, Abläufen und mögliche Therapien informieren.

„Die schnelle Einsatzmöglichkeit des „Video-Dolmetschens“ erlaubt uns eine unmittelbare Verständigung mit nicht-deutschsprachigen Patienten. Denn im Notfall kann jede gewonnene Sekunde wertvoll sein“, sagt Schwester Martina Brendel „Es ist ein wichtiges Patientenrecht, im persönlichen Arzt-Patienten-Gespräch verständliche Informationen über die Diagnose und Behandlung zu erhalten. Die Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Videosystem haben uns gezeigt, wie überrascht und dankbar die Patienten sind, wenn sie sich mitteilen können und von uns verstanden fühlen.

Das erleichtert uns die Kommunikation sehr“, so die pflegerische Leiterin der Notaufnahme.
Auch auf den Stationen gibt es diese Möglichkeit des Dolmetschens per Videozuschaltung.
Autor: red

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