Fr, 18:03 Uhr
30.09.2016
Nach Restaurierung zeigt sich der Reformator in ganzer Pracht
Geheimnis gelüftet: Luther ist's!
Heute, am 30. September 2016, wurde das Geheimnis gelüftet, das seit Wochenbeginn einige Neugierige geplagt hatte: Wer oder was befindet sich unter dem riesigen blau-weißen Tuch, das mitten auf dem Eisleber Markt gen Himmel strebt? msh-online hatte noch am Montagabend gefragt: "Luther oder Lenin?" Kinder der evangelischen und katholischen Tagesstätten Eislebens durften heute Mittag das Tuch wegziehen. Es zeigte sich: Martin Luther.
Das Ereignis war von Hunderten Schaulustigen mitverfolgt worden. Erstmals seit Mai dieses Jahres, als das Denkmal demontiert und abtransportiert worden war, zeigte sich der Reformator wieder in alter Schönheit. Er war in der Zwischenzeit restauriert worden (siehe: msh-online vom 26. September 2016).
Enthüllung nach der Restaurierung. Ein denkwürdiger Augenblick, als die Hülle fällt. Die Menschen zu seinen Füßen sind fasziniert und begeistert: Luther ist zurück! (Foto: Jochen Miche)
Die Wiedereinweihung nach erfolgreicher Reinigung und teilweiser Reparatur der Bronzeskulptur, des Postaments mit den vier Bronzeplatten, der Treppenanlage und des Metallzaunes wurde festlich begangen. Im Mittelpunkt standen zweifellos die Kinder der beiden kirchlichen Einrichtungen der Lutherstadt. Die Mädchen und Jungen sangen christliche Lieder und durften zum Dank nicht nur Süßigkeiten und neben anderem von der Superintendentur geschenkte Lutherrosen-Bilder mit nach Hause nehmen, sondern vor allem das Denkmal enthüllen.
Bevor es jedoch so weit war, erinnerte Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer an die Geschichte des Denkmals, das von dem Berliner Bildhauer Rudolf Siemering geschaffen und im Jahr 1883 auf dem Eisleber Markt aufgestellt worden war. Nach ihrer insbesondere an die Kinder gerichteten kurzen Rede bat sie den Chef der Sparkasse Mansfeld-Südharz, Hans Ulrich Weiss, an das Mikrofon. Seinem öffentlich-rechtlichen Geldinstitut ist die Restaurierung des Denkmals im Wesentlichen zu verdanken; die Sparkassenstiftung gab den Mammutanteil der Sanierungskosten in Gesamthöhe von rund 170.000 Euro. Dank dieses Umstands haben sich die Sparkassenkunden der Region selbst dieses großartige Geschenk gemacht, deutete Weiss an; mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr und die tausenden und abertausenden Touristen und Gläubigen aus aller Welt, die 2017 nach Eisleben kommen und hoffentlich viele gute Eindrücke mit nach Hause nehmen werden, eine hervorragende Investition.
Superintendent Andreas Berger (links) kurz vor der Enthüllung des Denkmals nach dessen Restaurierung. (Foto: Jochen Miche)
Dritter im Bunde der das Fest mit einigen Worten bereichernden Redner war Superintendent Andreas Berger. Er überbrachte die Grüße aller evangelischen Gemeinden des Mansfelder Landes und des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, dem er vorsteht. Berger hatte in den zurückliegenden vier Monaten darüber gestaunt, welche große Aufmerksamkeit Martin Luther erfahren hat, als er gerade nicht da war. Für manche Menschen war die Lücke auf dem Markt so groß gewesen, dass ein Ersatz - eine Miniaturausgabe, die das komplette Denkmal in Fotografien zeigte - geschaffen werden musste.
Sie sorgen dafür, dass auch die daheim Gebliebenen miterleben können, welches Geheimnis heute in Eisleben gelüftet worden ist. (Foto: Jochen Miche)
Andreas Berger sagte unter anderem: "Ich wünsche uns, dass wir Martin Luther nicht nur als historische Figur, nicht nur als einen Mann, dem wir Schriftsprache, Bildung, Kultur und Freiheit verdanken, sondern dass wir ihn als unerschrockenen Geist, der mutig seinen Weg gegangen ist, sehen." Diesen schönen Satz konnte nur noch eins toppen: die Enthüllung des Denkmals.
Jochen Miche
Autor: jmDas Ereignis war von Hunderten Schaulustigen mitverfolgt worden. Erstmals seit Mai dieses Jahres, als das Denkmal demontiert und abtransportiert worden war, zeigte sich der Reformator wieder in alter Schönheit. Er war in der Zwischenzeit restauriert worden (siehe: msh-online vom 26. September 2016).
Enthüllung nach der Restaurierung. Ein denkwürdiger Augenblick, als die Hülle fällt. Die Menschen zu seinen Füßen sind fasziniert und begeistert: Luther ist zurück! (Foto: Jochen Miche)
Die Wiedereinweihung nach erfolgreicher Reinigung und teilweiser Reparatur der Bronzeskulptur, des Postaments mit den vier Bronzeplatten, der Treppenanlage und des Metallzaunes wurde festlich begangen. Im Mittelpunkt standen zweifellos die Kinder der beiden kirchlichen Einrichtungen der Lutherstadt. Die Mädchen und Jungen sangen christliche Lieder und durften zum Dank nicht nur Süßigkeiten und neben anderem von der Superintendentur geschenkte Lutherrosen-Bilder mit nach Hause nehmen, sondern vor allem das Denkmal enthüllen.
Bevor es jedoch so weit war, erinnerte Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer an die Geschichte des Denkmals, das von dem Berliner Bildhauer Rudolf Siemering geschaffen und im Jahr 1883 auf dem Eisleber Markt aufgestellt worden war. Nach ihrer insbesondere an die Kinder gerichteten kurzen Rede bat sie den Chef der Sparkasse Mansfeld-Südharz, Hans Ulrich Weiss, an das Mikrofon. Seinem öffentlich-rechtlichen Geldinstitut ist die Restaurierung des Denkmals im Wesentlichen zu verdanken; die Sparkassenstiftung gab den Mammutanteil der Sanierungskosten in Gesamthöhe von rund 170.000 Euro. Dank dieses Umstands haben sich die Sparkassenkunden der Region selbst dieses großartige Geschenk gemacht, deutete Weiss an; mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr und die tausenden und abertausenden Touristen und Gläubigen aus aller Welt, die 2017 nach Eisleben kommen und hoffentlich viele gute Eindrücke mit nach Hause nehmen werden, eine hervorragende Investition.
Superintendent Andreas Berger (links) kurz vor der Enthüllung des Denkmals nach dessen Restaurierung. (Foto: Jochen Miche)
Dritter im Bunde der das Fest mit einigen Worten bereichernden Redner war Superintendent Andreas Berger. Er überbrachte die Grüße aller evangelischen Gemeinden des Mansfelder Landes und des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, dem er vorsteht. Berger hatte in den zurückliegenden vier Monaten darüber gestaunt, welche große Aufmerksamkeit Martin Luther erfahren hat, als er gerade nicht da war. Für manche Menschen war die Lücke auf dem Markt so groß gewesen, dass ein Ersatz - eine Miniaturausgabe, die das komplette Denkmal in Fotografien zeigte - geschaffen werden musste.
Sie sorgen dafür, dass auch die daheim Gebliebenen miterleben können, welches Geheimnis heute in Eisleben gelüftet worden ist. (Foto: Jochen Miche)
Andreas Berger sagte unter anderem: "Ich wünsche uns, dass wir Martin Luther nicht nur als historische Figur, nicht nur als einen Mann, dem wir Schriftsprache, Bildung, Kultur und Freiheit verdanken, sondern dass wir ihn als unerschrockenen Geist, der mutig seinen Weg gegangen ist, sehen." Diesen schönen Satz konnte nur noch eins toppen: die Enthüllung des Denkmals.
Jochen Miche









