Mo, 21:23 Uhr
20.06.2016
Statistisches Landesamt informiert
354 Milliarden Anlagevermögen
Das Bruttoanlagevermögen Sachsen-Anhalts bezifferte sich im Jahr 2013 auf 354 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr erhöhte es sich um 1,5 Prozent bzw. 5 Mrd. EUR.
Dieses im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Bruttoanlagevermögen umfasst alle produzierten Vermögensgüter, die länger als ein Jahr wiederholt oder dauerhaft in der Produktion eingesetzt werden. Es stellt den derzeitig vorhandenen Kapitalbestand aus den Investitionen der Vergangenheit zum Neuwert dar ohne Berücksichtigung der Wertminderung durch Verschleiß und Verbrauch. Das Anlagevermögen gliedert sich in Ausrüstungen, sonstige Anlagen und Bauten.
In Sachsen-Anhalt bestand das Anlagevermögen zu 80 Prozent aus Bauten, zu denen neben Wohn- und Nichtwohnbauten auch Brücken, Straßen, Flugplätze, Kanäle u. Ä. zählen. Das in Bauten gebundene Vermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zu und erreichte im Jahr 2013 eine Höhe von 285 Mrd. EUR. Der prozentuale Zuwachs lag unter dem Deutschlandwert von 3,8 Prozent.
Die restlichen 20 Prozent des Vermögens waren in Ausrüstungen (Maschinen, maschinelle Anlagen, militärische Waffensysteme, Fahrzeuge) und sonstigen Anlagen (geistiges Eigentum, wie z. B. Forschung und Entwicklung, Software und Urheberrechte sowie Nutztiere und Nutzpflanzungen) gebunden. Bei den Ausrüstungen und sonstigen Anlagen ging das Vermögen um 0,3 Prozent zurück und bezifferte sich auf 69 Mrd. EUR. Deutschlandweit erhöhte sich das Ausrüstungsvermögen um 1,3 Prozent.
Während das Bruttoanlagevermögen den Neuwert des Anlagevermögens widerspiegelt, werden beim Nettoanlagevermögen die seit dem Investitionszeitpunkt aufgelaufenen Abschreibungen abgezogen. Es berücksichtigt die im Zeitverlauf eintretende Wertminderung und bildet somit den Zeitwert der Anlagegüter ab. Das Nettoanlagevermögen belief sich im Jahr 2013 in Sachsen-Anhalt auf 215 Mrd. EUR, im Vorjahresvergleich entsprach das einem Plus von 0,8 Prozent. Deutschlandweit fiel der Zuwachs mit 2,8 Prozent höher aus.
Das Verhältnis von Netto- zu Bruttoanlagevermögen (jeweils zu Wiederbeschaffungspreisen) wird als Modernitätsgrad bezeichnet. Dieses Maß drückt aus, wie viel Prozent des Vermögens noch nicht abgeschrieben sind und gibt damit Aufschluss über den Alterungsprozess des Anlagevermögens.
Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalts mitteilte, bezifferte sich der Modernitätsgrad des Anlagevermögens im Jahr 2013 auf 60,7 Prozent. Dieser Wert fiel höher aus als bundesweit (56,9 Prozent) und niedriger als in den anderen neuen Bundesländern
(61,5 Prozent). Der seit 1999 zu beobachtende Rückgang des Modernitätsgrades trifft alle
neuen Bundesländer gleichermaßen.
Der Alterungsprozess vollzieht sich beim Ausrüstungs- und Bauvermögen in unterschiedlichem Maße. Bedingt durch die kürzere Nutzungsdauer und den schnelleren Verschleiß setzt die Alterung bei den Ausrüstungen früher ein. Im Jahr 2013 lag der Modernitätsgrad des Ausrüstungsvermögens in Sachsen-Anhalt bei 48,7 Prozent und damit um 14,9 Prozentpunkte unter dem des Bauvermögens, der sich auf 63,6 Prozent bezifferte.
Diese publizierten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt
Sachsen-Anhalt angehört. Die Daten entsprechen der europäischen Rechtsgrundlage ESVG 2010 und wurden im Rahmen der Revision 2014 ermittelt.
Weitere detaillierte Ergebnisse zum Anlagevermögen Sachsen-Anhalts und aller Bundesländer veröffentlicht der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder in seiner Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 4 Anlagevermögen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland bzw. auf der Internetseite www.vgrdl.de.
Autor: jmDieses im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Bruttoanlagevermögen umfasst alle produzierten Vermögensgüter, die länger als ein Jahr wiederholt oder dauerhaft in der Produktion eingesetzt werden. Es stellt den derzeitig vorhandenen Kapitalbestand aus den Investitionen der Vergangenheit zum Neuwert dar ohne Berücksichtigung der Wertminderung durch Verschleiß und Verbrauch. Das Anlagevermögen gliedert sich in Ausrüstungen, sonstige Anlagen und Bauten.
In Sachsen-Anhalt bestand das Anlagevermögen zu 80 Prozent aus Bauten, zu denen neben Wohn- und Nichtwohnbauten auch Brücken, Straßen, Flugplätze, Kanäle u. Ä. zählen. Das in Bauten gebundene Vermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zu und erreichte im Jahr 2013 eine Höhe von 285 Mrd. EUR. Der prozentuale Zuwachs lag unter dem Deutschlandwert von 3,8 Prozent.
Die restlichen 20 Prozent des Vermögens waren in Ausrüstungen (Maschinen, maschinelle Anlagen, militärische Waffensysteme, Fahrzeuge) und sonstigen Anlagen (geistiges Eigentum, wie z. B. Forschung und Entwicklung, Software und Urheberrechte sowie Nutztiere und Nutzpflanzungen) gebunden. Bei den Ausrüstungen und sonstigen Anlagen ging das Vermögen um 0,3 Prozent zurück und bezifferte sich auf 69 Mrd. EUR. Deutschlandweit erhöhte sich das Ausrüstungsvermögen um 1,3 Prozent.
Während das Bruttoanlagevermögen den Neuwert des Anlagevermögens widerspiegelt, werden beim Nettoanlagevermögen die seit dem Investitionszeitpunkt aufgelaufenen Abschreibungen abgezogen. Es berücksichtigt die im Zeitverlauf eintretende Wertminderung und bildet somit den Zeitwert der Anlagegüter ab. Das Nettoanlagevermögen belief sich im Jahr 2013 in Sachsen-Anhalt auf 215 Mrd. EUR, im Vorjahresvergleich entsprach das einem Plus von 0,8 Prozent. Deutschlandweit fiel der Zuwachs mit 2,8 Prozent höher aus.
Das Verhältnis von Netto- zu Bruttoanlagevermögen (jeweils zu Wiederbeschaffungspreisen) wird als Modernitätsgrad bezeichnet. Dieses Maß drückt aus, wie viel Prozent des Vermögens noch nicht abgeschrieben sind und gibt damit Aufschluss über den Alterungsprozess des Anlagevermögens.
Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalts mitteilte, bezifferte sich der Modernitätsgrad des Anlagevermögens im Jahr 2013 auf 60,7 Prozent. Dieser Wert fiel höher aus als bundesweit (56,9 Prozent) und niedriger als in den anderen neuen Bundesländern
(61,5 Prozent). Der seit 1999 zu beobachtende Rückgang des Modernitätsgrades trifft alle
neuen Bundesländer gleichermaßen.
Der Alterungsprozess vollzieht sich beim Ausrüstungs- und Bauvermögen in unterschiedlichem Maße. Bedingt durch die kürzere Nutzungsdauer und den schnelleren Verschleiß setzt die Alterung bei den Ausrüstungen früher ein. Im Jahr 2013 lag der Modernitätsgrad des Ausrüstungsvermögens in Sachsen-Anhalt bei 48,7 Prozent und damit um 14,9 Prozentpunkte unter dem des Bauvermögens, der sich auf 63,6 Prozent bezifferte.
Diese publizierten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt
Sachsen-Anhalt angehört. Die Daten entsprechen der europäischen Rechtsgrundlage ESVG 2010 und wurden im Rahmen der Revision 2014 ermittelt.
Weitere detaillierte Ergebnisse zum Anlagevermögen Sachsen-Anhalts und aller Bundesländer veröffentlicht der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder in seiner Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 4 Anlagevermögen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland bzw. auf der Internetseite www.vgrdl.de.