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So, 11:47 Uhr
27.03.2016
Mehr als 60 Osterfeuer und viele Umzüge im Mansfelder Land

Tausende Menschen folgten dem Licht

In Wimmelburg kamen gestern Abend hunderte Menschen zum Osterfeuer. (Foto: Jochen Miche) In Wimmelburg kamen gestern Abend hunderte Menschen zum Osterfeuer. (Foto: Jochen Miche) An rund 60 Orten des Mansfelder Landes brannten zwischen Gründonnerstag und Ostern knapp 70 Osterfeuer. In der Mehrzahl waren sie von den örtlichen Feuerwehren organisiert worden, die sich vielfach auch um die Versorgung kümmerten.

Zu den Veranstaltern gehörten aber auch Pfingstvereine, wie gestern Abend in Augsdorf. In mehreren Orten wurde das Osterfeuer mit einem Laternenumzug eingeleitet. In Gerbstedt beispielsweise war bereits am Gründonnerstag zu einem Umzug eingeladen worden, der am Markt begann und zum Sportplatz führte, wo die Gruppe „Seamless“ für Unterhaltung sorgte.

Auch in Wolferode ging es bereits am Gründonnerstag hoch her. Dort wurde ein kluger Schachzug getan: Damit auch die Kinder möglichst viel vom Osterfeuer haben, wurde nicht mit dem Fackelumzug begonnen, sondern mit dem Entzünden des Feuers. Da vom Osterfeuer erfahrungsgemäß die Kinder (natürlich auch die Erwachsenen) kaum wegzukriegen sind, was bei Eltern und Großeltern zuweilen zu Osterstress mit den Kleinen führen kann, drehten die Organisatoren hier alles um: Gegen 17 Uhr wurde auf dem Festplatz der Kleingartenanlage „Rose“ das Osterfeuer entzündet und gegen 19.30 Uhr der Lampion- und Fackelumzug mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Blankenheim gestartet. Hier hatten es die Eltern viel leichter als in anderen Orten, ihren Kindern ein herrlich knäckerndes Osterfeuer und einen Umzug mit Musik zu bieten, an dessen Ende die meisten Kleinen bereits ausreichend geschafft waren, um freiwillig mit nach Hause zu kommen.

In Großörner startete ein Laternenumzug gestern Abend, 19 Uhr, am Geschäftshaus in der Ortsmitte und endete auf dem Festplatz am Freibad. Dort wurde feierlich das Osterfeuer angezündet. Höhepunkt hier war jedoch ein Höhenfeuerwerk zu später Abendstunde. In vielen weiteren Orten gab es Laternen- und Fackelumzüge, so bereits am Donnerstag am Rittergut in Rödgen oder gestern Abend in Siersleben.

In einigen Orten wurde gleich zu mehreren Osterfeuern eingeladen. In Allstedt hatten Interessierte gestern Abend zunächst Gelegenheit, sich ab 18 Uhr am AWG-Sportplatz in den Fackelumzug einzureihen und das Osterfeuer dort mitzuerleben und ab 19 Uhr zum Osterfeuer auf dem Vereinsgelände des Ferrari-Fanclubs „Jolo“ zu schauen.

In Hettstedt lud bereits am Gründonnerstag ab 20 Uhr die Hafenbar zum Osterfeuer ein; Wasser zum Löschen gab es hier ja ausreichend - in der Wipper, welche der Hafenbar zu ihrem Namen verhalf. Gar nicht so weit entfernt von hier, ebenfalls im Ortsteil Altdorf-Burgörner, luden gestern Abend die dortige Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr ab 18 Uhr zum traditionellen Osterfeuer ein.

Organisiert wurden die Osterfeuer überwiegend von den Freiwilligen Feuerwehren der Ortschaften. Aber auch von Pfingst- und Heimatvereinen, Gastronomen und privaten Veranstaltern. So gehört das von Thomas Arndt in Sangerhausen auf seinem Betriebsgelände in der Hüttenstraße organisierte Osterfeuer alljährlich zu den schönsten und anheimelndsten, das stets in eine liebevoll vorbereitete Ostersonnabend-Party übergeht. Diese Feier, zu der sich gestern Abend sogar drei Holländerinnen verlaufen hatten, welche selbstverständlich gleich zu Essen und Trinken eingeladen wurden, ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein Unternehmer auf unaufdringliche Weise seinen Verwandten, Freunden und Kollegen Dankeschön sagen kann für ein herzliches, freundschaftliches oder auch "nur" kollegiales Miteinander. Und es ist für noch etwas gut: Für Wissenserweiterung. So lernten gestern Abend beispielsweise die drei Holländerinnen erstmals in ihrem Leben Radeberger Pilsner kennen - und schätzen. Jedenfalls sagten sie das bereits nach dem ersten Bier, nach dem sie sich allerdings auch fröhlich von ihren neuen Sangerhäuser Bekannten verabschiedeten und zu ihrem eigentlichen Ziel aufmachten.

Jochen Miche
Autor: jm

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