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Sa, 20:39 Uhr
26.03.2016
Osterhäuser Kampfkunstschüler suchen Ostereier

Langohr bei den Kampfosterhasen

Malte hat seine Osterüberraschung gefunden. (Foto: Claudia Franke) Gruppenfoto mit Hasen. Heute brachte der Osterhase jedem Osterhäuser Kampfsportler eine kleine Osterüberraschung. (Foto: Claudia Franke) Das Wort Ostern hat in Osterhausen geradezu inflationären Charakter angenommen. Sensei Claudia Franke sagte dem msh-online-Reporter mit einem Augenzwinkern: Die Osterhäuser Kampfosterhasen suchten heute im Osterhasendorf Osterhausen Ostereier in Kampfosterhasenkörbchen. Wie bitte? Haben die Kampfosterhasen zu viele Liköreier genascht? Wir wollten es genauer wissen.

Jeden Freitag und Sonnabend findet in der Turnhalle der Grundschule Osterhausen das Training der Kampfkunstschule Osterhausen statt. Gestern fiel es auf wegen des Feiertags. Heute fand es statt.

Aber heute war alles ein bisschen anders. Vor allem gegen Ende des Trainings. Da nämlich hoppelte ein Kampflangohr in die Halle, wo die Kampfküken der Osterhäuser Kampfkunstschule gerade dabei waren, sich in den Künsten des Ki Do Ryu und des Jiu Jitsu zu üben. Als der Osterhase erkannte, welche – noch recht kurzbeinige, aber sehr gefährliche – Kampfeselite sich in allerlei Verknotungen übte, war es mit seiner Lust, am Training teilzunehmen, erst einmal vorbei.

O-Sensei (Großmeister) Claudia Franke und Sensei (Trainer) René Scholz hielten den Hoppelhasen an Ohren und Schwanz fest und beruhigten ihn. „Du musst vor uns doch keine Angst haben, lieber Angstha.., äh, Osterhase“, sagte Claudia, und René ergänzte: „Es ist doch morgen Ostern. Hast du nicht ein paar Kleinigkeiten für unsere Kampfkrümel dabei?“

Daraufhin fasste sich der Osterhase ein Herz, das so groß wie der Sack eines Weihnachtsmannes im Dezember ist, griff hinein, ging hinaus und versteckte, was er mitgebracht hatte.

Punkt zwölf Uhr begab sich die Osterhäuser Kampfeselite in größter Disziplin (ein Beobachter sprach vom Ausflug eines Heuschreckenschwarms) nach draußen. Dort schwärmten sie wie bei einem Großeinsatz des SEK aus und suchten die Hinterlassenschaften des Osterhasen.

Tatsächlich fand Groß und Klein etwas, das er freudig mit nach Hause nehmen konnte. Der Osterhase freute sich ebenfalls, dass er die vielen Kampfosterhasenkörbchen nicht wieder zurück in sein Osterhäuser Osterhasenzuhause mitnehmen musste.

Zum Alltag gehören Training und Feiern

Was war geschehen? Zum Alltag der Kampfkunstschule Osterhausen gehören nicht nur diszipliniertes und regelmäßiges Training, Auftritte, Wettkämpfe und Lehrgänge, sondern auch viel Spaß. So zum Beispiel zu Weihnachten, beim Sommerfest, beim mehrtägigen Feriencamp – oder eben auch zu Ostern. Seit inzwischen 20 Jahren kommt zwischen Karfreitag und Ostersonntag der Osterhase und bringt den Kleinen wie den Großen eine kleine Überraschung. In diesem Jahr hatte Pauline Franke unter Mithilfe ihrer Schwester Gwendolin besondere Körbchen gebastelt. Sie hatten die Form eines kleinen Kampfosterhasen, der wie die echten KSO-Meister eine rote Jacke mit dem KSO-Logo (Kampfkunstschule Osterhausen) trug. Eine echte Fleißarbeit der bastelnden Grüngurt-Trägerin Pauline. Die Körbchen wurden anschließend mit Süßigkeiten und jeweils einem Osterei gefüllt.

Die Kampfkunstschule Osterhausen gibt es seit 1995. Sie wurde gegründet und wird bis heute geleitet von O-Sensei Claudia Franke. Das Training findet allwöchentlich freitags von 16.30 bis 18.30 Uhr und sonnabends zwischen 10 und 12 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Osterhausen statt. Interessierte haben die Möglichkeit zu einem vierwöchigen kostenlosen Probetraining. Weitere Schulen, die das Ki Do Ryu trainieren (des hier begründeten, international anerkannten Stils), befinden sich inzwischen in Halle/Saale, Hettstedt und Stendal.

Nachtrag:
Es wurden im gesamten Kampfkunstschulgelände keine Likörostereier gefunden – nicht einmal die Verpackung. Was auf drei Dinge schließen lässt: Entweder sind ihre Kampfkunstschüler, wie Claudia Franke immer behauptet, wirklich super ordentliche Sportler, die nie und nirgends Abfall liegen lassen, oder sie sind so gewitzt, sämtliche Spuren, die auf Liköreier schließen lassen könnten, zu beseitigten, oder der Osterhase hat wirklich keine Likörostereier gebracht. Wir lassen Letzteres gelten.

Jochen Miche

Weitere Informationen unter: www.kidoryu-osterhausen.de
Der Osterhase erschrak zunächst angesichts dieses Scherensprunges und wollte fliehen. Dann aber ließ er sich zu einer guten Tat überreden. (Foto: Claudia Franke)
Gesammeltes Kunsthandwerk von Pauline. (Foto: Claudia Franke)
Über diese kleinen Osterüberraschungen freute sich jeder. (Foto: Claudia Franke)
Entdeckt und für gut befunden: Marie mit ihrer Überraschung. (Foto: Claudia Franke)
Eine zweite Osterüberraschung kam von oben: die Sonne. Nach Tagen ließ sie sich erstmals wieder blicken. Hardi reckte ihr seine Nase entgegen. (Foto: Claudia Franke)
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