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Mo, 00:04 Uhr
09.11.2015
Tagung des Arbeitskreises Fledermäuse Sachsen-Anhalt auf Schloss Mansfeld

Kleine Hufeisennase ganz groß

Rund 100 Fledermauskundler nahmen an der dreitägigen Konferenz auf Schloss Mansfeld teil. (Foto: Jochen Miche) Rund 100 Fledermauskundler nahmen an der dreitägigen Konferenz auf Schloss Mansfeld teil. (Foto: Jochen Miche) Auf Schloss Mansfeld kam an diesem Wochenende vieles zusammen. Rund 100 Fledermauskundler befassten sich mit Themen wie Bestandsaufnahmen, Infrarottechnik oder „Bio-Lämmer am Grill“.

Das Letzte zuerst: Schleswig-Holsteiner Bio-Lämmer am Grill nach Balkanart zubereitet, Schlachteplatte und Vegetarisches – das hörte sich ja richtig gut an. Und wer wusste, dass Edda Kreidelmeyer aus der Holsteinischen Schweiz zwei Schafe mitgebracht hatte, die zuvor in der Landschaftspflege eingesetzt waren, der durfte sich am Samstagabend mit besonders großem Appetit über seinen Braten hermachen.

Doch das leckere Abendessen war selbstredend nicht der Anlass der rund 100 Frauen und Männer aus ganz Deutschland, sich an diesem Wochenende auf den Weg nach Mansfeld zu begeben. Grund der Dreitagesreise war eine fledermauskundliche Tagung auf Schloss Mansfeld. Ein ausgesprochen dichtes Vortragsprogramm hatten der Roßlaer Bernd Ohlendorf, Vorsitzender des Arbeitskreises Fledermäuse, und sein Team vorbereitet.

Vorträge wurden im Stundentakt gehalten. Hier gab es Themen wie „Von zeltenden Fledermäusen“, „Zur Wiederentdeckung der Kleinen Hufeisennase im Südharz“, „Zur Bestandsentwicklung der Kleinen Hufeisennase im Kyffhäuser“, „Gefahren durch den Prädator Waschbär“ oder „Phänologische und reproduktionsbiologische Studien an über 10-jährigen Fransenfledermäusen“. Eine große Rolle spielte die Infrarottechnik – sowohl in Vorträgen wie „Infrarotaufzeichnungen an Karstspalten bei Questenberg im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“, als auch in der praktischen Anwendung. So fand in einem Workshop eine Präsentation von Infrarottechnik für Fledermauserfassungen an der Münze im Schloss Mansfeld statt. Ein anderer Workshop hatte das Thema „Präsentation Batlogger für Fledermauserfassungen“.

Der Nachwuchs des Arbeitskreises Fledermäuse Sachsen-Anhalt, das Team „Junge Fledermausforscher“, präsentierte sein eigenes Projekt: Mopsfledermaus-Netzfang in den Gewölben des Schlosses.
Jochen Miche

Der Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V. informiert über seine Arbeit auf seiner Homepage http://www.fledermaus-aksa.de/
Dort ist über die Ziele des Vereins Folgendes zu lesen:
„Der Arbeitskreis widmet sich aktiv dem Fledermausschutz und der Fledermausforschung in Sachsen-Anhalt. Nationale und internationale Artenschutzbestimmungen bilden die Grundlage unseres Handelns; wir entwickeln und setzen Fledermausschutzprojekte in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus um. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, wie Vorträge, Publikationen, Fledermauscamps und anderes mehr, wollen wir Ziele und Inhalte eines notwendigen Fledermausschutzes vermitteln. Wir bieten Möglichkeiten, diese interessante Artengruppe kennen zu lernen und Wissenswertes über ihre Lebensweise zu erfahren.
Der Verein arbeitet eng mit der Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt im Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ zusammen.
Für die Erfassung von Fledermausarten, u.a. auch für die Umsetzung von Monitoringprogrammen, sind wir auf die Mitarbeit Vieler angewiesen. Aus diesem Grund freuen wir uns über jegliche Hinweise zu Vorkommen von Fledermäusen und anderes. Anfragen und Meldungen richten Sie bitte an unsere Kontaktadresse oder einen Ansprechpartner.“
Vor dieser mittelalterlichen Kulisse stellten sich die Tagungsteilnehmer für ein Foto auf. Von besonderem Interesse auf dem Schlossgelände sind für die Fachleute allerdings auch Gewölbe und die verschiedensten dunklen Räume, in denen Fledermäuse leben. (Foto: Jochen Miche)
Zwei Bio-Schafe standen - neben anderen leckeren Gerichten - am Samstagabend auf dem Speiseplan. Fachmännisch zubereitet wurden sie von Frank Becker (links) und Bernd Scheffler aus Braunschwende. (Foto: Jochen Miche)
Autor: jm

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