Standortnachteile abbauen
Dienstag, 21. Dezember 2010, 10:42 Uhr
Das Thüringer Kabinett hat heute eine Bundesratsinitiative beschlossen, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die Netzentgelte zu vereinheitlichen. In Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Berlin liegen die Netzentgelte etwa doppelt so hoch wie in den anderen Bundesländern...
Die Folge: Die Strompreise sind in den mehrheitlich ostdeutschen Ländern um etwa 20 Prozent höher. Die industrielle Entwicklung in Thüringen wird dadurch gefährdet, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Als Wirtschaftsstandort hat der Freistaat erhebliche Nachteile, wenn Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, höhere Strompreise aufgrund höherer Netzentgelte zahlen müssen.
Wir brauchen faire Standortbedingungen in den neuen Bundesländern, forderte der Minister. Das Wirtschaftsministerium hat in das Kabinett daher eine Bundesratsinitiative eingebracht, die zu einer Vereinheitlichung der Netzentgelte in allen Bundesländern führend soll. Die unterschiedlichen Netzentgelte, die in den neuen Ländern um 100 Prozent höher liegen, sind ein entscheidender Faktor für die Ungleichheit.
In den neuen Bundesländern werden 22 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Bevölkerung versorgt und 20 Prozent des Stromes verbraucht, aber 42 Prozent der Windkraftleistung erbracht. Die ostdeutschen Bundesländer werden dafür bestraft, dass sie nachhaltigen und klimafreundlichen Strom produzieren, kritisierte Machnig.
Die daraus resultierenden hohen Netzentgelte führen dazu, dass sich in den neuen Bundesländern weniger stromintensive Industriekunden ansiedeln. Diese suchen vielmehr nach Standorten, die geringere Netzkosten aufweisen. Der Industriestandort Thüringen muss wettbewerbsfähig bleiben, sagte der Minister.
Der Thüringer Wirtschaftsminister fordert daher die Wirtschaftsminister der anderen betroffenen Bundesländer auf, diese Bundesratsinitiative zu unterstützen. Die zentrale Forderung: Die Netzentgelte auf der Übertragungs- und Verteilnetzebene sollen durch einen bundesweiten Kostenmechanismus ausgeglichen und damit vereinheitlicht werden.
Autor: nnzDie Folge: Die Strompreise sind in den mehrheitlich ostdeutschen Ländern um etwa 20 Prozent höher. Die industrielle Entwicklung in Thüringen wird dadurch gefährdet, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Als Wirtschaftsstandort hat der Freistaat erhebliche Nachteile, wenn Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, höhere Strompreise aufgrund höherer Netzentgelte zahlen müssen.
Wir brauchen faire Standortbedingungen in den neuen Bundesländern, forderte der Minister. Das Wirtschaftsministerium hat in das Kabinett daher eine Bundesratsinitiative eingebracht, die zu einer Vereinheitlichung der Netzentgelte in allen Bundesländern führend soll. Die unterschiedlichen Netzentgelte, die in den neuen Ländern um 100 Prozent höher liegen, sind ein entscheidender Faktor für die Ungleichheit.
In den neuen Bundesländern werden 22 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Bevölkerung versorgt und 20 Prozent des Stromes verbraucht, aber 42 Prozent der Windkraftleistung erbracht. Die ostdeutschen Bundesländer werden dafür bestraft, dass sie nachhaltigen und klimafreundlichen Strom produzieren, kritisierte Machnig.
Die daraus resultierenden hohen Netzentgelte führen dazu, dass sich in den neuen Bundesländern weniger stromintensive Industriekunden ansiedeln. Diese suchen vielmehr nach Standorten, die geringere Netzkosten aufweisen. Der Industriestandort Thüringen muss wettbewerbsfähig bleiben, sagte der Minister.
Der Thüringer Wirtschaftsminister fordert daher die Wirtschaftsminister der anderen betroffenen Bundesländer auf, diese Bundesratsinitiative zu unterstützen. Die zentrale Forderung: Die Netzentgelte auf der Übertragungs- und Verteilnetzebene sollen durch einen bundesweiten Kostenmechanismus ausgeglichen und damit vereinheitlicht werden.
