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KI im Musikunterricht

Montag, 22. Juni 2026, 11:13 Uhr
Wie kann Künstliche Intelligenz den Musikunterricht sinnvoll unterstützen? Welche Chancen eröffnet sie für Lehrkräfte und Lernende, und wo liegen ihre Grenzen? Die Landesmusikakademie in Sondershausen hat jetzt dazu ein Positionspapier veröffentlicht...

Bild: Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay )
Wie kann Künstliche Intelligenz den Musikunterricht sinnvoll unterstützen? Welche Chancen eröffnet sie für Lehrkräfte und Lernende, und wo liegen ihre Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich bereits im Mai 2025 der Fachtag „KI im Musikunterricht – Chancen und Herausforderungen“ an der Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen. Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wissenschaft, Bildungspolitik und Unterrichtspraxis diskutierten dort erstmals gemeinsam die Potenziale und Herausforderungen des KI-Einsatzes im schulischen Musikunterricht.

Auf Grundlage der dort gewonnenen Erkenntnisse hat der Landesmusikrat Thüringen nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Musikunterricht ein Positionspapier zur Nutzung Künstlicher Intelligenz im Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen veröffentlicht. Die Inhalte des Positionspapiers stehen ab sofort in einer interaktiven Web-Publikation zur Verfügung. Hier werden die zentralen Themen verständlich aufbereitet, erläutert und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich gemacht.

„Unser Anliegen ist es, Lust auf KI zu machen und zugleich Bewusstsein für ihre Grenzen zu schaffen. Wir sollten uns nicht von technischen Entwicklungen treiben lassen, sondern selbst definieren, welche Bildungsziele wir mit KI erreichen wollen – mit dem Lernprozess der Schülerinnen und Schüler im Zentrum“, erklärt Ulrich Frefat, Vizepräsident des Landesmusikrates Thüringen, Vorstandsmitglied des Landesverbands des BMU und Fachleiter Musik.

Die Web-Publikation richtet sich vor allem an Musiklehrkräfte aller Schularten. Sie bietet darüber hinaus Schulleitungen, Schulträgern und bildungspolitisch Verantwortlichen Orientierung und spricht ebenso die Lehrkräfteaus- und -fortbildung sowie Eltern und junge Menschen an.

Im Mittelpunkt steht dabei kein Katalog aktueller KI-Anwendungen, sondern ein didaktischer Denkrahmen. Die Publikation folgt konsequent dem Leitprinzip „Erst Ziel, dann Tool“ und versteht Künstliche Intelligenz als Werkzeug der Lehrkraft – nicht als Ersatz für pädagogisches und didaktisches Handeln. Sie beschreibt konkrete Einsatzfelder wie Unterrichtsplanung, Differenzierung, Feedbackkultur und kreative musikpraktische Prozesse. Gleichzeitig werden Fragen des Datenschutzes und der DSGVO-konformen Nutzung als selbstverständliche Grundlage behandelt sowie mögliche Risiken und Herausforderungen offen benannt.

Die Web-Publikation kann sowohl als Einstieg in das Positionspapier genutzt werden als auch als Grundlage für Fortbildungen, Fachtage und Konferenzen dienen. Ziel ist es, Orientierung in einem dynamischen Entwicklungsfeld zu bieten und eine reflektierte, verantwortungsvolle Nutzung von KI im Musikunterricht zu fördern.

Autor: red

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