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Verbaucherzentrale warnt

Abzocke mit falschen Kreditwebseiten

Dienstag, 21. Dezember 2021, 10:21 Uhr
Mit Werbung in den sozialen Medien sprechen Anbieter gezielt Verbraucher an, die bei den meisten Banken und Sparkassen nur schwer einen Kredit bekommen – Verbraucher mit einem negativen Schufa-Eintrag oder Menschen, die ihren Immobilienkredit nicht mehr bedienen können...

Betroffene berichten, wie statt der versprochenen Kreditkarte mit Kreditlimit eine Rechnung über Aufnahmegebühren ins Haus flatterte, direkt gefolgt von Mahnungen und Inkassokosten.

Auf der Suche nach Krediten, die schnell und einfach verfügbar sind, landen Verbraucher immer wieder auf professionell aussehenden aber betrügerischen Webseiten. Die vorgetäuschten Angebote richten sich gezielt an Personen, die in finanziellen Schwierigkeiten sind, einen negativen Schufa-Eintrag haben oder noch nicht lange in Deutschland leben. Manchmal lockt auch ein zusätzlicher Handyvertrag. Betroffene berichten in den Verbraucherzentralen, dass sie lediglich ihre Daten auf einer Webseite eingetragen haben, um ein unverbindliches Angebot oder eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte zu bekommen. Kurze Zeit später erhalten sie dann aber keine Kreditkarte, sondern die erste Rechnung über eine Aufnahmegebühr sowie Entgelte für ein Abo. Die Kosten hierfür betragen bis zu 700 Euro.

Werden die Rechnungen nicht beglichen, folgen Mahnungen sowie Post von Anwälten mit der Androhung von Gerichtskosten. Eine Kreditkarte oder einen Kredit hat keiner der Verbraucher erhalten.
Kredit trotz negativer Schufa? Angebote gründlich prüfen!

Die Verbraucherzentralen können bei fragwürdigen Rechnungen weiterhelfen. Unkomplizierte Kreditversprechen sollten Verbraucher grundsätzlich misstrauisch machen. Bei finanzieller Notlage sind Schuldnerberatungen eine gute Anlaufstelle. Viele gemeinnützige Träger und Wohlfahrtverbände haben entsprechende Beratungsstellen eingerichtet.
Verbraucherzentralen helfen weiter

Verbraucher, die Hilfe in ihrem individuellen Fall benötigen, sollten die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen nutzen, Informationen unter www.verbraucherzentrale.de/beratung. Beschwerden können sie über das Beschwerdeportal der Verbraucherzentralen abgeben.
Autor: red

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