DLRG OG Kyffhäuser ehrt Mitglieder
Kleine Ehrengala mit höchsten Auszeichnungen
Freitag, 05. November 2021, 18:25 Uhr
Die DLRG OG Kyffhäuser ehrte zum 30-jährigen Jubiläum verdiente Mitglieder. Da auch in diesem Herbst die Corona- Pandemie eine Nachfeier des 30jährigen Jubiläums der DLRG Ortsgruppe Kyffhäuser nicht zulässt, einigte sich der Vorstand darauf, wenigstens die schon lang anstehenden Ehrungen durchzuführen...
Sören Schobeß bei der Auszeichnung der verdienten Trainer (re. Thomas Beyer, Hintergrund Frank Gickel) (Foto: Peter Möbius)
Dafür wurde am 03. November der große Saal des Rathauses in Bad Frankenhausen vorbereitet und nur der Vereinsvorstand, der Vorstand des Landesverbandes Sachsen- Anhalt und die zu ehrenden Personen geladen.
Durch das Programm führte der Ehrenvorsitzende des Vereins Peter Keßler. In seiner Laudatio ließ er die 31 Jahre des Bestehens des Vereins noch einmal Revue passieren. So berichtete Keßler, dass es mit dem Verein nicht erst 1990 sondern schon ein Jahr zuvor los ging. Am 20. November 1989 gründeten achtzehn Mitglieder in der Euphorie der Zeit den Rettungsschwimmerclub Die Robben" der im März 1990 schon sein e.V. bekam. Nach nur einem Jahr des Bestandes, dank der hilfreichen Unterstützung der Niedersächsischen OG Walkenried, kam es zu einer Umschreibung im Vereinsregister Artern zur DLRG OG Bad Frankenhausen. Hier nun entsteht die Frage nach dem eigentlichen Gründungsdatum. Wenn die DLRG aus den Robben entstanden ist, dann hat sie schon existiert, bevor sie existiert hat.
Wenn es so zu sehen wäre, dann läge im Anglerheim an der Kyffhäuserstraße die Wiege der ersten DLRG- Ortsgruppe des Ostens nach der friedlichen Revolution. Immerhin waren die Wasserretter am Kyffhäuser bundesweit die einzige Ortsgruppe der DLRG mit einer Fachabteilung Judo und Tischtennis. So konnten wir auch vielen Rettungsschwimmern im Winter eine sinnvolle körperliche Betätigung anbieten und waren schon Vorreiter betreffend der heutzutage für Retter notwendigen Kompetenzen im Bereich der Selbstverteidigung.
Die meisten Mitglieder hatte der Verein 1996 mit insgesamt 176 Mitgliedern. Er war der viertgrößte in Bad Frankenhausen. Teilnahmen bei Landesmeisterschaften im Rettungssport brachten Titel und gute Platzierungen ein, obwohl wir nicht gerade zu den rettungssportorientierten Ortsgruppen gehören. Aber das wirklich Wichtigste in den über 30 Jahren DLRG am Kyffhäuser war, so Keßler: Es wurden 42 Menschenleben gerettet. Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt!" so ähnlich steht es auch im hebräischen Talmud geschrieben, was die humanitäre Bedeutung zusätzlich unterstreicht. 1329 Seepferdchen wurden bis 2020 abgenommen und damit Nichtschwimmern zu Schwimmanfängern entwickelt. In 30 Jahren erkämpften sich schwimmbegeisterte Kinder und Erwachsene insgesamt 2125 Schwimmabzeichen. Auf 1565 erfolgreich absolvierte Rettungsschwimmerprüfungen kann die Ortsgruppe verweisen und noch viel wichtiger, dass von den daraus hervorgegangenen aktiven Rettungsschwimmern über 60 000 Einsatzstunden in Bädern, an Seen und an Ost- und Nordsee geleistet wurden. Im Ressort Erste Hilfe konnten in Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste Hilfe, Sanitätsausbildung und der Ausbildung am Automatisierten Externen Defibrillator bei 5897 Teilnehmern Grundlagen der medizinischen Versorgung von Verunglückten oder akut Erkrankten kompetent vermittelt werden."
Dann wurde es feierlich. Der Ehrenvorsitzende begründete die Vorschläge der Ehrungen, indem er darauf verwies, dass es bei den Auszeichnung von Mitgliedern die nicht nur in der ein oder anderen Veranstaltung, im Wachdienst, in der Vereinsorganisation, Vereinsförderung oder in der Ausbildung besondere Leistungen erbrachten, sondern, dass es um Mitglieder geht, die in mindestens über 6 Jahren in allen diesen Bereichen sich überaus ins Zeug legten. Und es geht um Gründungsmitglieder, die gegen alle Widerstände am 20. Oktober 1990 diesen Verein mit 19 Mitgliedern zum Leben erweckten und seit dieser Zeit weiterhin aktiv gestalten.
Diese ehrenamtliche Arbeit muss auch in solchen Zeiten so geehrt und auch bekannt gemacht werden, dass ein vorbildliches Handeln im Sinne und zum Nutzen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland vielleicht auch etwas abfärben oder zum Mitmachen anregen kann", betonte Keßler. Mit der Auszeichnung der Trainer Frank Gickel und Thomas Beyer für ihr besonders Engagement zur Absicherung des Sommertrainings im Freibad Oldisleben durch den Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß begann nun der feierlich Akt der Gala. Beide organisierten und führten überwiegend selbstverantwortlich das Training von Anfang Juni bis Ende August durch.
Bei durchschnittlich 20 Teilnehmern zum Rettungsschwimmer- Vorbereitungstraining sorgten sie sich aktiv um den Nachwuchs. In den Wintermonaten erhalten die schon praktisch gut vorbereiteten Anwärter ihre notwenigen theoretischen Grundlagen, um dann rechtzeitig zum Beginn der neuen Wachsaison in den Einsatz gehen zu können. Dafür erhielten beide einen Essensgutschein in Höhe von 75 Euro und zusätzlich die Glückwünsche des Landesverbandspräsident der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta.
Die Begründung der Auszeichnung von Christoph Schüler mit dem Ehrenzeichen der DLRG in Bronze für über 6 jähriges Engagement übernahm dann Peter Keßler. Der Ehrenvorsitzende beschrieb Christoph als typischen Macher. Bei allen Veranstaltungen in Organisation und Durchführung, wie zum Beispiel Osterspaziergängen, Weihnachtsfeiern, Neptunfesten war er immer dabei und sogar als Teilnehmer beim Flossencup aktiv. Und dies machte er nicht alles allein, Christoph zog seine ganze Familie mit. Ab 2016 ging er dann zum Einsatz im Wasserrettungsdienst in die heimischen Bäder. Hier absolvierte er seine Dienste exakt und sehr verantwortungsbewusst. Später folgte dann auch der Wachdienst an der Ostseeküste.
Hier konnte er sich schon bei einigen, nicht ungefährlichen Rettungseinsätzen beweisen. Seit letztem Herbst ist er als Technischer Leiter Mitglied im Vorstand des Vereins und verantwortlich für die Organisation und Durchführung aller Ausbildungen. Diese zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen setzte er auch im nun schon zweiten Coronajahr sehr verantwortungsvoll, erfolgreich und sicher für alle Teilnehmer um. Christoph Schüler erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß das Verdienstzeichen in Bronze. Die Laudatio von Nicole Rupprecht, die krankheitsbedingt leider nicht anwesend sein konnte, wurde trotzdem verlesen. In ihr ging Peter Keßler zuerst auf ihre vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten ein. Sie war schon aktiv im Kinder- und Jugendstadtrat der Kurstadt, später wurde sie dessen Vorsitzende. Sie engagierte sich im Erzählkaffee, beim Osterfeuer, beim Kyffhäuserberglauf und führt seit Jahren durch das Programm der Ehrenamtsgala in Bad Frankenhausen. Durch den Kyffhäuserkreis erhielt Nicole 2015 selbst den Ehrenamtspreis. In der DLRG OG Kyffhäuser brauchte sie nicht viel Zeit zum Ablegen ihres Rettungsschwimmabzeichens in Silber und ging schon 2010 in den Wachdienst. Als Mitglied des Jugendhilfe- und Fördervereins konnte sie so das Sommer- Schwimmlager aktiv mit gestalten.
Den Rettungsdienst in einheimischen Bädern übernimmt sie aber trotzdem bis dato noch jedes Jahr. Ihre aktive Mitarbeit in der Jugendabteilung unseres Vereins seit 2014 beschränkte sich nicht nur auf die Unterstützung der Durchführung von Vereinsveranstaltungen, wie Neptunfest oder Flossencup, sondern sie brachte eigene Ideen ein und machte Weihnachtsfeiern und Osterspaziergänge dadurch spannender für die Kids des Vereins. Auch in diesem Sommer gelang es ihr in Zusammenarbeit mit Inge Töpfer, der Schwimmmeisterin vom Sole- Vital- Park, zahlreiche Schwimmschüler auszubilden und diese zumeist sogar mit dem Jugendschwimmabzeichen in Bronze, also als sichere Schwimmer zu entlassen. Seit dem Herbst 2020 ist Nicole auch Mitglied des neuen Vereinsvorstandes und ist für die Vorstandskommunikation verantwortlich. Nicole Rupprecht erhielt aus den Händen des Ehrenvorsitzenden zusammen mit den besten Genesungswünschen am Tag nach der Veranstaltung ihr Verdienstzeichen in Bronze nach Hause gebracht.
Toni Krüger (37) ist schon seit vielen Jahren im Besitz des Rettungsschwimmerabzeichens in Gold. Seit über 10 Jahren ist er in der Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern aktiv und seit 2013 ist er als Lehrscheininhaber für Schwimmen und Rettungsschwimmen auch berechtigt, das Training selbstständig durchzuführen. Seit 2010 ist er als aktiver Rettungsschwimmer in den Bädern der Region und an der Ostsee im Wachdienst eingesetzt. Hier gehörte er auch zu den Rettern in mehreren Rettungseinsätzen aus Lebensgefahr. Laut der Recherche von Peter Keßler gab es auch eine ganz besondere Lebensrettung in der Vita von Toni Krüger: Zur Eröffnung des Sole- Vital- Parks 2016 hatte Toni als Rettungsschwimmer Dienst. Hier musste er einem Besucher retten, der Schwimmer und Nichtschwimmerbereich nicht unterscheiden konnte. Toni geht damit in die Geschichte ein, als derjenige, der als erster einen jungen Menschen vor dem Ertrinken im neuen Solebad bewahrt hat."
Von 2013- 2017 war Toni als Jugendwart der OG Kyffhäuser Mitglied im Vorstand. Hier organisierte er Fahrten zum Flossencup, Minimeisterschaften und anderen Jugendsportveranstaltungen, organisierte Osterwanderungen, Neptunfeste, Weihnachtsfeiern und vieles andere. Von 2017- 2020 engagierte er sich als stellvertretender Vorsitzender der Landesjugend Sachsen- Anhalt. Hier war er an der Organisation der Landesjugendtreffen 2017- 2020 beteiligt.
Toni Krüger war und ist ein verlässlicher Unterstützer bei großen Veranstaltungen wie Schwimmbadfeste des Sole- Vital- Parks, dem Kelbraer Durchquerungsschwimmen oder Rettungsübungen und bei der Durchführung der Erste Hilfe Ausbildungen. Und wenn die Hornungshöhe, unsere Schutz- und Wanderhütte zum jährlichen Arbeitseinsatz ruft, ist Toni Krüger immer dabei. Toni Krüger erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß für sein über 15 jähriges, besonderes, verdienstvolles Engagement das Verdienstzeichen in Silber.
Felix Niehoff tat sich schon als 8-jähriger mit seiner perfekten Schwimmtechnik und -ästhetik hervor, die laut dem Laudator ihm sicher, in einem Schwimmsportzentrum Deutschlands eine Olympiateilnahme eingebracht hätte. Seit 2010 ist Felix im Wachdienst an Küsten und in Bädern unterwegs und beteiligte sich aktiv an Rettungsaktionen bei schwerem Wetter, die auch für die Einsatzkräfte ein hohes Maß an Mut und Fachkompetenz abverlangten. In der Ausbildung der Schwimmer und Rettungsschwimmer und als Ausbildungshelfer in der Ersten Hilfe ist er auch maßgeblich an der Entwicklung unseres Vereins beteiligt. Auch bei der Erhaltung und Gestaltung der Schutzhütte Hornungshöhe, für die die DLRG OG Kyffhäuser und die Abteilung Judo der VSG 70 Bad Frankenhausen die Patenschaft übernommen hat, ist Felix seit 2013 dabei. Bei diesem Projekt, dass im Rahmen unseres satzungskonformen Engagements für den Natur- und Umweltschutz ist Felix ist jedes Jahr dabei und trägt mit seinen Ideen dazu bei, dass dieses Wanderziel weiterhin attraktiv bleibt. So war es seine Idee, ein Gipfelbuch zu befestigen, dass die Gäste nicht mehr ihr Hiersein auf den Wänden verewigten und in die Holzbalken ritzen mussten, sondern sich im Buch auslassen können. Als 2. Vorsitzender der DLRG OG Kyffhäuser, kümmerte er sich um die Verbindung zum Landesverband und war bis dato deren Ansprechpartner. Felix Niehoff erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß für sein über 15 jähriges, besonderes, verdienstvolles Engagement und seine aktive Mitarbeit in Leitungsfunktionen das Verdienstzeichen in Silber.
2006 in der DLRG Kyffhäuser als Mitglied integrierte Bürgermeister Matthias Strejc hat sich vom Beginn seiner Amtsübernahme an aktiv für die Belange der Vereine eingesetzt, so berichtete Peter Keßler. Matthias Strejc habe sich vor allem durch sein Engagement im Solebad Förderverein verdient gemacht, setzte sich gegen viele andere Meinungen durch, die sogar das Sole- Freibad ganz sterben lassen wollten und war damit einer der Initiatoren des Sole- Vital- Parks. Besonders wichtig wurde er für die OG Kyffhäuser mit der Rückkehr von Kelbra nach Bad Frankenhausen, indem er den Rettungsschwimmern innerhalb von 4 Wochen ein neues Zuhause zur Verfügung stellte. Im Gegenzug konnte die Ortsgruppe sich auch revanchieren, so schulten die Ausbilder kostenfrei die Bürgerbusfahrer in Erster Hilfe und viele Angestellte der Stadtverwaltung im Umgang mit dem AED. Bad Frankenhausen gehört seit 2008 zu den ersten Gemeindevertretungen in Thüringen, die über einen eigenen Laiendefibrillator verfügen konnten.
Noch ein Berührungspunkt der gemeinsamen Interessen der Stadt und der DLRG ist die Hornungshöhe. Mit der Übernahme der Patenschaft durch die DLRG und das Judo- Team der VSG 70 wurde sehr unbürokratisch den notwendigen Materialkosten zugestimmt und sogar in einem sehr aufwändigen Verfahren das 140 Jahre alte Dach erneuert. Allein der Preis für die Renovierung überstieg wahrscheinlich den Wert des Gebäudes, aber es ist Geschichte, die hier erhalten bleibt, und da setzte sich der Bürgermeister wie auch bei so vielen anderen geschichtsträchtigen Dingen durch. Ohne seine Visionen und seine Hartnäckigkeit gäbe es auch nicht mehr den größten, schiefsten Kirchturm der Welt. Auch in den letzten Jahren, wo es um die Erweiterung des Defibrillatoren- Angebotes der Stadt, um die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Vereinsveranstaltungen und um einen neuen Stützpunkt ging, nimmt er unsere Probleme und Vorstellungen ernst und kümmert sich um eine Lösung.
Die DLRG OG Kyffhäuser e.V. bedankt sich beim Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Matthias Strejc für seine Hartnäckigkeit, für seine Unterstützung der Aufgaben und Ziele der DLRG und für sein über 15jähriges vereinsarbeitsfördernde Handeln mit der Auszeichnung des Verdienstzeichen in Silber, überreicht von dem Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und dem Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß.
Nun ging es an die Verleihung der höchsten Auszeichnungen der DLRG. Das Verdienstabzeichen Gold mit Brillant. Die Verleihung dieser Auszeichnungen erfolgt ausschließlich vom Bundesverband ist sehr limitiert und an hohe Auflagen gebunden, so muss zum Beispiel eine mindestens 30jährige vorbildliche Tätigkeit in der DLRG nachgewiesen werden. Die Laudatio für das Gründungsmitglied Karsten Wiech wurde durch den Landesverbandspräsident der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann gehalten. Er führte aus, dass Karsten Wiech seine Rettungsschwimmerprüfung schon 1978 ablegte und dann als aktiver Rettungsschwimmer des WRD im DRK der DDR im Wachdienst aktiv und bei Wettkämpfen im Rettungssport zusammen mit Peter Keßler sehr erfolgreich war. Mehrere Lebensrettungen in Gefahrensituationen vor allem am Stausee in Kelbra gehören genauso zu seiner schon über 40jährigen Geschichte als Rettungsschwimmer, wie auch die Gründung des Rettungsschwimmerclub Die Robben am 20.November 1989 als Vorläufer der DLRG Ortsgruppe. Unter Mithilfe der OG Walkenried (Niedersachsen) wurde fast ein Jahr später dann die DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen gegründet, deren stellv. Vorsitzender Karsten Wiech bis 2001 war. Von 2001- 2003 übernahm er sogar als Vorsitzender der DLRG OG Bad Frankenhausen e.V. deren Leitung. 2003 wechselte der Verein in den LV Sachsen- Anhalt und wurde zur OG Kyffhäuser e.V und Karsten übernahm auch hier wieder die Verantwortung und Aufgaben des stellv. Vorsitzender OG Kyffhäuser bis 2012. Um sich selbst und den Verein schnell qualitätsmäßig weiterzuentwickeln legte er, zusammen mit Peter Keßler im Februar 1991 Prüfung zum Lehrschein ab und beide organisierten ab März 1991 die erste Nachwende- Rettungsschwimmerausbildung in Bad Frankenhausen. Auch begannen beide gemeinsam ab Mai 1991 mit der Frühschwimmerausbildung im Sole-Freibad. Karsten Wiech hat von 1991- 2003 über 500 Frühschwimmer zum Seepferdchen gebracht und weit über 1000 Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgenommen. Seit 1994 ist er auch im Besitz des Lehrscheines in Erste Hilfe und bildet jährlich um die 60 Teilnehmer an Erste- Hilfe- Lehrgängen aus. Daneben kann er auf zahlreiche Erfolge im Rettungssport verweisen, Karsten war aktiv im Hochwassereinsatz 2003 an der Unstrut bei Artern im Einsatz, war der Verantwortliche für die Einsatzplanung der RS des Vereines von 1992- 2009, stellvertretender Leiter Kat-Schutz-Zug Wasserrettung im Kyffhäuserkreis bis 2003 und er war auch Verantwortlicher Multiplikator für die Ausbildung der Lehrscheinanwärter Rettungsschwimmen des DLRG LV Thüringen von 1996- 2002.
Seit 2010 ist er im Ressorts Erste Hilfe tätig und für Planung und Durchführung von EH- Ausbildungen mit verantwortlich. Als Revisor des Vereins ist Karsten seit 2015 das finanzielle Gewissen des Vereins.
Für dieses herausragende Engagement in über 40 Jahren und mit nach wie vor ungebremster Euphorie erhält Karsten Wiech das Verdienstzeichen der DLRG in Gold mit Brillant aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta. Für das andere, auszuzeichnende Gründungsmitglied Peter Keßler, hielt der Ehrenpräsident Dr. Peter Piechotta die Laudatio. Der Beginn seiner Laufbahn ist praktisch deckungsgleich mit der von Karsten Wiech. Beide waren schon Schulkameraden, woraus sich dann durch ihre gemeinsamen Interessen eine feste Freundschaft entwickelte. 1978 legte Peter Keßler seine Rettungsschwimmerprüfung, war als aktiver Rettungsschwimmer im Wachdienst aktiv und bei Wettkämpfen im Rettungssport sehr erfolgreich.
Auch bei ihm stehen mehrere Lebensrettungen in Gefahrensituationen im Bereich des Einsatzes an der Ostsee, international und auch in heimischen Bädern zu Buche. 1989 war er Initiator der Gründung des Rettungsschwimmerclub Die Robben um von dem nach wie vor staatlich kontrollierten DRK wegzukommen. 1990 folgte dann die Gründung der DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen, der dritten Ortsgruppe der DLRG in Thüringen, dessen Vorsitzender und Leiter für Öffentlichkeitsarbeit Peter Keßler bis 2001war. In seiner Funktion als Öffentlichkeitsarbeiter schieb er durchschnittlich 20 Artikel pro Jahr aus dem Vereinsleben und macht dies, nicht mehr so intensiv, aber bisweilen auch heute noch. 2001- 2003 arbeitete er unter Karsten Wiech als stellv. Vorsitzender und Leiter für Öffentlichkeitsarbeit. Dann wechselte der Verein in den LV Sachsen- Anhalt und wurde zur OG Kyffhäuser e.V deren Vorsitzender wieder Peter Keßler war und deren Geschicke bis Jan. 2010 weiter mit bestimmte. Die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit führte er bis 2015 weiter. Seit 2010 ist Peter Keßler Leiter des Ressorts Erste Hilfe, welches er weiterhin verantwortungsvoll führt und viele EH- Ausbildungen plant und den Großteil der Ausbildungen auch selbst durchführt.
Am 19. Januar1991 war er ein Gründungsmitglied DLRG Landesverband Thüringen und im ersten Landesvorstand Leiter für Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt der Herausgabe der Jahrbücher des LV Thüringen bis 1998. Die statistischen Daten ähneln denen Karsten Wiech. Im Feb. 1991 hat er die Prüfung zum Lehrschein bestanden und mit Karsten die Rettungsschwimmerausbildung in Bad Frankenhausen übernommen.
Im gleichen Jahr mit der Frühschwimmerausbildung begonnen und diese bis 2008 fortgeführt und über 800 Frühschwimmer zum Seepferdchen gebracht und weit über 2000 Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgenommen.
Peter Keßler hat auch seit 1994 den Lehrschein Erste Hilfe und bildet jährlich um die 150 Ersthelfer aus. Er ist Initiator des Automatisierten Externen Defibrillators für Bad Frankenhausen. Natürlich hat er auch ähnliche Erfolge im Rettungssport wie Karste Wiech zu verzeichnen, weil ja beide meist in der gleichen Staffel standen.
Im Hochwassereinsatz 2003 an der Unstrut bei Artern war er als Leiter des Kat- Schutz- Zuges Wasserrettung des Kyffhäuserkreises aktiv. Nach 2003 hatte der Verein den Landkreis gewechselt, woraus sich ergab, dass sie diese Aufgabe nicht mehr übernehmen konnten. Auch in der Organisation, Durchführung und Moderation von 24 Stunden- Schwimmen, Stauseedurchquerungsschwimmen und bei Schwimmbadfesten trat und tritt Peter Keßler in Erscheinung.
Eine Besonderheit ist seine zweite Leidenschaft. Der seit 1987 begeisterte Judoka gliederte 1993 seine Trainingsgruppe als Abteilung in die DLRG ein. Diese Symbiose war bis zum Wechsel des Landesverbandes durch die DLRG sehr fruchtbringend, da viele Judoka auch Rettungsschwimmer wurden und viele Rettungsschwimmer in den Kampfsport hineinschnuppern konnten. Für sein über die DLRG hinausgehendes Engagement erhielt Peter Keßler die Johann Christoph Friedrich GutsMuths- Ehrenplakette in Silber des LSB Thüringen und den Ehrenamtspreis der Stadt Bad Frankenhausen. Im Frühjahr 2021 wurde Peter Keßler zum Ehrenvorsitzenden der DLRG OG Kyffhäuser ernannt. Peter Keßler erhält das Verdienstzeichen der DLRG in Gold mit Brillant aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta.
Kathrin Kämpfe
Autor: emw
Sören Schobeß bei der Auszeichnung der verdienten Trainer (re. Thomas Beyer, Hintergrund Frank Gickel) (Foto: Peter Möbius)
Dafür wurde am 03. November der große Saal des Rathauses in Bad Frankenhausen vorbereitet und nur der Vereinsvorstand, der Vorstand des Landesverbandes Sachsen- Anhalt und die zu ehrenden Personen geladen.
Durch das Programm führte der Ehrenvorsitzende des Vereins Peter Keßler. In seiner Laudatio ließ er die 31 Jahre des Bestehens des Vereins noch einmal Revue passieren. So berichtete Keßler, dass es mit dem Verein nicht erst 1990 sondern schon ein Jahr zuvor los ging. Am 20. November 1989 gründeten achtzehn Mitglieder in der Euphorie der Zeit den Rettungsschwimmerclub Die Robben" der im März 1990 schon sein e.V. bekam. Nach nur einem Jahr des Bestandes, dank der hilfreichen Unterstützung der Niedersächsischen OG Walkenried, kam es zu einer Umschreibung im Vereinsregister Artern zur DLRG OG Bad Frankenhausen. Hier nun entsteht die Frage nach dem eigentlichen Gründungsdatum. Wenn die DLRG aus den Robben entstanden ist, dann hat sie schon existiert, bevor sie existiert hat.
Wenn es so zu sehen wäre, dann läge im Anglerheim an der Kyffhäuserstraße die Wiege der ersten DLRG- Ortsgruppe des Ostens nach der friedlichen Revolution. Immerhin waren die Wasserretter am Kyffhäuser bundesweit die einzige Ortsgruppe der DLRG mit einer Fachabteilung Judo und Tischtennis. So konnten wir auch vielen Rettungsschwimmern im Winter eine sinnvolle körperliche Betätigung anbieten und waren schon Vorreiter betreffend der heutzutage für Retter notwendigen Kompetenzen im Bereich der Selbstverteidigung.
Die meisten Mitglieder hatte der Verein 1996 mit insgesamt 176 Mitgliedern. Er war der viertgrößte in Bad Frankenhausen. Teilnahmen bei Landesmeisterschaften im Rettungssport brachten Titel und gute Platzierungen ein, obwohl wir nicht gerade zu den rettungssportorientierten Ortsgruppen gehören. Aber das wirklich Wichtigste in den über 30 Jahren DLRG am Kyffhäuser war, so Keßler: Es wurden 42 Menschenleben gerettet. Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt!" so ähnlich steht es auch im hebräischen Talmud geschrieben, was die humanitäre Bedeutung zusätzlich unterstreicht. 1329 Seepferdchen wurden bis 2020 abgenommen und damit Nichtschwimmern zu Schwimmanfängern entwickelt. In 30 Jahren erkämpften sich schwimmbegeisterte Kinder und Erwachsene insgesamt 2125 Schwimmabzeichen. Auf 1565 erfolgreich absolvierte Rettungsschwimmerprüfungen kann die Ortsgruppe verweisen und noch viel wichtiger, dass von den daraus hervorgegangenen aktiven Rettungsschwimmern über 60 000 Einsatzstunden in Bädern, an Seen und an Ost- und Nordsee geleistet wurden. Im Ressort Erste Hilfe konnten in Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste Hilfe, Sanitätsausbildung und der Ausbildung am Automatisierten Externen Defibrillator bei 5897 Teilnehmern Grundlagen der medizinischen Versorgung von Verunglückten oder akut Erkrankten kompetent vermittelt werden."
Dann wurde es feierlich. Der Ehrenvorsitzende begründete die Vorschläge der Ehrungen, indem er darauf verwies, dass es bei den Auszeichnung von Mitgliedern die nicht nur in der ein oder anderen Veranstaltung, im Wachdienst, in der Vereinsorganisation, Vereinsförderung oder in der Ausbildung besondere Leistungen erbrachten, sondern, dass es um Mitglieder geht, die in mindestens über 6 Jahren in allen diesen Bereichen sich überaus ins Zeug legten. Und es geht um Gründungsmitglieder, die gegen alle Widerstände am 20. Oktober 1990 diesen Verein mit 19 Mitgliedern zum Leben erweckten und seit dieser Zeit weiterhin aktiv gestalten.
Diese ehrenamtliche Arbeit muss auch in solchen Zeiten so geehrt und auch bekannt gemacht werden, dass ein vorbildliches Handeln im Sinne und zum Nutzen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland vielleicht auch etwas abfärben oder zum Mitmachen anregen kann", betonte Keßler. Mit der Auszeichnung der Trainer Frank Gickel und Thomas Beyer für ihr besonders Engagement zur Absicherung des Sommertrainings im Freibad Oldisleben durch den Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß begann nun der feierlich Akt der Gala. Beide organisierten und führten überwiegend selbstverantwortlich das Training von Anfang Juni bis Ende August durch.
Bei durchschnittlich 20 Teilnehmern zum Rettungsschwimmer- Vorbereitungstraining sorgten sie sich aktiv um den Nachwuchs. In den Wintermonaten erhalten die schon praktisch gut vorbereiteten Anwärter ihre notwenigen theoretischen Grundlagen, um dann rechtzeitig zum Beginn der neuen Wachsaison in den Einsatz gehen zu können. Dafür erhielten beide einen Essensgutschein in Höhe von 75 Euro und zusätzlich die Glückwünsche des Landesverbandspräsident der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta.
Die Begründung der Auszeichnung von Christoph Schüler mit dem Ehrenzeichen der DLRG in Bronze für über 6 jähriges Engagement übernahm dann Peter Keßler. Der Ehrenvorsitzende beschrieb Christoph als typischen Macher. Bei allen Veranstaltungen in Organisation und Durchführung, wie zum Beispiel Osterspaziergängen, Weihnachtsfeiern, Neptunfesten war er immer dabei und sogar als Teilnehmer beim Flossencup aktiv. Und dies machte er nicht alles allein, Christoph zog seine ganze Familie mit. Ab 2016 ging er dann zum Einsatz im Wasserrettungsdienst in die heimischen Bäder. Hier absolvierte er seine Dienste exakt und sehr verantwortungsbewusst. Später folgte dann auch der Wachdienst an der Ostseeküste.
Hier konnte er sich schon bei einigen, nicht ungefährlichen Rettungseinsätzen beweisen. Seit letztem Herbst ist er als Technischer Leiter Mitglied im Vorstand des Vereins und verantwortlich für die Organisation und Durchführung aller Ausbildungen. Diese zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen setzte er auch im nun schon zweiten Coronajahr sehr verantwortungsvoll, erfolgreich und sicher für alle Teilnehmer um. Christoph Schüler erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß das Verdienstzeichen in Bronze. Die Laudatio von Nicole Rupprecht, die krankheitsbedingt leider nicht anwesend sein konnte, wurde trotzdem verlesen. In ihr ging Peter Keßler zuerst auf ihre vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten ein. Sie war schon aktiv im Kinder- und Jugendstadtrat der Kurstadt, später wurde sie dessen Vorsitzende. Sie engagierte sich im Erzählkaffee, beim Osterfeuer, beim Kyffhäuserberglauf und führt seit Jahren durch das Programm der Ehrenamtsgala in Bad Frankenhausen. Durch den Kyffhäuserkreis erhielt Nicole 2015 selbst den Ehrenamtspreis. In der DLRG OG Kyffhäuser brauchte sie nicht viel Zeit zum Ablegen ihres Rettungsschwimmabzeichens in Silber und ging schon 2010 in den Wachdienst. Als Mitglied des Jugendhilfe- und Fördervereins konnte sie so das Sommer- Schwimmlager aktiv mit gestalten.
Den Rettungsdienst in einheimischen Bädern übernimmt sie aber trotzdem bis dato noch jedes Jahr. Ihre aktive Mitarbeit in der Jugendabteilung unseres Vereins seit 2014 beschränkte sich nicht nur auf die Unterstützung der Durchführung von Vereinsveranstaltungen, wie Neptunfest oder Flossencup, sondern sie brachte eigene Ideen ein und machte Weihnachtsfeiern und Osterspaziergänge dadurch spannender für die Kids des Vereins. Auch in diesem Sommer gelang es ihr in Zusammenarbeit mit Inge Töpfer, der Schwimmmeisterin vom Sole- Vital- Park, zahlreiche Schwimmschüler auszubilden und diese zumeist sogar mit dem Jugendschwimmabzeichen in Bronze, also als sichere Schwimmer zu entlassen. Seit dem Herbst 2020 ist Nicole auch Mitglied des neuen Vereinsvorstandes und ist für die Vorstandskommunikation verantwortlich. Nicole Rupprecht erhielt aus den Händen des Ehrenvorsitzenden zusammen mit den besten Genesungswünschen am Tag nach der Veranstaltung ihr Verdienstzeichen in Bronze nach Hause gebracht.
Toni Krüger (37) ist schon seit vielen Jahren im Besitz des Rettungsschwimmerabzeichens in Gold. Seit über 10 Jahren ist er in der Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern aktiv und seit 2013 ist er als Lehrscheininhaber für Schwimmen und Rettungsschwimmen auch berechtigt, das Training selbstständig durchzuführen. Seit 2010 ist er als aktiver Rettungsschwimmer in den Bädern der Region und an der Ostsee im Wachdienst eingesetzt. Hier gehörte er auch zu den Rettern in mehreren Rettungseinsätzen aus Lebensgefahr. Laut der Recherche von Peter Keßler gab es auch eine ganz besondere Lebensrettung in der Vita von Toni Krüger: Zur Eröffnung des Sole- Vital- Parks 2016 hatte Toni als Rettungsschwimmer Dienst. Hier musste er einem Besucher retten, der Schwimmer und Nichtschwimmerbereich nicht unterscheiden konnte. Toni geht damit in die Geschichte ein, als derjenige, der als erster einen jungen Menschen vor dem Ertrinken im neuen Solebad bewahrt hat."
Von 2013- 2017 war Toni als Jugendwart der OG Kyffhäuser Mitglied im Vorstand. Hier organisierte er Fahrten zum Flossencup, Minimeisterschaften und anderen Jugendsportveranstaltungen, organisierte Osterwanderungen, Neptunfeste, Weihnachtsfeiern und vieles andere. Von 2017- 2020 engagierte er sich als stellvertretender Vorsitzender der Landesjugend Sachsen- Anhalt. Hier war er an der Organisation der Landesjugendtreffen 2017- 2020 beteiligt.
Toni Krüger war und ist ein verlässlicher Unterstützer bei großen Veranstaltungen wie Schwimmbadfeste des Sole- Vital- Parks, dem Kelbraer Durchquerungsschwimmen oder Rettungsübungen und bei der Durchführung der Erste Hilfe Ausbildungen. Und wenn die Hornungshöhe, unsere Schutz- und Wanderhütte zum jährlichen Arbeitseinsatz ruft, ist Toni Krüger immer dabei. Toni Krüger erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß für sein über 15 jähriges, besonderes, verdienstvolles Engagement das Verdienstzeichen in Silber.
Felix Niehoff tat sich schon als 8-jähriger mit seiner perfekten Schwimmtechnik und -ästhetik hervor, die laut dem Laudator ihm sicher, in einem Schwimmsportzentrum Deutschlands eine Olympiateilnahme eingebracht hätte. Seit 2010 ist Felix im Wachdienst an Küsten und in Bädern unterwegs und beteiligte sich aktiv an Rettungsaktionen bei schwerem Wetter, die auch für die Einsatzkräfte ein hohes Maß an Mut und Fachkompetenz abverlangten. In der Ausbildung der Schwimmer und Rettungsschwimmer und als Ausbildungshelfer in der Ersten Hilfe ist er auch maßgeblich an der Entwicklung unseres Vereins beteiligt. Auch bei der Erhaltung und Gestaltung der Schutzhütte Hornungshöhe, für die die DLRG OG Kyffhäuser und die Abteilung Judo der VSG 70 Bad Frankenhausen die Patenschaft übernommen hat, ist Felix seit 2013 dabei. Bei diesem Projekt, dass im Rahmen unseres satzungskonformen Engagements für den Natur- und Umweltschutz ist Felix ist jedes Jahr dabei und trägt mit seinen Ideen dazu bei, dass dieses Wanderziel weiterhin attraktiv bleibt. So war es seine Idee, ein Gipfelbuch zu befestigen, dass die Gäste nicht mehr ihr Hiersein auf den Wänden verewigten und in die Holzbalken ritzen mussten, sondern sich im Buch auslassen können. Als 2. Vorsitzender der DLRG OG Kyffhäuser, kümmerte er sich um die Verbindung zum Landesverband und war bis dato deren Ansprechpartner. Felix Niehoff erhielt aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß für sein über 15 jähriges, besonderes, verdienstvolles Engagement und seine aktive Mitarbeit in Leitungsfunktionen das Verdienstzeichen in Silber.
2006 in der DLRG Kyffhäuser als Mitglied integrierte Bürgermeister Matthias Strejc hat sich vom Beginn seiner Amtsübernahme an aktiv für die Belange der Vereine eingesetzt, so berichtete Peter Keßler. Matthias Strejc habe sich vor allem durch sein Engagement im Solebad Förderverein verdient gemacht, setzte sich gegen viele andere Meinungen durch, die sogar das Sole- Freibad ganz sterben lassen wollten und war damit einer der Initiatoren des Sole- Vital- Parks. Besonders wichtig wurde er für die OG Kyffhäuser mit der Rückkehr von Kelbra nach Bad Frankenhausen, indem er den Rettungsschwimmern innerhalb von 4 Wochen ein neues Zuhause zur Verfügung stellte. Im Gegenzug konnte die Ortsgruppe sich auch revanchieren, so schulten die Ausbilder kostenfrei die Bürgerbusfahrer in Erster Hilfe und viele Angestellte der Stadtverwaltung im Umgang mit dem AED. Bad Frankenhausen gehört seit 2008 zu den ersten Gemeindevertretungen in Thüringen, die über einen eigenen Laiendefibrillator verfügen konnten.
Noch ein Berührungspunkt der gemeinsamen Interessen der Stadt und der DLRG ist die Hornungshöhe. Mit der Übernahme der Patenschaft durch die DLRG und das Judo- Team der VSG 70 wurde sehr unbürokratisch den notwendigen Materialkosten zugestimmt und sogar in einem sehr aufwändigen Verfahren das 140 Jahre alte Dach erneuert. Allein der Preis für die Renovierung überstieg wahrscheinlich den Wert des Gebäudes, aber es ist Geschichte, die hier erhalten bleibt, und da setzte sich der Bürgermeister wie auch bei so vielen anderen geschichtsträchtigen Dingen durch. Ohne seine Visionen und seine Hartnäckigkeit gäbe es auch nicht mehr den größten, schiefsten Kirchturm der Welt. Auch in den letzten Jahren, wo es um die Erweiterung des Defibrillatoren- Angebotes der Stadt, um die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Vereinsveranstaltungen und um einen neuen Stützpunkt ging, nimmt er unsere Probleme und Vorstellungen ernst und kümmert sich um eine Lösung.
Die DLRG OG Kyffhäuser e.V. bedankt sich beim Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Matthias Strejc für seine Hartnäckigkeit, für seine Unterstützung der Aufgaben und Ziele der DLRG und für sein über 15jähriges vereinsarbeitsfördernde Handeln mit der Auszeichnung des Verdienstzeichen in Silber, überreicht von dem Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und dem Vorsitzenden der OG Kyffhäuser Sören Schobeß.
Nun ging es an die Verleihung der höchsten Auszeichnungen der DLRG. Das Verdienstabzeichen Gold mit Brillant. Die Verleihung dieser Auszeichnungen erfolgt ausschließlich vom Bundesverband ist sehr limitiert und an hohe Auflagen gebunden, so muss zum Beispiel eine mindestens 30jährige vorbildliche Tätigkeit in der DLRG nachgewiesen werden. Die Laudatio für das Gründungsmitglied Karsten Wiech wurde durch den Landesverbandspräsident der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann gehalten. Er führte aus, dass Karsten Wiech seine Rettungsschwimmerprüfung schon 1978 ablegte und dann als aktiver Rettungsschwimmer des WRD im DRK der DDR im Wachdienst aktiv und bei Wettkämpfen im Rettungssport zusammen mit Peter Keßler sehr erfolgreich war. Mehrere Lebensrettungen in Gefahrensituationen vor allem am Stausee in Kelbra gehören genauso zu seiner schon über 40jährigen Geschichte als Rettungsschwimmer, wie auch die Gründung des Rettungsschwimmerclub Die Robben am 20.November 1989 als Vorläufer der DLRG Ortsgruppe. Unter Mithilfe der OG Walkenried (Niedersachsen) wurde fast ein Jahr später dann die DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen gegründet, deren stellv. Vorsitzender Karsten Wiech bis 2001 war. Von 2001- 2003 übernahm er sogar als Vorsitzender der DLRG OG Bad Frankenhausen e.V. deren Leitung. 2003 wechselte der Verein in den LV Sachsen- Anhalt und wurde zur OG Kyffhäuser e.V und Karsten übernahm auch hier wieder die Verantwortung und Aufgaben des stellv. Vorsitzender OG Kyffhäuser bis 2012. Um sich selbst und den Verein schnell qualitätsmäßig weiterzuentwickeln legte er, zusammen mit Peter Keßler im Februar 1991 Prüfung zum Lehrschein ab und beide organisierten ab März 1991 die erste Nachwende- Rettungsschwimmerausbildung in Bad Frankenhausen. Auch begannen beide gemeinsam ab Mai 1991 mit der Frühschwimmerausbildung im Sole-Freibad. Karsten Wiech hat von 1991- 2003 über 500 Frühschwimmer zum Seepferdchen gebracht und weit über 1000 Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgenommen. Seit 1994 ist er auch im Besitz des Lehrscheines in Erste Hilfe und bildet jährlich um die 60 Teilnehmer an Erste- Hilfe- Lehrgängen aus. Daneben kann er auf zahlreiche Erfolge im Rettungssport verweisen, Karsten war aktiv im Hochwassereinsatz 2003 an der Unstrut bei Artern im Einsatz, war der Verantwortliche für die Einsatzplanung der RS des Vereines von 1992- 2009, stellvertretender Leiter Kat-Schutz-Zug Wasserrettung im Kyffhäuserkreis bis 2003 und er war auch Verantwortlicher Multiplikator für die Ausbildung der Lehrscheinanwärter Rettungsschwimmen des DLRG LV Thüringen von 1996- 2002.
Seit 2010 ist er im Ressorts Erste Hilfe tätig und für Planung und Durchführung von EH- Ausbildungen mit verantwortlich. Als Revisor des Vereins ist Karsten seit 2015 das finanzielle Gewissen des Vereins.
Für dieses herausragende Engagement in über 40 Jahren und mit nach wie vor ungebremster Euphorie erhält Karsten Wiech das Verdienstzeichen der DLRG in Gold mit Brillant aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta. Für das andere, auszuzeichnende Gründungsmitglied Peter Keßler, hielt der Ehrenpräsident Dr. Peter Piechotta die Laudatio. Der Beginn seiner Laufbahn ist praktisch deckungsgleich mit der von Karsten Wiech. Beide waren schon Schulkameraden, woraus sich dann durch ihre gemeinsamen Interessen eine feste Freundschaft entwickelte. 1978 legte Peter Keßler seine Rettungsschwimmerprüfung, war als aktiver Rettungsschwimmer im Wachdienst aktiv und bei Wettkämpfen im Rettungssport sehr erfolgreich.
Auch bei ihm stehen mehrere Lebensrettungen in Gefahrensituationen im Bereich des Einsatzes an der Ostsee, international und auch in heimischen Bädern zu Buche. 1989 war er Initiator der Gründung des Rettungsschwimmerclub Die Robben um von dem nach wie vor staatlich kontrollierten DRK wegzukommen. 1990 folgte dann die Gründung der DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen, der dritten Ortsgruppe der DLRG in Thüringen, dessen Vorsitzender und Leiter für Öffentlichkeitsarbeit Peter Keßler bis 2001war. In seiner Funktion als Öffentlichkeitsarbeiter schieb er durchschnittlich 20 Artikel pro Jahr aus dem Vereinsleben und macht dies, nicht mehr so intensiv, aber bisweilen auch heute noch. 2001- 2003 arbeitete er unter Karsten Wiech als stellv. Vorsitzender und Leiter für Öffentlichkeitsarbeit. Dann wechselte der Verein in den LV Sachsen- Anhalt und wurde zur OG Kyffhäuser e.V deren Vorsitzender wieder Peter Keßler war und deren Geschicke bis Jan. 2010 weiter mit bestimmte. Die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit führte er bis 2015 weiter. Seit 2010 ist Peter Keßler Leiter des Ressorts Erste Hilfe, welches er weiterhin verantwortungsvoll führt und viele EH- Ausbildungen plant und den Großteil der Ausbildungen auch selbst durchführt.
Am 19. Januar1991 war er ein Gründungsmitglied DLRG Landesverband Thüringen und im ersten Landesvorstand Leiter für Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt der Herausgabe der Jahrbücher des LV Thüringen bis 1998. Die statistischen Daten ähneln denen Karsten Wiech. Im Feb. 1991 hat er die Prüfung zum Lehrschein bestanden und mit Karsten die Rettungsschwimmerausbildung in Bad Frankenhausen übernommen.
Im gleichen Jahr mit der Frühschwimmerausbildung begonnen und diese bis 2008 fortgeführt und über 800 Frühschwimmer zum Seepferdchen gebracht und weit über 2000 Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgenommen.
Peter Keßler hat auch seit 1994 den Lehrschein Erste Hilfe und bildet jährlich um die 150 Ersthelfer aus. Er ist Initiator des Automatisierten Externen Defibrillators für Bad Frankenhausen. Natürlich hat er auch ähnliche Erfolge im Rettungssport wie Karste Wiech zu verzeichnen, weil ja beide meist in der gleichen Staffel standen.
Im Hochwassereinsatz 2003 an der Unstrut bei Artern war er als Leiter des Kat- Schutz- Zuges Wasserrettung des Kyffhäuserkreises aktiv. Nach 2003 hatte der Verein den Landkreis gewechselt, woraus sich ergab, dass sie diese Aufgabe nicht mehr übernehmen konnten. Auch in der Organisation, Durchführung und Moderation von 24 Stunden- Schwimmen, Stauseedurchquerungsschwimmen und bei Schwimmbadfesten trat und tritt Peter Keßler in Erscheinung.
Eine Besonderheit ist seine zweite Leidenschaft. Der seit 1987 begeisterte Judoka gliederte 1993 seine Trainingsgruppe als Abteilung in die DLRG ein. Diese Symbiose war bis zum Wechsel des Landesverbandes durch die DLRG sehr fruchtbringend, da viele Judoka auch Rettungsschwimmer wurden und viele Rettungsschwimmer in den Kampfsport hineinschnuppern konnten. Für sein über die DLRG hinausgehendes Engagement erhielt Peter Keßler die Johann Christoph Friedrich GutsMuths- Ehrenplakette in Silber des LSB Thüringen und den Ehrenamtspreis der Stadt Bad Frankenhausen. Im Frühjahr 2021 wurde Peter Keßler zum Ehrenvorsitzenden der DLRG OG Kyffhäuser ernannt. Peter Keßler erhält das Verdienstzeichen der DLRG in Gold mit Brillant aus den Händen des Landesverbandspräsidenten der DLRG Sachsen- Anhalt Holger Hövelmann und des Ehrenpräsidenten Dr. Peter Piechotta.
Kathrin Kämpfe







