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Tag des offenen Denkmals

Erstmals Führungen am Bahnhof Kupferkammerhütte und Wippertaler Sonderstempel

Freitag, 03. September 2021, 07:30 Uhr
Der Tag des offenen Denkmals ist Teil der European Heritage Days, die ihren Ursprung in Frankreich haben. 1984 rief der damalige Kulturminister Jack Lang die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben, zahlreiche europäische Länder schlossen sich der Idee an. In Deutschland öffneten 1991 die ersten Denkmale zunächst in Hessen, später folgte die Stadt Halle (Saale)...

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die bundesweite Kulturveranstaltung, gleich im ersten Jahr beteiligten sich 1.200 Kommunen. 2018 feierte der bundesweite Tag des offenen Denkmals 25-jähriges Jubiläum: 8.000 historische Orte empfingen rund 3,5 Millionen begeisterte Menschen.

Das Konzept begeistert jedes Jahr aufs Neue: Für einen Tag im Jahr öffnen tausende historische Stätten ihre Türen und locken Millionen interessierte Besucher an. Jährlich am zweiten Sonntag im September werden so tausende Geschichten erlebbar, die von Vergangenem und Zukünftigem in einem erzählen. Sonst nicht zugängliche Denkmale erlauben es, in andere Welten einzutauchen, bereits bekannte Denkmale lassen sich durch ein besonderes Programm unter einem neuen Blickwinkel erkunden.

Am Tag des offenen Denkmals ist für jeden etwas dabei, denn bei den Veranstaltungsorten sind keine Grenzen gesetzt – egal ob Burgen und Theater, Gärten und Parks, Mühlen und Industrieanlagen oder archäologische Stätten, alle historischen Orte mit Denkmalwert können mitmachen. Die bundesweite und unentgeltliche Öffnung von Denkmalen aller Gattungen, das Schaffen eines breiten Angebots und die Denkmalvermittlung durch besondere Aktionen sind Kernziele des Tags des offenen Denkmals. (Quelle: Pressetext der Stiftung Denkmalschutz)

Lokschuppen Hettstedt Kupferkammerhütte, Andreas Wernicke  (Foto: Mansfelder Bergwerksbahn ) Lokschuppen Hettstedt Kupferkammerhütte, Andreas Wernicke (Foto: Mansfelder Bergwerksbahn )


Denkmalstag bei der Bergwerksbahn 2021

Nachdem 2020 der Denkmalstag auf Grund der Corona-Pandemie nur digital stattfand - die Bergwerksbahn hatte sich mit einem Video an der Aktion beteiligt - kann nach jetzigem Stand der Denkmalstag 2021 wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Am Sonntag, den 12.09.2021 nimmt die Mansfelder Bergwerksbahn daher wieder aktiv am Tag des offenen Denkmals mit einem umfangreichen Angebot und Programm für interessierte Besucher teil. Neu ist diesmal, dass der Veranstaltungsort nicht Benndorf ist, sondern die Vereinsmitglieder erstmals Führungen auf dem Gelände der ehemaligen Kupferkammerhütte und im Lokschuppen der Bergwerksbahn in Hettstedt anbieten.

Auf dem Gelände des Bahnhofs Kupferkammerhütte findet eine historische Fahrzeugausstellung von Dampflokomotiven sowie Personen-, Güterwagen und Spezialfahrzeugen statt. „Der Bahnhof Kupferkammerhütte, an welchen am 15. November 1880 erstmal Züge abfuhren, ist der älteste betriebsfähige Schmalspurbahnhof Deutschlands. So haben wir hier ein interessantes und bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal, welches wir dem Besucher am Denkmalstag vermitteln wollen“, so Marco Zeddel, Pressesprecher der Bergwerksbahn.
Ab 10 Uhr werden stündlich Führungen auf dem Gelände (Treffpunkt: Uhrenturm Kupferkammerhütte, Anfahrt über Pappelweg, 06333 Hettstedt) angeboten. Hierbei wird Historisches und Interessantes über dieses Industriezentrum des Mansfelder Kupferschieferbergbaus und dessen Hüttenbetriebe als auch das Transportwesen und des Personenbahnhofes inkl. Lokschuppen vermittelt. So erfährt der Besucher z.B. was Taschenuhren mit dem Uhrenturm zu tun haben, woher der Begriff Kupferkammerhütte kommt oder seit wann an diesem Ort schon Kupferverhüttung stattfindet.

Personenbahnhof Kupferkammerhütte und Uhrenturm,  (Foto: Marco Zeddel) Personenbahnhof Kupferkammerhütte und Uhrenturm, (Foto: Marco Zeddel)


Auch verschiedene historische Schienenfahrzeuge bzw. dessen Geschichte werden erläutert. Abgerundet wird das Ganze durch die eine oder andere augenzwinkernde Anekdote rund um den Mansfelder Bergbau. „Als besonderen Gimmick haben wir uns noch etwas Neues in diesem Jahr einfallen lassen. So wird es erstmals eine temporäre Stempelstelle an der Kupferkammerhütte geben. Der seltene Sonderstempel Nr. 19 mit Lok 11 der MBB wird an diesem Tag auf Inhaber eines Wippertaler Stempelpasses warten. Dazu muss man aber wenigstens an einer der Führungen teilnehmen, denn eine kleine Hürde müssen wir schon einbauen.“, so Zeddel schmunzelnd abschließend.

Das Programm im Überblick:

  • Führungen von 10 Uhr bis 17 Uhr stündlich zu jeder vollen Stunde
  • Treffpunkt zur Führung am Uhrenturm Kupferkammerhütte
  • Dauer einer Führung etwa 1 Stunde
  • Führung durchs ehemalige Stellwerk mit Uhrenturm
  • Führung durch den Lokschuppen
  • Führung über das Freigelände
  • Fahrzeugausstellung historischer Schienenfahrzeuge
  • Souvenirverkauf
  • Temporäre Stempelstelle „Sonderstempel Lok 11 der MBB“

Parkplätze sind ausreichend auf dem Gelände vorhanden. WICHTIG! Ein Fahrbetrieb findet an diesem Tag nicht statt! Abstandsregeln und Maskenpflicht in Innenräumen sind zu beachten! Die Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals ist grundsätzlich kostenfrei, über eine Spende würden sich die Vereinsmitglieder jedoch sehr freuen.

Termin: 12.09.2021, 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Weitere Infos unter: mansfelder@bergwerksbahn.de ; www.bergwerksbahn.de
Tel. 034772 27640 (Zu unseren Bürozeiten Mo.-Fr. von 07:00 bis 14:00 Uhr)
Autor: nis

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