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Gewissheit anstatt Bauchgefühl:

Darmkrebsvorsorge trotz Pandemie ernst nehmen

Donnerstag, 19. August 2021, 18:02 Uhr
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Eine regelmäßige Vorsorge und Früherkennung erhöht die Heilungs- und Überlebenschancen deutlich. Spezialisten für Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Dick- und Enddarms der Helios Klinik Hettstedt raten daher zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen...

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Verunsicherung vieler Patientinnen und Patienten erstreckt sich laut Experten der Helios Klinik Hettstedt auch auf wichtige Vorsorgetermine beim Arzt. Noch immer werden Arztbesuche trotz Darmbeschwerden wegen der Corona-Pandemie nicht wahrgenommen und teils auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Chefärzte Dr. med. Jan Wieland und Dr. med. Gerd-Wilm Schute der Helios Klinik Hettstedt appellieren daher an Betroffene, Warnsignale ernst zu nehmen und Vorsorgeuntersuchungen nicht verstreichen zu lassen.

„Die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung sind umso größer, je früher der Krebs und die Vorstufen erkannt werden“, betont Dr. med. Jan Wieland, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Helios Klinik Hettstedt. „Risikofaktoren wie Alter, Übergewicht, Rauchen, der Verzehr von rotem Fleisch aber auch genetische Veranlagungen haben einen Einfluss auf die Entstehung von Krebs“, so Dr. Wieland weiter.

Darmkrebs befällt zumeist den Dickdarm, den hinteren Teil des Verdauungstraktes. In seltenen Fällen kann aber auch der Dünndarm vom Krebs betroffen sein. Der Tumor entwickelt sich über einen langen Zeitraum und zunächst ohne Beschwerden. Viele Patienten suchen daher erst Rat, wenn die Symptome deutlich zu Tage treten: Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Durchfall und Verstopfungen, aber auch Blutarmut und Gewichtsverlust können mögliche Anzeichen sein. Frauen und Männer ab fünfzig Jahren sollten deshalb ihren Stuhl regelmäßig auf verstecktes Blut untersuchen lassen; ab 55 Jahren wird zudem eine Darmspiegelung (Koloskopie) empfohlen. „Bei der Koloskopie können bereits Krebsvorstufen – sogenannte Darmpolypen – erkannt, präventiv entfernt und somit der Darmkrebs effektiv verhindert werden“, sagt Dr. med. Gerd-Wilm Schute, Chefarzt der Inneren Medizin und Spezialist für Gastroenterologie der Helios Kliniken Hettstedt und Eisleben und betont einmal mehr die Chancen der Früherkennung von Darmkrebs durch Vorsorgeuntersuchungen.

Die Lage des Tumors und das Stadium bestimmen individuell die weitere Therapie – z. B. über die Notwendigkeit einer Bestrahlung, Chemotherapie oder eines operativen Eingriffs. „Viele der Operationen bei Darmkrebs werden minimal-invasiv durchgeführt, mittels der sogenannten Schlüsselloch-Technik. Bei dieser schonenden OP-Methode profitieren die Patientinnen und Patienten von einer schnelleren Genesung, weniger Schmerzen und geringeren Wund-und Narbenbeschwerden. Auch im metastasierten Stadium kann durch moderne Therapien oft noch die Lebensqualität der Betroffenen erhalten und die Lebenszeit verlängert werden“, ergänzt Dr. med. Jan Wieland.

Informationen und Termine zur Darmkrebsvorsorge gibt es in den Helios Kliniken Hettstedt sowie im Helios MVZ in Aschersleben: Die Helios Klinik Hettstedt, Robert-Koch-Straße 8, 06333 Hettstedt, bietet hierzu vorstationäre Sprechzeiten an. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Tel.-Nr.: (03476) 93-32 06. In dem Helios MVZ in Aschersleben, Praxis für Chirurgie, Dr. med. Jan Wieland, Lindenstraße 16, 06449 Aschersleben, werden hierzu ebenfalls Sprechzeiten angeboten. Weitere Auskünfte erhalten Sie unter der Tel.-Nr.: (03473) 80-70 21.
Autor: nis

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