Freie Wähler dringen auf Verursacherprinzip bei Atommüllentsorgung
MSH ist nicht die Müllkippe der Nation
Mittwoch, 30. September 2020, 23:43 Uhr
Der Landkreis muss kategorisch zeigen, dass Mansfeld-Südharz nicht bereit ist, Atommüll unter der Erde einzulagern, fordert der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Jens Diederichs. Er reagiert damit auf die Informationen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), welche den Landkreis Mansfeld-Südharz als mögliche Lagerstätte von radioaktivem Müll aufgelistet hat...
Anfang dieser Woche veröffentlichte die BGE, die in Peine ihren Sitz hat, eine Deutschlandkarte mit 90 möglichen Standorten für ein Atommüll-Endlager. Darunter befindet sich auch der südliche Teil des Landkreises Mansfeld-Südharz. Im schlimmsten Fall könnte dort ein unterirdisches Lager für bis zu 1.900 Behälter mit radioaktivem Abfall entstehen, die bis zum Abschalten der letzten sechs deutschen Atomkraftwerke (AKW) Ende 2022 angefallen sein werden. Das Ende der Atomstromproduktion ist Teil der Energiewende.
Jens Diederichs: Ich habe meine Zweifel daran, ob es richtig ist, die deutschen Atomreaktoren, die hohe Sicherheitsstandards erfüllen, so bald vom Netz zu nehmen. Doch wenn das so sein soll, dann sollen auch die AKW-Betreiber für die Entsorgung ihres Mülls verantwortlich gemacht werden und diese Entsorgung bezahlen. Und nicht wieder einmal der Bürger. Die Atomkraftwerkbetreiber Vattenfall und RWE erhalten ab 2023 mehr als eine Milliarde Euro als Entschädigung für dann nicht mehr produzierten Strom. Diederichs: Das Geld wird wieder mal der Bürger aufbringen müssen, der nicht nur seinen bisher bezogenen Strom teuer bezahlt hat, sondern für künftigen Ökostrom noch tiefer in die Tasche greifen muss und zu allem Übel für die Entschädigung der AKW-Betreiber bluten muss.
Diederichs erklärt: Unser Landkreis ist nach 30 Jahren Renaturierung und Sanierung von kontaminierten Böden und Umweltschäden aufgrund früherer Verschmutzung durch die Betriebe endlich den Ruf des Schmuddelkindes losgeworden. Und jetzt kommt aus Peine eine solche Landkarte mit möglichen Endlagerstandorten auch in unserem Kreis! Die sollen ihren Dreck bitteschön dort entsorgen, wo sie ihn erzeugt haben! Wir sind doch nicht die Müllkippe der Nation!
Jochen Miche
Autor: nisAnfang dieser Woche veröffentlichte die BGE, die in Peine ihren Sitz hat, eine Deutschlandkarte mit 90 möglichen Standorten für ein Atommüll-Endlager. Darunter befindet sich auch der südliche Teil des Landkreises Mansfeld-Südharz. Im schlimmsten Fall könnte dort ein unterirdisches Lager für bis zu 1.900 Behälter mit radioaktivem Abfall entstehen, die bis zum Abschalten der letzten sechs deutschen Atomkraftwerke (AKW) Ende 2022 angefallen sein werden. Das Ende der Atomstromproduktion ist Teil der Energiewende.
Jens Diederichs: Ich habe meine Zweifel daran, ob es richtig ist, die deutschen Atomreaktoren, die hohe Sicherheitsstandards erfüllen, so bald vom Netz zu nehmen. Doch wenn das so sein soll, dann sollen auch die AKW-Betreiber für die Entsorgung ihres Mülls verantwortlich gemacht werden und diese Entsorgung bezahlen. Und nicht wieder einmal der Bürger. Die Atomkraftwerkbetreiber Vattenfall und RWE erhalten ab 2023 mehr als eine Milliarde Euro als Entschädigung für dann nicht mehr produzierten Strom. Diederichs: Das Geld wird wieder mal der Bürger aufbringen müssen, der nicht nur seinen bisher bezogenen Strom teuer bezahlt hat, sondern für künftigen Ökostrom noch tiefer in die Tasche greifen muss und zu allem Übel für die Entschädigung der AKW-Betreiber bluten muss.
Diederichs erklärt: Unser Landkreis ist nach 30 Jahren Renaturierung und Sanierung von kontaminierten Böden und Umweltschäden aufgrund früherer Verschmutzung durch die Betriebe endlich den Ruf des Schmuddelkindes losgeworden. Und jetzt kommt aus Peine eine solche Landkarte mit möglichen Endlagerstandorten auch in unserem Kreis! Die sollen ihren Dreck bitteschön dort entsorgen, wo sie ihn erzeugt haben! Wir sind doch nicht die Müllkippe der Nation!
Jochen Miche
