Arbeitsmarkt im Januar
Jahreswechsel lässt Arbeitslosigkeit steigen
Donnerstag, 30. Januar 2020, 13:11 Uhr
Auslaufende Verträge ließen die Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel steigen. Das passierte jedoch geringer als voriges Jahr. Auftragsrückgänge in den Firmen wurden eher mit Überstundenabbau ausgeglichen, als mit Entlassungen. Vor allem aus dem Baubereich meldeten sich weniger Beschäftigte arbeitslos als sonst. Der Bedarf an neuen Arbeitskräften hielt sich ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres...
Der Januar gehört zu den Monaten, wo üblicherweise weniger eingestellt wird. Aufgrund der Kleinteiligkeit unseres regionalen Marktes gab es keine Anzeichen für eine konjunkturelle Eintrübung. Und das Wetter wirkte sich bisher auch nicht negativ auf den Arbeitsmarkt aus, steigt Martina Scherer, Vorsitzende der Sängerhäuser Arbeitsagentur, in die monatliche Arbeitsmarktbetrachtung ein.
Die Arbeitslosigkeit nach Personengruppen und Zuständigkeit
Im Januar 2020 mussten sich 1.424 Menschen neu oder erneut arbeitslos melden. Das waren insgesamt 25 mehr als im Dezember. Die meisten Zugänge (675 Personen) kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Nach einer Ausbildung oder Maßnahme mussten sich 292 Personen arbeitslos melden, nach einer Nichterwerbstätigkeit waren es 445 Personen (296 aus Arbeitsunfähigkeit).
Die Arbeitslosigkeit beenden, konnten im Januar 983 Personen. Das waren 100 weniger als vor einem Monat. Insgesamt 276 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und 165 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme. Es mussten 488 Arbeitslose in die Nichterwerbstätigkeit abgemeldet werden, weil sie z.B. arbeitsunfähig waren (258).
Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag im Januar bei 524 Personen (Agentur 82 und Jobcenter 442). Das waren 56 mehr als im Dezember und 72 mehr als voriges Jahr.
Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Sangerhausen gemeldet (214), gefolgt von Eisleben (176) und danach Hettstedt (134).
Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien (179) und Afghanistan (67). Aus den Balkanstaaten wurden 80 Arbeitslose gezählt.
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 438 auf 6.598 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 707 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 9,9 Prozent
(Geschäftsstellen Sangerhausen 9,9 Prozent, Lutherstadt Eisleben 10,1 Prozent und Hettstedt 9,7 Prozent).
In der Agentur für Arbeit stieg die Arbeitslosigkeit um 352 Personen auf 2.246 Arbeitslose (Anteil an allen Arbeitslosen= 34 Prozent). Aufgrund der Nähe zum Arbeitsmarkt ist die saisonale Arbeitslosigkeit in diesem Monat stärker gestiegen als im Jobcenter.
Im Jobcenter Mansfeld-Südharz wurden 4.352 Arbeitslose betreut, 86 mehr als im Dezember (Anteil an allen Arbeitslosen= 66 Prozent).
Die Nachfrage nach Arbeitskräften
Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Januar 122 neue Stellenangebote. Das waren 14 weniger Stellen als vor einem Monat und acht weniger Stellen als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Koch/Köchin, Schulbegleiter/in, Erzieher/in und CNC-Fräser/in. Damit sind jetzt insgesamt 861 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 32 weniger als voriges Jahr. Stellen für Fachkräfte sind 593 frei. Es gab 158 Helferstellen und 110 Experten- bzw. Spezialistenstellen waren im Bestand.
Nach Berufsbereichen betrachtet, gab es die meisten Arbeitsstellen im verarbeitenden Gewerbe (128), im Handel/Instandhaltung/Reparatur von Kfz (99), im Baugewerbe (83), Gesundheits- und Sozialwesen (113) und Gastgewerbe (54). In der Zeitarbeit- Überlassung von Arbeitskräften- waren 135 Arbeitsstellen gemeldet. Das waren vor einem Jahr fünf Stellen mehr.
Die Unterbeschäftigung
Neben der Zahl der Arbeitslosen wird in der Unterbeschäftigung auch erfasst, wenn ein Arbeitsloser krank ist oder an einer Maßnahme teilnimmt. So gab es im Januar 435 Teilnehmer/innen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 269 Arbeitslose absolvierten eine Aktivierungsmaßnahme und 383 Personen bildeten sich beruflich weiter. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im Januar 8.869 bei. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 13 Prozent erreicht.
Den ausführlichen Bericht können Sie hier noch einmal nachlesen.
Autor: nisDer Januar gehört zu den Monaten, wo üblicherweise weniger eingestellt wird. Aufgrund der Kleinteiligkeit unseres regionalen Marktes gab es keine Anzeichen für eine konjunkturelle Eintrübung. Und das Wetter wirkte sich bisher auch nicht negativ auf den Arbeitsmarkt aus, steigt Martina Scherer, Vorsitzende der Sängerhäuser Arbeitsagentur, in die monatliche Arbeitsmarktbetrachtung ein.
Die Arbeitslosigkeit nach Personengruppen und Zuständigkeit
Im Januar 2020 mussten sich 1.424 Menschen neu oder erneut arbeitslos melden. Das waren insgesamt 25 mehr als im Dezember. Die meisten Zugänge (675 Personen) kamen aus einer Erwerbstätigkeit. Nach einer Ausbildung oder Maßnahme mussten sich 292 Personen arbeitslos melden, nach einer Nichterwerbstätigkeit waren es 445 Personen (296 aus Arbeitsunfähigkeit).
Die Arbeitslosigkeit beenden, konnten im Januar 983 Personen. Das waren 100 weniger als vor einem Monat. Insgesamt 276 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und 165 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme. Es mussten 488 Arbeitslose in die Nichterwerbstätigkeit abgemeldet werden, weil sie z.B. arbeitsunfähig waren (258).
Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag im Januar bei 524 Personen (Agentur 82 und Jobcenter 442). Das waren 56 mehr als im Dezember und 72 mehr als voriges Jahr.
Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Sangerhausen gemeldet (214), gefolgt von Eisleben (176) und danach Hettstedt (134).
Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien (179) und Afghanistan (67). Aus den Balkanstaaten wurden 80 Arbeitslose gezählt.
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 438 auf 6.598 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 707 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 9,9 Prozent
(Geschäftsstellen Sangerhausen 9,9 Prozent, Lutherstadt Eisleben 10,1 Prozent und Hettstedt 9,7 Prozent).
In der Agentur für Arbeit stieg die Arbeitslosigkeit um 352 Personen auf 2.246 Arbeitslose (Anteil an allen Arbeitslosen= 34 Prozent). Aufgrund der Nähe zum Arbeitsmarkt ist die saisonale Arbeitslosigkeit in diesem Monat stärker gestiegen als im Jobcenter.
Im Jobcenter Mansfeld-Südharz wurden 4.352 Arbeitslose betreut, 86 mehr als im Dezember (Anteil an allen Arbeitslosen= 66 Prozent).
Die Nachfrage nach Arbeitskräften
Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Januar 122 neue Stellenangebote. Das waren 14 weniger Stellen als vor einem Monat und acht weniger Stellen als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Koch/Köchin, Schulbegleiter/in, Erzieher/in und CNC-Fräser/in. Damit sind jetzt insgesamt 861 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 32 weniger als voriges Jahr. Stellen für Fachkräfte sind 593 frei. Es gab 158 Helferstellen und 110 Experten- bzw. Spezialistenstellen waren im Bestand.
Nach Berufsbereichen betrachtet, gab es die meisten Arbeitsstellen im verarbeitenden Gewerbe (128), im Handel/Instandhaltung/Reparatur von Kfz (99), im Baugewerbe (83), Gesundheits- und Sozialwesen (113) und Gastgewerbe (54). In der Zeitarbeit- Überlassung von Arbeitskräften- waren 135 Arbeitsstellen gemeldet. Das waren vor einem Jahr fünf Stellen mehr.
Die Unterbeschäftigung
Neben der Zahl der Arbeitslosen wird in der Unterbeschäftigung auch erfasst, wenn ein Arbeitsloser krank ist oder an einer Maßnahme teilnimmt. So gab es im Januar 435 Teilnehmer/innen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 269 Arbeitslose absolvierten eine Aktivierungsmaßnahme und 383 Personen bildeten sich beruflich weiter. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im Januar 8.869 bei. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 13 Prozent erreicht.
Den ausführlichen Bericht können Sie hier noch einmal nachlesen.
