nnz-online
Bedarf an Blutplasma steigt kontinuierlich

Plasmaspender dringend gesucht

Donnerstag, 20. Dezember 2018, 12:10 Uhr
Natascha Wiesner und Alina Sonnenberg spenden regelmäßig Blutplasma und retten damit automatisch Leben. Da der Plasmabedarf stetig steigt, werden dringend Spender gesucht...

Regelmäßige Spender (Foto: Plasma Service Europe) Regelmäßige Spender (Foto: Plasma Service Europe) Plasma Service Europe: Alina Sonnenberg (links) und Natascha Wiesner (rechts) spenden regelmäßig Plasma und retten damit automatisch Leben

Zahlreiche Autoimmunerkrankungen werden mit Hilfe von Medikamenten aus Plasma behandelt. Diese Präparate sind für Menschen mit einem Mangel an Antikörpern oder Gerinnungsfaktoren überlebenswichtig. Hämophiliepatienten, beispielsweise, werden mit Medikamenten aus Plasma behandelt.

In Deutschland gibt es mehr als 6000 Betroffene, die an der sogenannten Bluterkrankheit leiden. Bei diesem Gendefekt ist die Blutgerinnung gestört. Diese ist nach inneren und äußeren Verletzungen dafür zuständig, die Wunde zu schließen. Therapiert werden die Betroffenen, unter anderem, indem sie die aus dem Blutplasma separierten Gerinnungsfaktoren erhalten.

Laut dsai (Patientenorganisation für angeborene Immundefekte) werden zunehmend Betroffene auf Blutplasma angewiesen sein, da die Diagnoserate kontinuierlich steigt.

Um die medizinische Versorgung zu gewährleisten, werden dringend Plasmaspender gesucht. Bis zu 60 Spenden kann ein gesunder Erwachsener innerhalb von einem Jahr leisten. Dies ist möglich, da der menschliche Körper das Plasma bereits innerhalb weniger Tage vollständig ersetzt.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 msh-online.de