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DAK-Gesundheit im Landkreis Mansfeld-Südharz zahlt HPV-Impfung bei Jungen

Krankenkasse übernimmt Kosten für Anti-Krebs-Spritze

Dienstag, 21. August 2018, 11:35 Uhr
Die DAK-Gesundheit im Landkreis Mansfeld-Südharz übernimmt ab 1. Juli auch für Jungen die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV). Der Verwaltungsrat der Krankenkasse hat das Angebot als neue Satzungs-Mehrleistung bewilligt. Bisher ist die Anti-Krebs-Impfung nur für Mädchen eine allgemeine Kassenleistung...

DAK übernimmt Kosten für Anti-Krebs-Spritze (Foto: DAK) DAK übernimmt Kosten für Anti-Krebs-Spritze (Foto: DAK)
„Wir wollen den Kampf gegen Krebs in Deutschland entscheidend voranbringen. Deshalb erstatten wir ab 1. Juli, als eine der ersten großen Kassen, die Kosten einer HPV-Impfung auch für Jungen“, erklärt Uwe Hennemann, Leiter des Servicezentrums der DAK-Gesundheit für den Landkreis Mansfeld-Südharz.

Der Verwaltungsrat der Kasse hat das neue Impfangebot beschlossen. Es gilt für Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren und beinhaltet bis zum vollendeten 18. Lebensjahr auch die Kosten für Nachholimpfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat angekündigt, die Impfung für Jungen demnächst in ihre Empfehlung aufzunehmen. „Jungen, die bei uns versichert sind, müssen nicht darauf warten, sondern können schon jetzt diese wichtige Krebs-Prophylaxe nutzen“, so Hennemann.

HP-Viren lösen Vorstufen von Krebs aus
Humane Papillomviren sind häufig Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 4.600 Frauen, 1.600 sterben daran. Krebsformen im Mund- und Rachenraum und am Darmausgang sowie die sogenannten Genitalwarzen können ebenfalls durch eine Infektion mit dem HP-Virus verursacht werden. Jungen sind – abgesehen vom Gebärmutterhalskrebs – von allen Erkrankungen genauso betroffen wie Mädchen.

Ablauf der Anti-Krebs-Impfung
In der Regel werden die Jungen wie die Mädchen zweimal in einem Abstand von sechs Monaten mit einer Spritze geimpft. Falls der Abstand nicht eingehalten wurde oder eine Nachholimpfung fällig wird, kann eine dritte Impfstoffdosis nötig werden. Die Impfung nimmt bei den Jungen in der Regel der Hausarzt oder ein Kinder- und Jugendarzt vor. „Die DAK-Gesundheit erstattet die Kosten für den Impfstoff und die Arztleistung zu 100 Prozent. Betroffene Familien können einfach die entsprechenden Belege in unserem Servicezentrum in Sangerhausen abgeben“, erklärt Hennemann.

Informationen zur HPV-Impfung bei Jungen gibt es auch im Internet unter: www.dak.de/hpv
Autor: red

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