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Agentur für Arbeit

Zahlen auf Rekordtief

Donnerstag, 30. November 2017, 11:44 Uhr
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis auf ein Rekordtief gesunken. „Erstmals seit 27 Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen in unserem Landkreis unter 7000. Dazu beigetragen haben sowohl die gute Beschäftigungslage, aber auch die demografische Entwicklung. Besonders der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit ist erfreulich. So wenig arbeitslose Jugendliche wie derzeit hatten wir noch nicht. Außerdem gab es im November noch keinen Wintereinbruch. Gerade Arbeitnehmer in Außenberufen konnten deshalb weiterarbeiten,“ erklärt die Vorsitzende der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer.

Im vergangenen Monat mussten sich 1315 Menschen arbeitslos melden. Das waren insgesamt 95 mehr als im Oktober 2017. Die meisten Zugänge (38,6 Prozent) kamen aus der Nichterwerbstätigkeit, zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit. Aus einer Erwerbstätigkeit waren es hingegen nur 30,7 Prozent. Dieser Wert lag sowohl unter dem vom Oktober als auch unter dem Vorjahreswert November 2016.

Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im November 1420 Personen. Zum Vormonat ist das ein Anstieg um 18 Menschen. Auch hier lag der Wert der Abmeldungen in Nichterwerbstätigkeit höher als in Beschäftigung. 338 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 453 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme und 575 Arbeitslose mussten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden, weil sie zum Beispiel arbeitsunfähig waren (374).

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag im November bei 359 Personen. Das waren 22 weniger als im Oktober und 188 weniger als vor einem Jahr. Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Eisleben gemeldet (151), gefolgt von Sangerhausen (135) und danach Hettstedt (73).

Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern (158), vorrangig Menschen aus Syrien (96) und Afghanistan (22). Aus den Balkanstaaten wurden 70 Arbeitslose gezählt.

Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 107 Personen auf 6926 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 825 Personen weniger. Zehn Jahre zurück zeigt ein noch deutlicheres Bild: Im November 2007 gab es in unserem Landkreis über 8000 Arbeitslose mehr.

Die Arbeitslosenquote lag in diesem Herbstmonat bei 10 Prozent (Sangerhausen 9,6 Prozent, Eisleben 11 Prozent und Hettstedt 9,4 Prozent).

Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen (5089) wurden durch das Jobcenter Mansfeld-Südharz betreut und knapp ein Drittel (1837) durch die Agentur für Arbeit Sangerhausen. Im Vergleich zum Oktober profitierten sowohl Jobcenter als auch Agentur für Arbeit vom Rückgang der Arbeitslosigkeit (JC: -57 Personen,
AA: -50 Personen).

Von Arbeitgebern wurden 159 neue Stellenangebote gemeldet. Das waren 12 Stellen weniger als vor einem Monat und 38 weniger als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Steuerfachanges​tellte/r; Pharmazeutisch-kaufmännische/​r Angestellte/r; Erzieher/in

Dazu sagt die Agenturleiterin: „Den Bedarf der Unternehmen als offene Arbeitsstellen aufzunehmen, ist die eine Seite. Diese jedoch zeitnah und passend mit geeigneten Arbeitslosen zu besetzen, wird immer schwieriger. Dennoch loten wir alle Möglichkeiten und Wege aus, um Bewerber und Arbeitgeber zusammen zu bringen.“

Damit sind jetzt insgesamt 839 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 52 mehr als vor einem Jahr im November.

Neben der Zahl der Arbeitslosen werden auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im November bei 9471. Eine berufliche Weiterbildung oder eine Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahme absolvierten insgesamt 697 Personen. In geförderter Beschäftigung, zum Beispiel Arbeitsgelegenheiten, befanden sich 694 Menschen. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 13,3 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote noch bei 14,7 Prozent.



Autor: msh

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