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Agentur für Arbeit

Nur drei Bewerber unversorgt

Freitag, 03. November 2017, 09:20 Uhr
Nur drei von 714 Bewerbern im Landkreis haben in diesem Jahr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden. „Im Landkreis-Mansfeld-Südharz gab es in diesem Jahr wieder einen Bewerbermarkt. Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz waren sehr gut“, gibt die Leiterin der Arbeitsagentur, Martina Scherer, bekannt.

Um reibungslose Bildungsübergänge zu ermöglichen, haben die Berufsberaterinnen und Berufsberater, die Schulen und Lehrer, Eltern und kommunalen Jugendeinrichtungen (zum Beispiel RÜMSA) eng zusammengearbeitet. Lediglich drei Bewerber konnten nicht mit einem Angebot versorgt werden. Der Fokus der Berufsberatung lag auf den Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf.

Obwohl es umfassende Informationsangebote über die Ausbildungsmöglichkeiten gab- Aktionstage, Messen, Praktika, BiZ, online Portale- hat sich ein Teil von Jugendlichen bei der Berufswahl an den klassischen Berufen orientiert. Und es gab Jugendliche, die lieber studieren oder eine weiterführende Schule besuchen wollten, als eine Ausbildung zu machen. Fehlende Mobilität und zum Teil weit entfernte Berufsschulstandorte erschwerten im ländlichen Raum den Ausbildungseinstieg.

Das Angebot an interessanten, betrieblichen Ausbildungsstellen war wieder groß. Auch wenn es dieses Jahr ein paar weniger waren. Der Grund dafür: Es gibt Unternehmen, die nicht jedes Jahr ausbilden.

„Wir haben im Landkreis viele Kleinst- und Kleinbetriebe, die es schwer haben, die Ausbildung zu stemmen. Und um eine gute Ausbildung zu sichern, sind nicht jedes Jahr die Ressourcen vorhanden“, erklärt die Agenturchefin.

Der demografische Wandel wird es den Unternehmen auch in Zukunft nicht leichter machen, ihre Wunschkandidaten zu finden. Da heißt es frühzeitig alle Potentiale ausschöpfen. Die Unternehmen haben vielfach erkannt: Es kommt darauf an, was ein Bewerber wirklich kann, wenn er die Chance dazu bekommt. Findet ein Unternehmen nicht den passenden Azubi, so wurde mit den Unternehmen auch immer nach Alternativen gesucht. Dazu zählt die Einstellung eines älteren oder ausländischen Jugendlichen genauso, wie die Möglichkeit der Erprobung im Langzeitpraktikum.
Autor: msh

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