Industrie- und Handelskammer
Erleichterung dank neuem Abkommen
Dienstag, 19. September 2017, 09:41 Uhr
Für die sachsen-anhaltische Wirtschaft eröffnen sich neue Geschäftschancen in Nordamerika: Das lange verhandelte europäisch-kanadische Handelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) bringt ab 21. September 2017 erhebliche Zollerleichterungen. Darauf hat die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) hingewiesen. Teile von CETA werden provisorisch angewendet, auch wenn noch nicht alle EU-Mitgliedsstaaten das Abkommen ratifiziert haben. Dieser Prozess dürfte nach Einschätzung der IHK noch mehrere Jahre dauern.
Doch die Handelserleichterungen gelten ohne Wenn und Aber, erklärt Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International bei der IHK. Rund 99 Prozent der gegenseitigen Zölle werden nach und nach abgebaut – ein Großteil sofort. Auch kleinere und mittlere Maschinenbau- oder Umwelttechnikfirmen könnten davon profitieren. Kanada wolle in den nächsten zehn Jahren umgerechnet mehr als 120 Milliarden Euro in Bau, Infrastruktur, Energie und Umwelt investieren, berichtet Stodtko. Sachsen-Anhalt exportiert bisher vor allem Metallerzeugnisse, chemische Produkte und Maschinen. 2016 betrug der Wert der Ausfuhren 71,2 Millionen Euro.
Die CETA-Zollbestimmungen seien politisch unumstritten, erklärt Stodtko. Sie könnten somit schon vor der endgültigen Ratifizierung in Kraft treten. Für andere Regelungen des Abkommens gelte dies allerdings nicht: Ausgenommen seien etwa die Vorschriften zum Schutz von Investitionen sowie einzelne Kapitel zu Finanzdienstleistungen, Steuern und geistigem Eigentum. Aber auch falls CETA wider Erwarten noch scheitern sollte – die Zölle werden nicht nachverlangt, betont Stodtko.
Autor: mshDoch die Handelserleichterungen gelten ohne Wenn und Aber, erklärt Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International bei der IHK. Rund 99 Prozent der gegenseitigen Zölle werden nach und nach abgebaut – ein Großteil sofort. Auch kleinere und mittlere Maschinenbau- oder Umwelttechnikfirmen könnten davon profitieren. Kanada wolle in den nächsten zehn Jahren umgerechnet mehr als 120 Milliarden Euro in Bau, Infrastruktur, Energie und Umwelt investieren, berichtet Stodtko. Sachsen-Anhalt exportiert bisher vor allem Metallerzeugnisse, chemische Produkte und Maschinen. 2016 betrug der Wert der Ausfuhren 71,2 Millionen Euro.
Die CETA-Zollbestimmungen seien politisch unumstritten, erklärt Stodtko. Sie könnten somit schon vor der endgültigen Ratifizierung in Kraft treten. Für andere Regelungen des Abkommens gelte dies allerdings nicht: Ausgenommen seien etwa die Vorschriften zum Schutz von Investitionen sowie einzelne Kapitel zu Finanzdienstleistungen, Steuern und geistigem Eigentum. Aber auch falls CETA wider Erwarten noch scheitern sollte – die Zölle werden nicht nachverlangt, betont Stodtko.
