Agentur für Arbeit
Lehrlinge und Firmen zusammenbringen
Montag, 08. Mai 2017, 11:14 Uhr
Ausbildungsplätze gibt es mittlerweile reichlich, oft jedoch fehlen die geeigneten Lehrlinge. Für viele Betriebe ist es inzwischen schwieriger geworden, geeigneten Berufsnachwuchs zu finden. Dabei verrät die Schullaufbahn selten, ob ein junger Mensch ein fähiger Auszubildender wird. Mit der assistierten Ausbildung der Arbeitsagentur kann so manche Hürde gemeistert werden. Die assistierte Ausbildung schließt die Lücke zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Kenntnissen und Fähigkeiten, welche die Jugendlichen mitbringen. Sie flankiert die reguläre Berufsausbildung durch passgenaue Vorbereitung und Unterstützung und geht gleichermaßen auf die Bedürfnisse der Auszubildenden und der Betriebe ein.
Das Programm umfasst zwei Phasen:
Zu den Hilfestellungen für Jugendliche gehören Bewerbungstraining und Praktika in der Vorbereitungsphase. In der Ausbildung kann für den Jugendlichen ein Paket aus Nachhilfe, Beratung und Hilfen zur Lebensbewältigung geschnürt werden. An die Betriebe richten sich Angebote wie Bewerbungs- und Ausbildungsmanagement, Beratung und Information in Hinblick auf spezifische Zielgruppen sowie Unterstützung bei der Kooperation mit der Berufsschule. Das Programm ist für benachteiligte Jugendliche, die ohne die Förderung eine Berufsausbildung im Betrieb nicht beginnen, fortsetzen oder beenden können. In die assistierte Ausbildung können natürlich auch geflüchtete Jugendliche einbezogen werden.
Die Arbeitgeber sollten den jungen Menschen mit seinen Potentialen sehen. Um Defizite in der Ausbildung auszugleichen, kann die assistierte Ausbildung passgenau auf die Bedürfnisse des Jugendlichen und Betriebe zugeschnitten werden, sagt die Leiterin der Arbeitsagentur Sangerhausen, Martina Scherer.
Bei der Einstellung eines Bewerbers über die assistierte Ausbildung kann der Aufwand, vor allem für kleine Unternehmen, minimiert werden. Unternehmen bekommen Begleitung und Unterstützung während der gesamten Ausbildungszeit. Dazu sagt Angelika Gängel vom gleichnamigen Dachdeckerbetrieb aus Helbra: Für uns wird es immer schwieriger, den geeigneten Berufsnachwuchs zu finden. Aktuell bilden wir einen jungen Afghanen aus. Um die hohen Anforderungen während der Ausbildung zu meistern, ist diese Form der Unterstützung ganz wichtig.
Der Jugendliche kann bei Schwierigkeiten frühzeitig unterstützt werden, wie zum Beispiel mit Alltagshilfen im Betrieb, Lernförderung oder Prüfungsvorbereitung. Regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten im Betrieb bauen Vertrauen auf. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 21 Jugendliche im Landkreis Mansfeld-Südharz durch die assistierte Ausbildung unterstützt.
Klar ist: Der demografische Wandel wird es Unternehmen auch in Zukunft nicht leichter machen, ihre Wunschkandidaten zu finden. Da heißt es frühzeitig alle Potentiale ausschöpfen, so die Agenturchefin abschließend.
Autor: mshDas Programm umfasst zwei Phasen:
- Phase 1: Vorbereitungsphase bei einem Bildungsträger und Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb
- Phase 2: Ausbildungsbegleitung der Auszubildenden sowie begleitend individuelle Coachings für die Ausbildungsverantwortlichen in den Betrieben.
Zu den Hilfestellungen für Jugendliche gehören Bewerbungstraining und Praktika in der Vorbereitungsphase. In der Ausbildung kann für den Jugendlichen ein Paket aus Nachhilfe, Beratung und Hilfen zur Lebensbewältigung geschnürt werden. An die Betriebe richten sich Angebote wie Bewerbungs- und Ausbildungsmanagement, Beratung und Information in Hinblick auf spezifische Zielgruppen sowie Unterstützung bei der Kooperation mit der Berufsschule. Das Programm ist für benachteiligte Jugendliche, die ohne die Förderung eine Berufsausbildung im Betrieb nicht beginnen, fortsetzen oder beenden können. In die assistierte Ausbildung können natürlich auch geflüchtete Jugendliche einbezogen werden.
Die Arbeitgeber sollten den jungen Menschen mit seinen Potentialen sehen. Um Defizite in der Ausbildung auszugleichen, kann die assistierte Ausbildung passgenau auf die Bedürfnisse des Jugendlichen und Betriebe zugeschnitten werden, sagt die Leiterin der Arbeitsagentur Sangerhausen, Martina Scherer.
Bei der Einstellung eines Bewerbers über die assistierte Ausbildung kann der Aufwand, vor allem für kleine Unternehmen, minimiert werden. Unternehmen bekommen Begleitung und Unterstützung während der gesamten Ausbildungszeit. Dazu sagt Angelika Gängel vom gleichnamigen Dachdeckerbetrieb aus Helbra: Für uns wird es immer schwieriger, den geeigneten Berufsnachwuchs zu finden. Aktuell bilden wir einen jungen Afghanen aus. Um die hohen Anforderungen während der Ausbildung zu meistern, ist diese Form der Unterstützung ganz wichtig.
Der Jugendliche kann bei Schwierigkeiten frühzeitig unterstützt werden, wie zum Beispiel mit Alltagshilfen im Betrieb, Lernförderung oder Prüfungsvorbereitung. Regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten im Betrieb bauen Vertrauen auf. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 21 Jugendliche im Landkreis Mansfeld-Südharz durch die assistierte Ausbildung unterstützt.
Klar ist: Der demografische Wandel wird es Unternehmen auch in Zukunft nicht leichter machen, ihre Wunschkandidaten zu finden. Da heißt es frühzeitig alle Potentiale ausschöpfen, so die Agenturchefin abschließend.
