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Falschmeldung, Analphabeten oder traurige Realität

Mittwoch, 08. März 2017, 06:47 Uhr
Mit Falschmeldungen oder angeblichen Falschmeldungen setzt sich ein Leser unserer Online-Zeitungen auseinander...


Am Montag war in den Onlineausgaben mehrerer überregionaler Zeitungen zu lesen, dass im September 2015 Angela Merkel die führenden Mitglieder der GroKo und der Schwesterpartei beschlossen hatten, die Grenze zu Österreich zu schließen. Die entsprechenden Befehle an die Bundespolizei seien bereits vorbereitet gewesen.

Unter anderem sollten Asylbewerber, die keine Ausweispapiere vorweisen, zurückgeschickt werden. Da aber die Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieser Anweisung sich als schwierig erwies und sich nicht eindeutig belegen ließ, wurde zur Vermeidung von unschönen Bildern der Befehl mit bekannten Ergebnis umgewandelt. Der Innenminister de Maizière soll die Nachricht von der nicht eindeutigen Rechtslage überbracht haben. Der Rest ist Geschichte.

Ja, was soll nun dieser Bericht, der demnächst in einem Buch „Report aus dem Inneren der Macht“ von Robin Alexander erscheint, beweisen? Handelt es sich um eine Falschmeldung, mit der der Überbringer der schlechten Nachricht prophylaktisch schon mal abserviert werden soll, damit sich unsere Bundeskanzlerin weiterhin die Hände oder besser Raute, in Unschuld waschen kann?

Oder ist es wirklich so passiert? Wenn ja, könnte man behaupten, dass die Beteiligten entweder die bestehenden Gesetze nicht kennen oder zu den etwa 8 bis 10 Prozent der Bevölkerung gehören, die des Lesens und Schreibens nicht oder nur bedingt mächtig sind. Eine dritte Behauptung wird nicht aufgestellt. Es könnten Klagen wegen übler Nachrede folgen.

Hier nun noch ein paar Falschmeldungen aus der jüngeren deutschen Geschichte:
  • „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!“ – Tischler aus Leipzig
  • „Den Sozialismus in seinem Lauf, halte weder Ochs noch Esel auf.“ - Dachdecker aus dem Saarland.
  • „Mit mir wird es keine PKW-Maut geben.“ – Physikerin aus Mecklenburg-Vorpommern
  • „Den Überschuss (22 Milliarden Euro) hat die Bundesregierung erwirtschaftet.“ – Dressman, ebenfalls aus dem Saarland
  • „Ich freue mich, dass die Dresdner die von den Nazis zerstörte Frauenkirche, wieder aufgebaut haben.“ – abgebrochene Theologin aus Thüringen
Keine Falschmeldungen:
  • Durchschnittliche Rente bundesweit, etwa 1.180 €/Monat.
  • Kosten für einen Platz im Altenheim, ebenfalls bundesweit, etwa 3.000 €/Monat.
  • Kosten für einen unbegleiteten jugendlichen Flüchtling, vorsichtig geschätzt, 5.250 €/Monat.
eduf, vollständiger Name ist der Redaktion bekannt
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Autor: red

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