Lichtblick zum Wochenende
Der heilige Ruf Gottes
Freitag, 03. März 2017, 07:00 Uhr
Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt Der Apostel Paulus schreibt an seinen Schüler und Mitarbeiter Timotheus. Er schreibt von einem Ruf...
Dieser Ruf ist nicht einmalig, er hat auch kein Verfallsdatum. Er ist andauernd, wie die Sirene, die auf einmal losgeht wenn neben dem Pfarrhaus in Allstedt die Feuerwehr Sirene losgeht. Immer einmal in der Woche. Lang und laut. Immer wieder. Manchmal fällt sie auch heraus aus dem Rhythmus, nämlich immer dann, wenn es brennt. Der Ruf der daran erinnert: Wir sind da und bereit zu helfen. Der Ruf der daran erinnert: Wir sind da wenn´s brennt.
So ungefähr stelle ich mir den heiligen Ruf Gottes vor. Nur dass er selten so laut ist. Oft ist er leise, nur ein flüstern. Oft ist es ein Wort was sie hören - im Gottesdienst, auf der Straße, von einem bekannten oder unbekannten Menschen. Eine Geste die sie sich gegenseitig schenken. Ein scheinbarer Zufall. Ein Lied. Es ist eine Begegnung, die Gott ihnen schenkt.
Der Ruf ist selten laut, dafür ist der heilige Ruf sehr variabel, er kommt zu Jedem in anderer Form.
Und wer ihn hört, mit dem passiert etwas. Für manche reicht, dass einmalige hören, für manche ist es ein Prozess der Jahre dauert… immer wieder angesprochen werden. Es passiert etwas, etwas verändert sich. Wer diesen Ruf hört und Gott vertraut, der wird selig. Das sagt Paulus.
Selig, ein merkwürdiges Wort. Als hätten wir nicht alle eine Seele. Als würden wir nicht alle Schmerzen an ihr spüren oder Freude und Beflügelung.
Ich glaube damit ist etwas anderes gemeint. Vielleicht das Erspüren, dass wir aus mehr bestehen als aus Fleisch und Knochen und Verstand. Selig sein heißt vielleicht zu spüren, dass wir eine Seele haben, die wertvoll ist. Unabhängig davon, wie es um Fleisch, Knochen und Verstand bestellt ist. Oder um unseren Geldbeutel oder das Ansehen in der Öffentlichkeit.
Eine Würde, die uns Gott verliehen hat. Eine Würde von der es heißt, dass sie nichts verliert durch das was wir tun oder lassen. Eine Würde die deutlich wird, in dem was Jesus auf sich genommen hat. So weit bin ich bereit für euch zu gehen, durch Schmerzen und Leid hindurch. Durch den Tod selbst. Am Kreuz und darüber hinaus bis zum leeren Grab.
Wir beginnen gemeinsam die Passionszeit, der Erinnerung an den Leidensweg Jesu. Es ist die Erinnerung an seine Treue zu Gott und zu uns. Zu jedem von uns.
Dieses Symbol, diese Tat, die verleiht allen Menschen Würde, unabhängig von dem was wir tun. Wir sind frei vom Druck uns diese Würde erkämpfen zu müssen.
Und weil wir frei sind ohne etwas was erbringen zu müssen, sind wir frei zu geben.
Das ist ein großer Trost für mich. Die Freiheit zu geben, auszuprobieren, anderen Menschen beizustehen, ihnen ohne Angst zu begegnen. Denn nichts was ich in meiner Beschränktheit tue oder lasse, macht mich in Gottes Augen unwürdiger. Ich kann mich auch nach Verletzungen an anderen Menschen, dass was die Bibel Schuld nennt, wieder aufmachen es erneut zu versuchen.
Denn meine Würde, meinen Wert, den Wert jedes mit Menschen und Mitgeschöpfes, der ist schon gegeben durch Jesus.
Durch sein Leben, sein Wirken, seinen Tod und sein Versprechen: Ich bin bei euch, bis ans Ende der Welt. AMEN
Pfarrer Martin Weber
Kommentare sind hierzu nicht möglich
Autor: redDieser Ruf ist nicht einmalig, er hat auch kein Verfallsdatum. Er ist andauernd, wie die Sirene, die auf einmal losgeht wenn neben dem Pfarrhaus in Allstedt die Feuerwehr Sirene losgeht. Immer einmal in der Woche. Lang und laut. Immer wieder. Manchmal fällt sie auch heraus aus dem Rhythmus, nämlich immer dann, wenn es brennt. Der Ruf der daran erinnert: Wir sind da und bereit zu helfen. Der Ruf der daran erinnert: Wir sind da wenn´s brennt.
So ungefähr stelle ich mir den heiligen Ruf Gottes vor. Nur dass er selten so laut ist. Oft ist er leise, nur ein flüstern. Oft ist es ein Wort was sie hören - im Gottesdienst, auf der Straße, von einem bekannten oder unbekannten Menschen. Eine Geste die sie sich gegenseitig schenken. Ein scheinbarer Zufall. Ein Lied. Es ist eine Begegnung, die Gott ihnen schenkt.
Der Ruf ist selten laut, dafür ist der heilige Ruf sehr variabel, er kommt zu Jedem in anderer Form.
Und wer ihn hört, mit dem passiert etwas. Für manche reicht, dass einmalige hören, für manche ist es ein Prozess der Jahre dauert… immer wieder angesprochen werden. Es passiert etwas, etwas verändert sich. Wer diesen Ruf hört und Gott vertraut, der wird selig. Das sagt Paulus.
Selig, ein merkwürdiges Wort. Als hätten wir nicht alle eine Seele. Als würden wir nicht alle Schmerzen an ihr spüren oder Freude und Beflügelung.
Ich glaube damit ist etwas anderes gemeint. Vielleicht das Erspüren, dass wir aus mehr bestehen als aus Fleisch und Knochen und Verstand. Selig sein heißt vielleicht zu spüren, dass wir eine Seele haben, die wertvoll ist. Unabhängig davon, wie es um Fleisch, Knochen und Verstand bestellt ist. Oder um unseren Geldbeutel oder das Ansehen in der Öffentlichkeit.
Eine Würde, die uns Gott verliehen hat. Eine Würde von der es heißt, dass sie nichts verliert durch das was wir tun oder lassen. Eine Würde die deutlich wird, in dem was Jesus auf sich genommen hat. So weit bin ich bereit für euch zu gehen, durch Schmerzen und Leid hindurch. Durch den Tod selbst. Am Kreuz und darüber hinaus bis zum leeren Grab.
Wir beginnen gemeinsam die Passionszeit, der Erinnerung an den Leidensweg Jesu. Es ist die Erinnerung an seine Treue zu Gott und zu uns. Zu jedem von uns.
Dieses Symbol, diese Tat, die verleiht allen Menschen Würde, unabhängig von dem was wir tun. Wir sind frei vom Druck uns diese Würde erkämpfen zu müssen.
Und weil wir frei sind ohne etwas was erbringen zu müssen, sind wir frei zu geben.
Das ist ein großer Trost für mich. Die Freiheit zu geben, auszuprobieren, anderen Menschen beizustehen, ihnen ohne Angst zu begegnen. Denn nichts was ich in meiner Beschränktheit tue oder lasse, macht mich in Gottes Augen unwürdiger. Ich kann mich auch nach Verletzungen an anderen Menschen, dass was die Bibel Schuld nennt, wieder aufmachen es erneut zu versuchen.
Denn meine Würde, meinen Wert, den Wert jedes mit Menschen und Mitgeschöpfes, der ist schon gegeben durch Jesus.
Durch sein Leben, sein Wirken, seinen Tod und sein Versprechen: Ich bin bei euch, bis ans Ende der Welt. AMEN
Pfarrer Martin Weber
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