Helios-Klinik Sangerhausen
Neues Operationsverfahren eingeführt
Freitag, 10. Februar 2017, 12:45 Uhr
Manfred Chrapkowksi ist der erste Patient, dem der kleine metallene Lebensretter in einer einstündigen Operation unter die Haut gepflanzt wurde. Der 67-Jährige Sangerhäuser leidet seit 13 Jahren unter Herzschwäche. Während einer Untersuchung in der Klinik wurde eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, bei der das Herz viel zu schnell schlägt, festgestellt. Das Herz droht zu flimmern und kann kein Blut mehr durch den Körper pumpen. Der ICD gibt niedrige Impulse ab, die das Herz in einen normalen Takt bringen. Die Operation ähnelt dem Einsetzen eines Herzschrittmachers erläutert Chirurg Thilo Weiße, der auch Manfred Chrapkowski operiert hat. Die Patienten sind im Anschluss kaum in ihrem normalen Leben beeinträchtigt. Im Normalfall müssen sie maximal drei Tage im Krankenhaus bleiben und dürfen dann nach Hause. Oberarzt Christian Müller rechnet mit über 20 Patienten pro Jahr, die zukünftig von dem neuen Operationsverfahren profitieren werden.
