Was Ärzte raten, wenn es doch passiert
Sicher ins neue Jahr?
Donnerstag, 29. Dezember 2016, 15:29 Uhr
Donnerhall, römische Lichter oder Goldregen – die Namen der aktuell wieder zu kaufenden Silvesterknaller versprechen Großes. Für manch einen Feuerwerksfreund wird es aber auch in diesem Jahr anders enden als gedacht, nämlich in der Notaufnahme.
In der Silvesternacht setzen viele Menschen wieder ihre Gesundheit aufs Spiel – aus Unaufmerksamkeit oder purem Übermut, häufig alkoholisiert. Doch der Schaden, den zum Beispiel ein in der Hand explodierender Böller anrichten kann, lässt sich in vielen Fällen nicht mehr beheben, so Oberarzt Johannes Fittkau, an der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben. Zerfetzte Hände, abgetrennte Finger und häufig Verbrennungen musste der Unfallchirurg und Orthopäde nach Silvester schon behandeln.
Auch ein abgeprallter oder fehlgeleiteter Knaller kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen und das Augenlicht für immer zerstören.
Die Ursachen für diese Unfälle sind vielfältig, denn bereits die unsachgemäße Handhabung der frei verkäuflichen Knaller reicht für schwerste Verletzungen aus. Dazu kommen Mutproben, zu wenig Abstand zum Knaller oder verspätete Reaktionszeiten, etwa nach Alkoholkonsum. Noch gravierender sind allerdings die auf dem Schwarzmarkt gekauften oder selbst hergestellten Böller. Aufgrund der fehlenden Sicherheitsvorgaben sind derartige Unglücke dabei fast schon vorprogrammiert. Zudem sind die Folgen, ob der deutlich größeren Explosionskraft auch meist verheerender, so Dr. med. Tino Zirk, Notfallmediziner und Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin der HELIOS Klinik.
Bei größeren Verletzungen sollte deshalb so schnell wie möglich das Krankenhaus aufgesucht werden. Verbrennungen bei Kindern gehören immer sofort in ärztliche Behandlung.
Bei all dem Spaß am bunten Feuerwerk sollte man deshalb stets Vorsicht walten lassen. Meiden Sie möglichst alkoholisierte Menschenmengen, denn meist sind es fremde Knaller, die einen verletzen.
Hier der dringende Rat der beiden Ärzte:
. legale Feuerwerkskörper nur mit der nötigen Vorsicht und nüchtern!!! anwenden
. nicht in Menschenmengen zünden
. bei Kindern auf genügend Abstand zum Feuerwerk achten
. keine Böllervorräte am Körper tragen
. Hände weg (im wahrsten Sinne des Wortes) von Schwarzmarktware und selbst gebauten Krachern
Ist das Unglück schon geschehen, gilt:
. kleinere Verbrennungen gleich unter kaltes Wasser halten
. bei Fremdkörpern im Auge mit reichlich klarem Wasser ausspülen und dann eine sauberes Tuch auflegen. Anschließend zum Arzt
. abgetrennte Finger oder ähnliches unbedingt einsammeln und in einem trockenen Behältnis mit in die Klinik bringen.
Gabriele Lakomy, HELIOS Klinik Eisleben
Autor: redIn der Silvesternacht setzen viele Menschen wieder ihre Gesundheit aufs Spiel – aus Unaufmerksamkeit oder purem Übermut, häufig alkoholisiert. Doch der Schaden, den zum Beispiel ein in der Hand explodierender Böller anrichten kann, lässt sich in vielen Fällen nicht mehr beheben, so Oberarzt Johannes Fittkau, an der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben. Zerfetzte Hände, abgetrennte Finger und häufig Verbrennungen musste der Unfallchirurg und Orthopäde nach Silvester schon behandeln.
Auch ein abgeprallter oder fehlgeleiteter Knaller kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen und das Augenlicht für immer zerstören.
Die Ursachen für diese Unfälle sind vielfältig, denn bereits die unsachgemäße Handhabung der frei verkäuflichen Knaller reicht für schwerste Verletzungen aus. Dazu kommen Mutproben, zu wenig Abstand zum Knaller oder verspätete Reaktionszeiten, etwa nach Alkoholkonsum. Noch gravierender sind allerdings die auf dem Schwarzmarkt gekauften oder selbst hergestellten Böller. Aufgrund der fehlenden Sicherheitsvorgaben sind derartige Unglücke dabei fast schon vorprogrammiert. Zudem sind die Folgen, ob der deutlich größeren Explosionskraft auch meist verheerender, so Dr. med. Tino Zirk, Notfallmediziner und Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin der HELIOS Klinik.
Bei größeren Verletzungen sollte deshalb so schnell wie möglich das Krankenhaus aufgesucht werden. Verbrennungen bei Kindern gehören immer sofort in ärztliche Behandlung.
Bei all dem Spaß am bunten Feuerwerk sollte man deshalb stets Vorsicht walten lassen. Meiden Sie möglichst alkoholisierte Menschenmengen, denn meist sind es fremde Knaller, die einen verletzen.
Hier der dringende Rat der beiden Ärzte:
. legale Feuerwerkskörper nur mit der nötigen Vorsicht und nüchtern!!! anwenden
. nicht in Menschenmengen zünden
. bei Kindern auf genügend Abstand zum Feuerwerk achten
. keine Böllervorräte am Körper tragen
. Hände weg (im wahrsten Sinne des Wortes) von Schwarzmarktware und selbst gebauten Krachern
Ist das Unglück schon geschehen, gilt:
. kleinere Verbrennungen gleich unter kaltes Wasser halten
. bei Fremdkörpern im Auge mit reichlich klarem Wasser ausspülen und dann eine sauberes Tuch auflegen. Anschließend zum Arzt
. abgetrennte Finger oder ähnliches unbedingt einsammeln und in einem trockenen Behältnis mit in die Klinik bringen.
Gabriele Lakomy, HELIOS Klinik Eisleben

