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Besonders in der Vorweihnachtszeit mehren sich Fälle

Immer mehr Betrüger wollen das "schnelle Geld" machen

Mittwoch, 30. November 2016, 13:47 Uhr
Trickbetrüger schrecken vor nichts zurück. Einmal ist es der Enkeltrick, dann werden Lederjacken angeboten, Wechselgeld gefordert und ins Portemonnaise der Opfer gegriffen, falsche Handwerker sind unterwegs oder angebliche Mitarbeiter von Polizei oder Behörden.

Die Aufzählung könnte noch erweitert werden und sicher lassen sich die Betrüger immer wieder Neues einfallen, um schnell an Geld zu kommen. Pressepsrecher Heiko Prull vom Polizeirevier Eisleben berichtet über den neuesten Fall:

Heute wurde angezeigt, dass in Gerbstedt ein vermeintlicher Trickbetrüger unterwegs war. Am Montag klingelte ein Mann an der Wohnungstür einer 79-jährigen Frau. Er gab sich als Mitarbeiter einer Krankentransportfirma aus.

In dem Gespräch mit der Frau verwies er darauf, dass ab 2017 der Krankentransport nicht mehr von den Krankenkassen übernommen würde und somit eine Zusatzversicherung mit einem Jahresbeitrag von 108 Euro abgeschlossen werden muss. Da dies, laut Aussage der Frau, alles recht glaubhaft klang unterschrieb sie einen Vertrag.

Im Nachhinein informierte sie sich jedoch bei ihrer Krankenkasse. Dort wurde ihr mitgeteilt wurde, dass der Krankentransport auch weiterhin durch die Kasse bezahlt wird.
Der Mann soll von großer Statur und kein Mitteleuropäer gewesen sein. Weitere Hinweise gibt es nicht.

Daher der gemeinschaftliche Tipp von Polizei und Redaktion: warnen Sie besonders Ihre älteren Angehörigen und Bekannten. Noch zu oft sind sie gutgläubig oder zeigen Mitleid mit den Dieben, die sie nicht als solche erkennen.
Autor: bwi

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