Wunder der Medizin
Dank Laserbehandlung wieder Lebensqualität
Montag, 28. November 2016, 13:34 Uhr
Friedrich Schimpf strahlt. Der 88-jährige Hettstedter hatte schon befürchtet, nun ständig mit einem Dauerkatheter in der Harnröhre leben zu müssen. Doch damit wollte sich der rüstige Rentner, der immer noch gern Musik macht, nicht abfinden. Durch Zufall kam er mit einem Urologen der HELIOS Klink Lutherstadt Eisleben ins Gespräch. Er empfahl mir einen Lasereingriff an der Prostata. Der Arzt hat mir das so anschaulich erklärt. Ich bin Handwerker, das hat mich überzeugt.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist eine typische Männererkrankung. Mehr als 30 Prozent der über 50-Jährigen leiden darunter. Schon seit Jahrzehnten ist es den Urologen möglich, diese inneren und gutartig vergrößerten Anteile der Prostata auf natürlichem Weg durch die Harnröhre zu entfernen.
Eine seit Jahrzehnten durchgeführte Standard-Methode ist die sogenannte Prostata-Resektion (TUR-Prostata), bei der mittels Hochfrequenzstrom die Prostata in Einzelsegmenten verkleinert wird (im Volksmund oft als abhobeln bezeichnet). Alternativ kommen heute zunehmend blutungsfreie bzw. blutungsarme Lasertechniken zum Einsatz, um die Prostata zu verkleinern. Hierbei unterscheidet man eine nur oberflächliche Laserverdampfung (Vaporisation) des Prostatagewebes wie beispielsweise bei der GreenLight-Technik und eine Entfernung der inneren Drüse, der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP).
Bereits seit zwei Jahren führt die urologische Abteilung der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben das Holmium-Laser-Verfahren zur Behandlung der Vergrößerung der Prostata routinemäßig durch. Hierbei werden mit einer Lasersonde unter optischer (endoskopischer) Kontrolle die inneren Prostataknoten (Adenomanteil) von der Prostatakapsel gelöst. Der Laserstrahl schneidet das Gewebe und verödet im gleichen Schritt die umliegenden Gefäße. Dies ermöglicht ein sehr blutungsarmes Operieren. Das gelöste Gewebe wird anschließend in der Blase mit einem Spezialgerät zerkleinert (morcelliert) und abgesaugt. Für die Patienten bedeutet dies größtmögliche Sicherheit, bei geringer körperlicher Belastung.
Der Vorteil der Holmium-Laser-Enukleation gegenüber den übrigen Laserverfahren besteht darin, dass durch die vollständige Entfernung des Adenomgewebes ein langfristiger Erfolg gesichert werden kann. Verbunden mit der verringerten Katheterliegezeit und einer kürzeren Krankenhausverweildauer, empfinden die Patienten den Eingriff als besonders schonend. Der Therapieerfolg ist meist umgehend nach der Operation spürbar. Das mit dem Holmium-Laser entfernte Gewebe kann in der Pathologie mikroskopisch untersucht werden, beim gewebezerstörenden (= verdampfenden) Laserverfahren ist das nicht möglich.
Und bei Herrn Schimpf verlief alles, trotz seines höheren Alters, problemlos. Er hatte keine Schmerzen nach der OP und kann nun ohne Probleme und vor allem ohne Katheter Wasserlassen.
Autor: redDie gutartige Vergrößerung der Prostata ist eine typische Männererkrankung. Mehr als 30 Prozent der über 50-Jährigen leiden darunter. Schon seit Jahrzehnten ist es den Urologen möglich, diese inneren und gutartig vergrößerten Anteile der Prostata auf natürlichem Weg durch die Harnröhre zu entfernen.
Eine seit Jahrzehnten durchgeführte Standard-Methode ist die sogenannte Prostata-Resektion (TUR-Prostata), bei der mittels Hochfrequenzstrom die Prostata in Einzelsegmenten verkleinert wird (im Volksmund oft als abhobeln bezeichnet). Alternativ kommen heute zunehmend blutungsfreie bzw. blutungsarme Lasertechniken zum Einsatz, um die Prostata zu verkleinern. Hierbei unterscheidet man eine nur oberflächliche Laserverdampfung (Vaporisation) des Prostatagewebes wie beispielsweise bei der GreenLight-Technik und eine Entfernung der inneren Drüse, der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP).
Bereits seit zwei Jahren führt die urologische Abteilung der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben das Holmium-Laser-Verfahren zur Behandlung der Vergrößerung der Prostata routinemäßig durch. Hierbei werden mit einer Lasersonde unter optischer (endoskopischer) Kontrolle die inneren Prostataknoten (Adenomanteil) von der Prostatakapsel gelöst. Der Laserstrahl schneidet das Gewebe und verödet im gleichen Schritt die umliegenden Gefäße. Dies ermöglicht ein sehr blutungsarmes Operieren. Das gelöste Gewebe wird anschließend in der Blase mit einem Spezialgerät zerkleinert (morcelliert) und abgesaugt. Für die Patienten bedeutet dies größtmögliche Sicherheit, bei geringer körperlicher Belastung.
Der Vorteil der Holmium-Laser-Enukleation gegenüber den übrigen Laserverfahren besteht darin, dass durch die vollständige Entfernung des Adenomgewebes ein langfristiger Erfolg gesichert werden kann. Verbunden mit der verringerten Katheterliegezeit und einer kürzeren Krankenhausverweildauer, empfinden die Patienten den Eingriff als besonders schonend. Der Therapieerfolg ist meist umgehend nach der Operation spürbar. Das mit dem Holmium-Laser entfernte Gewebe kann in der Pathologie mikroskopisch untersucht werden, beim gewebezerstörenden (= verdampfenden) Laserverfahren ist das nicht möglich.
Und bei Herrn Schimpf verlief alles, trotz seines höheren Alters, problemlos. Er hatte keine Schmerzen nach der OP und kann nun ohne Probleme und vor allem ohne Katheter Wasserlassen.


