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Ministerpräsident Haseloff

Integration heißt Fördern und Fordern

Montag, 14. November 2016, 13:11 Uhr
„Integrationspolitik heißt Fördern und Fordern. Integration kann nur gelingen, wenn den Maßnahmen, die wir organisieren, Bereitschaft und Willen bei den Aufzunehmenden gegenüberstehen und wenn sie unsere Gesellschaft insgesamt nicht überfordert. Integration ist ein wechselseitiger Prozess zwischen Zuwanderern und Einheimischen. Je mehr Menschen nach Sachsen-Anhalt kommen, desto größer ist die Herausforderung.“ Das erklärte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Halle bei der Eröffnung der Forschungsstelle Migrationsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Wichtig sei eine aktive Mitgestaltung der Gesellschaft. Es sei deshalb sehr erfreulich, dass sich auch in Sachsen-Anhalt so viele Menschen ehrenamtlich für ein Gelingen der Flüchtlingsaufnahme engagierten. Diese Offenheit in der Gesellschaft nachhaltig zu verankern, sei ein Prozess, der Geduld und Anstrengung bedürfe, sich aber nicht verordnen lasse, betonte Haseloff.

Für eine erfolgreiche Integration seien die Schulen von herausragender Bedeutung. In Sachsen-Anhalt erhielten die aufgenommenen Kinder mit Migrationsmaßnahmen vielfältige Unterstützung. Die Schule sei der ideale Ort, um das Miteinander verschiedener Kulturen zwanglos zu erlernen, unterstrich der Ministerpräsident.

„Die Migration verändert unser Land. Davor können wir nicht weglaufen, und wir sollten es auch nicht wollen“, mahnte der Regierungschef. Die Migration habe nicht nur positive Seiten, aber es gebe eine ganze Menge davon. So würden die Zuwanderer mit den richtigen Rahmenbedingungen mittel- und langfristig dazu beitragen, dass die Unternehmen leichter Auszubildende und Mitarbeiter fänden.
Autor: red

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