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Feierliche Eröffnung in Eisleben

Den Rettungsdienst braucht jeder Mensch

Freitag, 04. November 2016, 11:44 Uhr
Ob jung oder alt, arm oder reich - der Rettungsdienst ist für jeden Bürger da. So ist es auch im Mansfelder Land. Die alte Rettungsleitstelle in Eisleben entsprach schon länger nicht mehr der heutigen Zeit. Der bekannte Standort in der Magdeburger Straße war einst ein Feuerwehrgebäude und diente zuletzt als Standort für die Rettungsfahrzeuge zum Menschentransport.
Rettungsleitstelle Eisleben (Foto: Brigitte Wischalla) Rettungsleitstelle Eisleben (Foto: Brigitte Wischalla)

Der Kreistag beschloss einen Neubau für den Eigenbetrieb Rettungsdienst. Es brauchte jedoch 3 Jahre von der Grundsteinlegung bis zur heutigen offiziellen Einweihung. Die Arbeiten verzögerten sich aufgrund planerischer Fehler.
Gäste aus Politik und Wirtschaft (Foto: Brigitte Wischalla) Gäste aus Politik und Wirtschaft (Foto: Brigitte Wischalla)

Am heutigen Tag betonte Landrätin Dr. Angelika Klein vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft, dass sie trotz Mehrkosten und längerer Bauzeit an diesem Vorhaben intensiv festgehalten hat. Der Neubau entspricht der heutigen Zeit. Die Arbeits- und Hygienebedingungen fanden dabei einen hohen Stellenwert.
Etwas scherzhaft sagte sie, dass ihr "Lieblingsrettungswagen" in Alsleben stationiert sei. Dort gibt es kein Gebäude. Das Fahrzeug steht im Freien vor dem Wohnhaus eines Mitarbeiters.
Landrätin Dr. Angelika Klein spricht zur Eröffnung (Foto: Brigitte Wischalla) Landrätin Dr. Angelika Klein spricht zur Eröffnung (Foto: Brigitte Wischalla)

Die neue Leitstelle ist für Eisleben, den Mansfelder Grund und B 80/B180 sowie den Abschnitt Eisleben-Alllstedt der A38 zuständig.
Sie dankte allen am Bau Beteiligten. Ebenfalls galt ihr Dank den Krankenkassen für die Finanzierung der täglichen Leistungen am Patienten.
"Der Rettungsdienst ist in kommunaler Hand, was einen wesentlichen Vorteil bei der Bezahlung der Mitarbeiter und Rettungskräfte hat", so Dr. Klein weiter.
Ihr Appell galt der Landesregierung, das Rettungsdienstgesetz zu verändern. Die Verhandlungen laufen sonst im Monat August jeden Jahres, diesmal sei erst der 24.11. der Termin, wo es um Gelder ginge.
Leiter Eigenbetrieb Steffen Lannes (Foto: Brigitte Wischalla) Leiter Eigenbetrieb Steffen Lannes (Foto: Brigitte Wischalla)
Steffen Lannes, Leiter Eigenbetrieb Rettungsdienst, sprach allen am Bau Beteiligten seinen Dank aus und nicht zuletzt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen Tag ermöglichten. Ihre Zahl wurde in den letzten Jahren deutlich erhöht. Der demagogische Wandel machte das notwendig. Die Rettungsdienste in Hettstedt und Klostermansfeld seien auf dem neuesten Stand. Allerdings gibt es insgesamt 10 von ihnen und das bedeutet, auch die anderen müssen den heutigen Bedürfnissen noch angepasst werden.

Als dritter im Bunde richtete Mathias Rudzki, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, seine Worte an die Anwesenden. Er verwies auf die hochtechnischen Fahrzeuge und die gewachsenen Hygieneanforderungen. War ein Rettungsfahrzeug früher lediglich für den Transport ins Krankenhaus zuständig, so findet heutzutage dort bereits die Behandlung der Patienten statt.
Die neuen Räume für die Rettungskräfte sind darauf eingestellt. Schulungsräume stehen zur Verfügung und nicht zuletzt Ruheräume. Diese seien sehr wichtig für die Zeit nach den Einsätzen, die von den Rettungskräften oft auch menschlich viel abverlangen.
Mathias Rudzki, Ärztlicher Leiter (Foto: Brigitte Wischalla) Mathias Rudzki, Ärztlicher Leiter (Foto: Brigitte Wischalla)

Nach dem Banddurchschnitt erfolgte ein erster Rundgang durch das moderne Gebäude in der Eisleber Karl-Fischer-Straße.
Brigitte Wischalla





Autor: bwi

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