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Regionaler Ausbildungsmarkt

Beste Chancen für Jugendliche

Mittwoch, 02. November 2016, 13:19 Uhr
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am
01. Oktober 2015 haben insgesamt 812 Bewerber/-innen die Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Sangerhausen eingeschaltet.

„Alle Bewerber erhielten die Chance auf einen Start in eine berufliche Zukunft, keine Bewerber blieben unversorgt. Und das nunmehr seit sechs Jahren, “ sagt die Agenturleiterin Martina Scherer.

Obwohl es noch keinen wesentlichen Einbruch in den Zahlen der Schulabgänger gibt, sind die Bewerberzahlen zum Vorjahr um 56 Jugendliche gesunken. Einerseits gab es durch die verbesserte Lage am Ausbildungsmarkt weniger Bewerber aus vergangenen Jahren ohne eine Lehrstelle.
Zum anderen bringt die frühzeitige Berufsorientierung der Arbeitsagentur - z.B. zum Tag der Berufe, Tag der offenen Tür in den Betrieben - Jugendliche und Betrieb zeitiger zusammen. Damit haben die Jugendlichen ihre Lehrverträge früher in der Tasche.

Zwei Drittel der Bewerber (564) haben eine Berufsausbildung aufgenommen oder eine Erwerbstätigkeit begonnen. 95 Bewerber wurden mit begleitender Förderung, z.B. ausbildungsbegleitenden Hilfen oder assistierter Ausbildung unterstützt.

Der überwiegende Teil der Bewerber (397) verfügt über den Realschulabschluss. Knapp 21% (168) der Jugendlichen mit einem höheren Bildungsabschluss haben sich neben der Möglichkeit des Studiums für eine Ausbildung in der heimischen Wirtschaft interessiert.

Hohe Ausbildungsbereitschaft der regionalen Unternehmen

Von den Unternehmen wurden 732 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 46 mehr als im letzten Berichtszeitraum und zeigt den zunehmenden Fachkräftebedarf in den Unternehmen. Das Verhältnis von Berufsausbildungsstelle je Bewerber liegt bei 1,03- der beste Wert seit Jahren.

„Die regionale Wirtschaft hat der Arbeitsagentur frühzeitig ihre offenen Stellen gemeldet. Dabei wurden alle Möglichkeiten der Nachwuchsgewinnung- z.B. auch die Einstellung eines älteren Azubi- geprüft. Dennoch blieben insgesamt 76 Ausbildungsstellen frei, so viele wie nie in den letzten Jahren, “ erklärt Scherer weiter. Gerade bei technischen und handwerklichen Berufe gibt es seit Jahren Schwierigkeiten. Stelle und Bewerber passen oft nicht zusammen.

Freie Ausbildungsstellen gab es unter anderem in den Berufen: Konstruktionsmechaniker/in (9), Fachkraft – Lebensmitteltechnik (7), Koch/Köchin (6), Kaufmann/frau im Einzelhandel (5), Mechatroniker/in (4), Restaurantfachmann/frau (3), Kaufmann/-frau – Büromanagement (3), übrige Berufe (33).

Mit Prävention den Ausbildungsmarkt weiter stärken

Ziel der Berufsberater der Arbeitsagentur ist es aktuell, gemeinsam mit den Jugendlichen eine Strategie zu entwickeln, in welchen Berufen sie sich bewerben wollen. Dazu müssen die Stärken, Neigungen und Interessen der Jugendlichen mit den Anforderungen der Berufe abgeglichen werden.

Die Berufsorientierung wird noch stärker in den Schulen etabliert. Daneben bringt ein Praktikum im gewünschten Betrieb Klarheit. Darüber hinaus kann durch die assistierte Ausbildung ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Zahl vorzeitiger Lösung geleistet werden.

„Nur wenn die Ausbilder und Betreuer nah dran sind an den Azubis, erzählen sie ihnen wo der Schuh drückt“, schließt Scherer die Einschätzung zum Ausbildungsmarkt ab.
Autor: red

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