Kostenloser Vortrag im Ratssaal Hettstedt
"Gesunde Männer und Männerkrankheiten"
Samstag, 08. Oktober 2016, 09:04 Uhr
Prof. Dr. Martin Schostak, Direktor der Universitätsklink für Urologie und Kinderurologie, und Prof. Dr. Frank Fischbach, Oberarzt der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg, sind am Donnerstag, 13. Oktober 2016, zu Gast in Hettstedt.
Unter dem Titel Gesunde Männer und Männerkrankheiten werden sie über Erkrankungen der Vorsteherdrüse sprechen. Der Prostatakrebs steht dabei im Mittelpunkt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Hettstedt. Nach den Vorträgen der Ärzte besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.
An Prostatakrebs erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Menschen in Deutschland. Prof. Schostak: Der Krebs der Vorsteherdrüse ist eine Erkrankung mit einer sehr hohen Spannbreite: Auf der einen Seite kommen sehr gefährliche oder sogar primär metastasierte Krebse vor, auf der anderen Seite gibt es einen erheblichen Teil von Prostatakrebsen, die aus heutiger Sicht nicht sofort lebensbedrohlich sind und deshalb vielleicht auch nicht unbedingt hätten diagnostiziert oder sofort behandelt werden müssen.
Die individuelle Beurteilung für den Betroffenen, welcher Typ der Erkrankung vorliegt und ob und welche Behandlung für ihn am besten geeignet ist, erscheint sehr schwierig.
Doch wann empfiehlt sich eine Strategie des Abwartens und wann ist sofort mit einer aktiven Therapie zu beginnen? Es gibt unterschiedliche Therapieoptionen, wie die radikale Prostatektomie und perkutane Radiotherapie, aber auch sogenannte alternative Therapieverfahren, zum Beispiel eine fokale Therapie. Welche Behandlung ist im individuellen Fall die optimale Entscheidung?
Das interdisziplinäre Prostatakrebszentrum der Universitätsklinik Magdeburg nimmt sich diesem Problem an, indem eine gemeinsame Sprechstunde von Urologen und Strahlentherapeuten angeboten wird. Die beiden Referenten beraten hier Betroffene und ihre Angehörigen anhand der jeweiligen Situation.
Die Veranstaltung ist Teil einer Informationsreihe zu urologischen Themen an verschiedenen Orten. Sachsen-Anhalt ist ein Flächenland, in dessen Landkreisen die Versorgungsdichte mit (Fach-)Ärzten stark schwankt. Dementsprechend ist der Zugang zu Informationen über sämtliche heutzutage zur Verfügung stehende Diagnostik- und Therapieverfahren recht unterschiedlich.
Beispiele, wie der Medizinische Sonntag in Magdeburg, bestätigen durch anhaltend hohe Besucherzahlen, dass es ein großes Interesse in der Bevölkerung an Informationen von Gesundheitsexperten aus erster Hand gibt.
Mit ihrer Vortragsreihe möchten die Ärzte der Uniklinik Magdeburg diesen kommunikativen Austausch auch in anderen Orten, insbesondere in Landkreisen ohne ein besonders dichtes urologisches Netzwerk, anbieten.
Autor: redUnter dem Titel Gesunde Männer und Männerkrankheiten werden sie über Erkrankungen der Vorsteherdrüse sprechen. Der Prostatakrebs steht dabei im Mittelpunkt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Hettstedt. Nach den Vorträgen der Ärzte besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.
An Prostatakrebs erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Menschen in Deutschland. Prof. Schostak: Der Krebs der Vorsteherdrüse ist eine Erkrankung mit einer sehr hohen Spannbreite: Auf der einen Seite kommen sehr gefährliche oder sogar primär metastasierte Krebse vor, auf der anderen Seite gibt es einen erheblichen Teil von Prostatakrebsen, die aus heutiger Sicht nicht sofort lebensbedrohlich sind und deshalb vielleicht auch nicht unbedingt hätten diagnostiziert oder sofort behandelt werden müssen.
Die individuelle Beurteilung für den Betroffenen, welcher Typ der Erkrankung vorliegt und ob und welche Behandlung für ihn am besten geeignet ist, erscheint sehr schwierig.
Doch wann empfiehlt sich eine Strategie des Abwartens und wann ist sofort mit einer aktiven Therapie zu beginnen? Es gibt unterschiedliche Therapieoptionen, wie die radikale Prostatektomie und perkutane Radiotherapie, aber auch sogenannte alternative Therapieverfahren, zum Beispiel eine fokale Therapie. Welche Behandlung ist im individuellen Fall die optimale Entscheidung?
Das interdisziplinäre Prostatakrebszentrum der Universitätsklinik Magdeburg nimmt sich diesem Problem an, indem eine gemeinsame Sprechstunde von Urologen und Strahlentherapeuten angeboten wird. Die beiden Referenten beraten hier Betroffene und ihre Angehörigen anhand der jeweiligen Situation.
Die Veranstaltung ist Teil einer Informationsreihe zu urologischen Themen an verschiedenen Orten. Sachsen-Anhalt ist ein Flächenland, in dessen Landkreisen die Versorgungsdichte mit (Fach-)Ärzten stark schwankt. Dementsprechend ist der Zugang zu Informationen über sämtliche heutzutage zur Verfügung stehende Diagnostik- und Therapieverfahren recht unterschiedlich.
Beispiele, wie der Medizinische Sonntag in Magdeburg, bestätigen durch anhaltend hohe Besucherzahlen, dass es ein großes Interesse in der Bevölkerung an Informationen von Gesundheitsexperten aus erster Hand gibt.
Mit ihrer Vortragsreihe möchten die Ärzte der Uniklinik Magdeburg diesen kommunikativen Austausch auch in anderen Orten, insbesondere in Landkreisen ohne ein besonders dichtes urologisches Netzwerk, anbieten.
