nnz-online
Autofahrer aufgepasst:

Herbstzeit ist Unfallzeit

Freitag, 30. September 2016, 13:09 Uhr
Trotz Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen steht der Herbst unwiderruflich vor der Tür. Gerade für Autofahrer beginnt nun die gefährliche Saison mit erhöhter Unfallgefahr, auf die sich jeder entsprechend vorbereiten sollte...



Herbstzeit ist Nebelzeit (Foto: Gernot Thelemann) Herbstzeit ist Nebelzeit (Foto: Gernot Thelemann)
Im Herbst steigt vor allem in den Wäldern die Gefahr von Wildunfällen, bei denen Autofahrern mit Wildschweinen oder Rehen kollidieren. Wilde Tiere müssen sich in der kalten Jahreszeit häufiger auf Wanderschaft machen, um Futter zu finden und dabei auch stark befahrene Straßen überqueren.

Zugleich ziehen sie sich in ihre Nachtquartiere zurück wenn es dunkel wird – und mit dem Herbst wird es wieder so früh dunkel, dass ihre Nachtruhe mit dem Berufsverkehr zusammenfällt. Warnschilder an beliebten Wildwechseln können helfen, doch in jedem Fall sollten Autofahrer bei Fahrten in ländlichen Gebieten stets mit Tieren auf der Fahrbahn rechnen und entsprechend defensiv fahren.

Droht trotz allem die Gefahr eines Zusammenstoßes, sollte der Fahrer das Fernlicht ausschalten, kontrolliert bremsen, hupen und das Lenkrad festhalten. Angefahrene Wildtiere dürfen nicht mitgenommen werden. Die Unfallstelle ist mit Warndreieck und Warnblinklicht zu sichern und die Polizei zu informieren. Damit die Versicherung zahlt müssen Beweise für einen Wildunfall vorgelegt werden können (z.B. Spuren von Fell und Blut des Tieres am Auto oder Zeugenaussagen).

Meist sind Unfälle mit Wild in der Teilkasko-Versicherung abgedeckt. Ganz wichtig: Der Fahrer muss den Unfall selbst seiner Versicherung melden. Bei manchen Versicherungsunternehmen wie Verti kann der Schaden direkt online auf der mobilen Seite übermittelt werden.

Nasses Herbstlaub erhöht die Rutschgefahr

Auch ohne Wildtiere kann es auf herbstlichen Straßen gefährlich werden. Nasses Laub ist eine weitere Gefahrenquelle im Herbst. Liegt Laub auf den Straßen sollte grundsätzlich etwas langsamer gefahren und auf plötzliche Bremsmanöver verzichtet werden, da das Auto auf rutschigem Laub schnell ins Schleudern gerät. Noch wichtiger als sonst ist es, den Sicherheitsabstand einzuhalten, da das Laub den Bremsweg erheblich verlängert.

Der Sicherheitsabstand spielt auch bei Fahrten im herbstlichen Nebel eine wichtige Rolle. Der TÜV Süd empfiehlt auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten und neben dem Licht Nebelscheinwerfer einzuschalten. Die Nebelschlussleuchte wird erst bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet. Zur Orientierung dienen hier die Leitpfosten am Straßenrand, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. Wer die Nebelschlussleuchte bei besserer Sicht eingeschaltet lässt, muss mit einem Bußgeld rechnen, da das starke Licht den folgenden Fahrer ohne dichten Nebel enorm blendet.

Nicht zuletzt sollten vor dem Beginn der dunklen Jahreszeit unbedingt die Lampen des Autos überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden, um auch in der Dunkelheit stets sichtbar zu bleiben.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 msh-online.de